Eine Direktbank hat die Nase vorn

Umfrage: Bank des Jahres 2016 Eine Direktbank hat die Nase vorn

Max Geißler
von Max Geißler
16.11.2016
Auf einen Blick

Wer hätte das gedacht: Deutsche Bankkunden sind mit ihrem Geldinstitut insgesamt zufrieden. Besonders gute Noten erhalten Direktbanken. Bei Filialbanken gibt es Licht und Schatten.

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Die Ergebnisse einer vom Fernsehsender n-tv in Auftrag gegebenen Studie sind überraschend gut. Gleich 14 Finanzinstitute wurden in der Sparte Kundenzufriedenheit von den gut 25.000 Befragten mit „sehr gut“ bewertet. Jeweils fünf Banken schnitten mit „gut“ bzw. „befriedigend“ ab. Lediglich drei Banken kommen über ein ausreichendes Resultat nicht hinaus.

Im Fokus der Bewertungen standen Aspekte wie Service, Konditionen, Transparenz, Sicherheit, Image beziehungsweise Ruf der Bank und Produktspektrum. Zudem flossen Kundenärgernisse und die Weiterempfehlungsbereitschaft in das Gesamtergebnis ein. Insgesamt 27 Finanzinstitute kamen in die Wertung.


Marktführer siegt bei Direktbanken

Sieger bei den Direktbanken ist Deutschlands größtes Internetinstitut ING-Diba. Das Qualitätsurteil „Sehr gut“ fußt vor allem auf dem guten Abschneiden in den Sparten „Service“ und „Sicherheit“. Diese bewerteten rund 90 Prozent der Kunden als positiv. Auch in allen anderen Bewertungsbereichen fällt das Kundenurteil über die ING-Diba ausgesprochen gut aus. Zweiter bei den Direktbanken ist die DKB (Deutsche Kreditbank), den dritten Platz belegt 1822 direkt.


Genossenschaftsbank ist beste überregionale Filialbank

Bei den bundesweit aktiven Banken stechen drei Institute hervor: BB Bank, Commerzbank und Targobank. Den ersten Platz mit einem sehr guten Qualitätsurteil belegt die Karlsruher BB Bank. Die Genossenschaftsbank erzielt in sämtlichen Bewertungsbereichen Rang eins. Auch die Weiterempfehlungsbereitschaft der Kunden ist stark ausgeprägt. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Commerzbank und die Targobank.

3
 
Anbieter
Ertrag pro Jahr
Dispozinsen
Guthabenzinsen
 
1.
 +6,10 €
6,90%
 bis 0,4%
2.
 +5,34 €
6,99%
 bis 0,35%
3.
 +4,58 €
8,99%
 0,3%
Geldeingang 2.500 €, niedrigster Kontostand 900 €

Regional überzeugen PSD- und Sparda Banken

PSD- und Sparda-Banken machen nach Ansicht der Befragten die besten regionalen Angebote. Durchweg gute Bewertungen erhielt die Münchner PSD Bank und erzielt damit das beste Gesamturteil bei den Regionalbanken 2016. Das bayerische Geldhaus schneidet auch im Vergleich aller Banken mit dem zweiten Platz außerordentlich gut ab. Im Gegensatz zu vielen anderen Geldhäusern überzeugen hier vor allem die Konditionen. Auf dem zweiten Platz unter den regionalen Filialbanken findet sich mit der Sparda-Bank München erneut ein Geldhaus aus der bayerischen Landeshauptstadt. Den dritten Platz belegt die PSD Bank Nürnberg.


Bereich „Konditionen“ schneidet schlecht ab

Insgesamt schneiden die Bereiche „Sicherheit“, vor allem beim Online-Banking, „Einlagenschutz“ und „Beratungsinformation“ am besten ab. Im Schnitt bewerten hier rund 85 Prozent der Befragten ihre Bank positiv. Auch der Bereich „Service“ überzeugt viele Kunden. Gut 82 Prozent der Befragten sind hier zufrieden mit ihrer Bank. Deutlich schwächer bewerten Bankkunden dagegen den Bereich „Konditionen“. Mehr als ein Fünftel (22 Prozent) geben hier keine positive Bewertung ab, jeder Zehnte zeigt sich mit den Konditionen seiner Bank sogar sehr unzufrieden.

Biallo-Lesetipp:

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Max Geißler
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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

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