Filialbanken: Miese Noten für digitale Angebote

Kunden-Umfrage Filialbanken: Miese Noten für digitale Angebote

Sebastian Schick
von Sebastian Schick
17.10.2016
Auf einen Blick

Fast nirgends sind die Bankkunden so skeptisch wie in Deutschland. Nur jeder fünfte Deutsche ist mit Produkten und Leistungen zufrieden. Demnach hakt es an einer Stelle besonders.

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Das Misstrauen der Deutschen gegenüber der Bankenbranche ist nach wie vor hoch. Eine Studie der Unternehmensberatung Ernst & Young kommt zu einem ernüchternden Ergebnis: Mehr als jeder dritte deutsche Bankkunde (37 Prozent) gibt an, dass sein Vertrauen in die Bankenbranche in den vergangenen zwölf Monaten gesunken ist. Nur bei jedem Zehnten (11 Prozent) ist das Vertrauen gestiegen. Befragt wurden weltweit 52.000 Bankkunden, darunter 2.000 in Deutschland.

„Fast ein Jahrzehnt nach Beginn der Finanzkrise hat es die Finanzbranche immer noch nicht geschafft, das Vertrauen der Kunden zurückzugewinnen“, meint Ulrich Trinkaus, Partner bei Ernst & Young. Das Vertrauen in die eigene Hausbank sei dagegen nach wie vor hoch. Jeder zweite Bundesbürger verlässt sich voll auf seine Hausbank. Einziges Manko: „Ihre individuellen Bedürfnisse sieht ein Großteil der Kunden bei ihrer Hausbank nicht erfüllt“, so Trinkaus. Direktbanken und sogenannte Non-Banks (branchenfremde Anbieter) machten den traditionellen Instituten zunehmend Konkurrenz, auch wenn drei von vier Deutschen ihre Geschäfte immer noch primär über eine Filialbank abwickeln.

Digitale Angebote lassen zu wünschen übrig

Nachholbedarf gibt es vor allem in Sachen digitale Angebote. Hier stünden die klassischen Filialbanken unter Zugzwang, denn ihre Leistungen würden hierzulande als ungenügend empfunden. Die traditionellen Institute müssten laut Trinkaus schnell reagieren, um nicht weitere Kunden an Direktbanken oder Non-Banks zu verlieren.
Mittlerweile gibt jeder dritte Bankkunde in Deutschland an, dass er im vergangenen Jahr häufiger Online-Banking genutzt hat. 17 Prozent erledigten ihre Bankgeschäfte häufiger über mobile Endgeräte.

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nach seinem Studium für das Lehramt an Gymnasien mit der Fächerkombination Deutsch/Latein/Geschichte in Würzburg und Berlin entschied sich Sebastian Schick für den Journalismus. 2005 absolvierte er die Ausbildung zum Rundfunkjournalisten an der Akademie für Neue Medien in Kulmbach.

Direkt im Anschluss volontierte er beim Deutschen Anleger Fernsehen (DAF), wo er sich in seiner zehnjährigen Laufbahn ein umfangreiches Fachwissen zum Thema Geldanlage und Börse aneignete. Zuletzt baute er als Chefredakteur in Kooperation mit dem Kurier Medienhaus den österreichischen TV-Sender DAF Austria mit auf. Bei biallo.de schreibt er als Redakteur über das Thema Kredit und Geldanlage. 

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Direkt im Anschluss volontierte er beim Deutschen Anleger Fernsehen (DAF), wo er sich in seiner zehnjährigen Laufbahn ein umfangreiches Fachwissen zum Thema Geldanlage und Börse aneignete. Zuletzt baute er als Chefredakteur in Kooperation mit dem Kurier Medienhaus den österreichischen TV-Sender DAF Austria mit auf. Bei biallo.de schreibt er als Redakteur über das Thema Kredit und Geldanlage. 

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