Bankvollmacht Für den Notfall vorsorgen

Bankvollmacht Für den Notfall vorsorgen

Brigitte Watermann
von Brigitte Watermann
05.12.2014
Auf einen Blick
Plötzliche Krankheit oder ein Unfall – was ist, wenn man wichtige Bankgeschäfte wie Überweisungen oder Bargeldabhebungen nicht mehr selbst vornehmen kann?
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Ehepartner oder Kinder sind dazu nicht automatisch berechtigt. Möglicherweise ist die gerichtliche Bestellung eines Betreuers erforderlich. Mit einer Vorsorgevollmacht bei der Bank kann man solche Schwierigkeiten umgehen.

Konto-/Depotvollmacht erteilen

Wer rechtzeitig einen vertrauenswürdigen Bevollmächtigten festlegt, der im Fall des Falles seine Angelegenheiten regeln darf, kann die gerichtliche Bestellung eines Betreuers vermeiden. Dies geht am besten, indem man mit einer Vertrauensperson zur Bank geht und dort eine sogenannte „Konto-/Depotvollmacht“ erteilt; der Bevollmächtigte muss sich gegenüber der Bank ausweisen können. Auf diese Weise können insbesondere etwaige spätere Zweifel an der Wirksamkeit der Vollmacht im Vorhinein ausgeräumt werden. Wichtig zu wissen: Direktbanken verlangen eine Legitimation des Bevollmächtigen per Post-Ident-Verfahren. Die Kreditinstitute halten entsprechende Vollmacht-Mustervordrucke für ihre Kunden bereit. Und natürlich kann der Kontoinhaber die „Konto-/Depotvollmacht“ jederzeit ohne Angabe von Gründen widerrufen, sofern er weiterhin geschäftsfähig ist. Der Widerruf sollte schriftlich erfolgen.

Keine Generalvollmacht

Wichtig: Es handelt sich dabei nicht um eine Generalvollmacht. Vielmehr sind die mit dieser Vollmacht möglichen Bankgeschäfte, die die Vertrauensperson übernehmen darf, klar festgelegt. So darf der Bevollmächtigte zum Beispiel über Guthaben, etwa durch Überweisungen, Barabhebungen oder Schecks verfügen. Er kann mit der Vollmacht unter anderem für den hilfsbedürftigen Kontoinhaber Rechnungen bezahlen und darf auch Wertpapiere für ihn kaufen oder verkaufen, allerdings keine Termingeschäfte tätigen. Ferner darf der Bevollmächtigte Kredite, die dem Kontoinhaber eingeräumt wurden, in Anspruch nehmen. Er ist aber zum Beispiel nicht dazu befugt, neue Kreditverträge abzuschließen oder bestehende Kreditverträge zu ändern. Auch darf er keine Unter-Vollmachten für eine weitere Person erteilen.

Angaben zur Vorsorgevollmacht müssen nicht, können aber gegen eine einmalige Gebühr im Zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer registriert werden; Internet-Meldungen von Privatpersonen etwa kosten ab 13 Euro einmalig. Informationen sowie die Preisliste dazu gibt es unter www.vorsorgeregister.de.

Das Vorsorgeregister soll gewährleisten, dass Vormundschaftsgerichte schnell und einfach von der Existenz einer solchen Vollmacht erfahren.

Tipp

Die Bank prüft nicht, ab wann und unter welchen Voraussetzungen der Bevollmächtigte Gebrauch von der Vollmacht macht – ob etwa der Vorsorgefall tatsächlich eingetreten ist. Der Auftraggeber trägt daher selbst das Risiko eines etwaigen Missbrauchs der Vollmacht durch den Bevollmächtigten. Bei der Wahl seines Bevollmächtigten sollte man also nur eine Person wählen, der man uneingeschränkt vertraut.

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Für meine Leser bin ich stets auf der Suche nach neuen Angebots- und Konditionen-Trends bei Direkt- und Filialbanken. Denn mein Ziel ist es, dass Anleger wohl durchdachte Entscheidungen treffen können, welchen Anbietern sie ihr Vertrauen schenken. Außerdem schreibe ich seit vielen Jahren zu den Themen Vermögensaufbau und Altersvorsorge, aber auch Anlegerschutzrecht und Steuern. Private Geldanleger und ihre Bedürfnisse stehen dabei für mich immer im Fokus.  

In München und Washington, D.C., habe ich Diplom-Journalistik und Diplom-Volkswirtschaftslehre studiert, außerdem meine Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule in München absolviert. Nach meinem Berufseinstieg als Redakteurin beim Anlegermagazin Börse Online arbeitete ich von 1998 bis 2000 als Investor Relations Managerin bei der HypoVereinsbank. 2000 kehrte ich als Ressortleiterin zu Börse Online zurück und verantwortete dort bis 2009 die Bereiche “Geld und Vorsorge” sowie die Portrait- und Interviewstrecke “Börsianer und Anleger”. In dieser Zeit habe ich mehrere renommierte Journalistenpreise gewonnen.  

Seit 2009 schreibe ich für biallo.de, aber auch für Capital, Euro am Sonntag, Euro und weiterhin für Börse Online sowie für andere bekannte überregionale Wirtschaftsmedien. Gemeinsam mit früheren Börse Online-Kollegen betreibe ich den börsentäglichen Blog finanzjournalisten.blogspot.com. Daneben bin ich als Referentin für Wirtschaftsjournalismus an der Deutschen Journalistenschule München sowie als Moderatorin von Podiumsdiskussionen tätig.

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