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17.04.2013 11:38

Mikrokredite In Gutes investieren

von
Ein Mikrokredit kann das entscheidende Sprungbrett aus der Armut sein. Können auch Privatleute Mikrokredite vergeben?
Mikrokredite In Gutes investieren Verbraucherportal Biallo.de
Mikrokredite - oft kann ein kleiner Kredit eine große Hilfe sein
Vielen Anlegern sind nicht nur Zins und Sicherheit wichtig, sondern auch die Art des Investments, in das ihr Geld fließt. Ein Weg, auf dem Geld Gutes bewirken kann, sind Mikrokredite. Sie sind ein schon lange genutzte Instrumente der Entwicklungspolitik. Die Idee: Durch Kleinstkredite sollen Kleingewerbetreibende die Möglichkeit bekommen, sich eine Existenz aufzubauen. Nicht Almosen sollen sie erhalten, sondern eine Chance, um sich selbst zu helfen und einen Weg aus Arbeitslosigkeit und Armut zu finden. Beispiel: Ein Handwerker kann sich durch einen Mikrokredit Werkzeuge kaufen, wodurch sich neue Einkommensmöglichkeiten eröffnen. Auf normalem Weg hat er keinen Zugang zu Finanzdienstleistungen, weil er in einem abgelegenen Gebiet wohnt, in dem es keine Bank gibt. Ohnehin hätte er keine Sicherheiten zu bieten. Oft werden Kleinstkredite von Geldhäusern erst gar nicht angeboten, da der Arbeitsaufwand verhältnismäßig hoch ist.
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Der Mikrofinanz-Sektor ist in den letzten Jahren stark gewachsen. „Die Mehrheit der Kunden befindet sich in Asien (155 Millionen) und Lateinamerika (16 Millionen)“, sagt Hans Stehling von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Die GIZ ist ein Bundesunternehmen, das vor allem das Entwicklungsministerium dabei unterstützt, ihre Ziele in der internationalen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung zu unterstützen.


Mikrokredite – eine Nobelpreis-reife Idee

In der breiten Bevölkerung bekannt wurden Mikrokredite besonders durch den Wirtschaftswissenschaftler Muhammad Yunus, der für sein Mikrofinanzprogramm 2006 den Friedensnobelpreis erhalten hat. Zum eigentlichen Mikrofinanzgedanken gehören nicht nur Kredite, sondern auch Giro- und Sparkonten wie auch Versicherungen für Menschen, denen diese bei einer „normalen“ Bank verwehrt bleiben. Ein „Allheilmittel“ seien Mikrokredite nicht, so Stehling. Sie können jedoch zur Armutsreduzierung beitragen. „Führende wissenschaftliche Studien zur Wirkung von Mikrokrediten belegen die positive Wirkung für Haushalte sowie kleine und mittlere Unternehmen“, sagt der GIZ-Mitarbeiter. Wer von der Idee von Mikrokrediten überzeugt ist und gerne mit seinem Geld Menschen bei der Existenzgründung helfen möchte, kann dies von Deutschland aus allerdings nur über Umwege machen:
 

Fonds mit Schwerpunkt Mikrofinanzen

Eine Möglichkeit, um in Mikrokredite zu investieren, sind Fonds. Als Beispiele nennt Christoph Hommel, Finanzexperte bei der Verbraucherzentrale Bayern, den BN & P Good Growth Fund und den Fair World Fonds. Bei beiden bilden Mikrofinanzen ein Investitionsziel – allerdings von maximal 30 Prozent. Der Fair World Fonds wurde 2010 von Union Investment in Zusammenarbeit mit der GLS Bank und der Bank für Kirche und Diakonie aufgelegt. Seitdem verzeichnet er einen Wertzuwachs von insgesamt rund zehn Prozent und ein Volumen von rund 120 Millionen Euro. Das Anlageziel des internationalen Mischfonds orientiert sich an sozialen, ökologischen und entwicklungspolitischen Kriterien. Bis zu zehn Prozent investiert der Fonds in Mikrofinanzfonds.
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Mikrokredit-Sparbuch

Wer das Risiko eines Fonds-Investments scheut, für den kann das von der sozial-ökologischen GLS Bank aufgelegte Oikocredit Sparbuch die richtige Wahl sein. Die Bank vergibt in Höhe der angelegten Gelder einen Kredit an Oikocredit, wodurch wiederum Partnerorganisationen in Entwicklungsländern finanziert werden. Ein großer Anteil geht an Mikrofinanzorganisationen. Darüber hinaus fließt Geld an Genossenschaften, Fairhandelsorganisationen und kleine Unternehmen. Erklärtes Ziel der internationalen Entwicklungsgenossenschaft Oikocredit ist eine „gerechte, partizipatorische und zukunftsfähige Gesellschaft“.

Das Oikocredit-Sparbuch funktioniert, wie Anleger es von Sparbüchern gewohnt sind: Die Kündigungsfrist beträgt drei Monate, 2.000 Euro sind ohne Kündigungsfrist und Vorschusszinsen erhältlich. Die Verzinsung ist variabel und liegt im Moment bei 0,4 Prozent. „Abgesichert sind die Einlagen über das deutsche Einlagensicherungssystem“, sagt Christof Lützel, Pressesprecher der GLS Bank. Zehn Millionen Euro an Kundeneinlagen seien bislang in das Oikocredit-Sparbuch geflossen. „Die Nachfrage steigt“, so Lützel. Bis 2014 werde ein Volumen von 13 Millionen Euro erwartet.
 

Weitere Möglichkeiten, um Mikrokredite zu fördern

Von Oikocredit können Anleger auch direkt Genossenschaftsanteile kaufen und damit deren Arbeit unterstützen. Weitere Möglichkeit: Bei der in San Francisco ansässigen Non-Profit-Organisation Kiva (www.kiva.org) können sich Darlehensgeber direkt für einen auf der Website vorgestellten Darlehensnehmer entscheiden. Achtung: Hier ist ein Totalverlust des Geldes möglich, allerdings gebe es nach eigenen Angaben bislang eine Rückzahlungsrate von 99 Prozent.

Egal auf welche Weise Anleger in Mikrofinanzanlagen investieren – reich werden sie damit nicht und es besteht zum Teil ein, wenn auch gerniges, Ausfallrisiko. Natürlich sollte nicht ein komplettes Vermögen ausschließlich in Mikrofinanzinvestments fließen – für einen begrenzten Gelbetrag sind sie aber eine überlegenswerte Anlagemöglichkeit. „Besonders für Leute, die einen Beitrag zur Armutsbekämpfung leisten wollen, aber nicht spenden möchten, sind Mikrofinanzinvestments nicht schlecht“, sagt Verbraucherschützer Christoph Hommel. Auch aus Diversifikationsgründen seien sie durchaus empfehlenswert - also wenn es darum geht, sein Geld auf verschiedene Anlageformen zu verteilen, um das Risiko zu verringern. Im Vordergrund sollte aber der Wunsch stehen, mit seinem Geld Gutes zu bewirken.

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Leserkommentare
10.02.2014 - von Kraut Funding
Alternative zu Kiva
Ich finde, dass Mikrokredite eine wirklich gute Alternative zu den üblichen Spenden sind - auch wenn natürlich meist nur Projekte in Frage kommen, die wirtschaftlich interessant sind. Es gibt ja viele Diskussionen zu den Nachteilen von Institutionen wie kiva.org. Darum möchte ich hier noch eine Organisation vorstellen, die die Vermittlung noch wesentlich transparenter und direkter angeht: https://www.zidisha.org/ Hier gehen die eingesetzten Beträge wirklich direkt und ohne vermittelndes Finanzinstitut an die Kreditnehmer. Darüber hinaus hat man jederzeit direkten Kontakt zum Kreditnehmer und gewinnt so interessante Einblicke in Projekte und Personen. Die Seite gibt es bislang nur auf Englisch und Französisch, ich trage jedoch ab sofort deutschsprachige Informationen auf Facebook (https://www.facebook.com/pages/Deutsche-Zidisha-Mitglieder/686113078106513) zusammen. Dort können sich Interessenten gern melden. Viele Grüße Jan
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