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22.01.2015 16:49

Vermögenswirksame Leistungen Geld vom Chef attraktiv anlegen

von Max Geißler Autor
Bis zu 40 Euro pro Monat spendieren Arbeitgeber für den privaten Kapitalaufbau im Rahmen vermögenswirksamer Leistungen. Welche Geldanlage lohnt sich?
Vermögenswirksame Leistungen Geld vom Chef attraktiv anlegen
Vermögenswirksame Leistungen - liegt das Einkommen unterhalb bestimmter Einkommensgrenzen, spendiert der Staat zusätzlich Prämien

So funktionieren Vermögenswirksame Leistungen

Arbeitnehmer schließen einen VL-Sparvertrag ihrer Wahl ab. In Frage kommen Bausparverträge und Einzahlungen in laufende Baudarlehen, aber auch Bank- und Fondssparpläne. Der Chef überweist das Geld direkt an den Anbieter. Die Sparzeit beträgt sechs Jahre plus Wartezeit bis Jahresende, anschließend ist das Kapital frei verfügbar. Bei geringem Einkommen legt der Staat noch Zulagen und Sparprämien obendrauf. Mit der richtigen Geldanlage wächst daraus ein kleines Vermögen. Allerdings sind die Vermögenswirksamen Leistungen (VL) steuer- und sozialabgabenpflichtig.

So fördert der Staat Vermögenswirksame Leistungen

Besonders attraktiv ist VL-Sparen, wenn Anspruch auf staatliche Fördermittel besteht. Für Bausparverträge gibt es jährlich bis zu 42,30 Euro Arbeitnehmer-Sparzulage, vorausgesetzt das Einkommen ist nicht höher als 17.900 Euro/35.800 Euro (Ledige/Ehepaare). Bausparer erhalten außerdem Wohnungsbauprämie von bis zu 45 Euro im Jahr, sofern ihre Einkünfte 25.600 Euro bzw. 51.200 Euro nicht überschreiten. Für Aktienfonds spendiert der Staat bis zu einem Jahresbrutto-Einkommen von 20.000 Euro/40.000 Euro zusätzlich 80 Euro Sparzulage. Der Verdienst kann sogar über den Einkommensgrenzen liegen, denn Werbungskosten, Sonderausgaben und nicht berücksichtigte Kinderfreibeträge sind davon abziehbar. „Die Zulage vom Staat müssen VL-Sparer jährlich mit der Einkommensteuer-Erklärung beim Finanzamt beantragen“, erläutert Panagiotis Siskos vom Fondsverband BVI. Man kann alle drei Zulagen von bis zu 167 Euro gleichzeitig vereinnahmen. Dazu sind Einzahlungen in einen VL- Fonds und einen Bausparvertrag nötig. Die Vermögenswirksamen Leistungen des Arbeitgebers reichen dafür jedoch nicht. Erforderlich sind jährliche Sparleistungen von 400 Euro in den Fonds und 982 Euro in den Bausparvertrag.

Vermögenswirksame Leistungen und Banksparplan

Risikoscheue Sparer profitieren mit einem Banksparplan von einer sicheren Verzinsung. Aktuell erreichen Sparer Renditen bis zu 2,5 Prozent für siebenjährige VL-Sparpläne, zum Beispiel bei der VTB Bank. Die ING-Diba zahlt 2,0 Prozent Festzins. Am Markt gibt es auch VL-Sparpläne mit variablen Zinsen, zum Beispiel bei einigen Sparkassen und PSD Banken. Sie wahren dank veränderlicher Zinsen die Chance auf höhere Erträge, wenn der Marktzins steigt. Grund: Der Basiszins wird regelmäßig an die Zinsentwicklung angepasst. Außerdem puschen Bonusprämien den Gewinn, einige Sparpläne erreichen dadurch Renditen von knapp drei Prozent, etwa bei der Stadtsparkasse Düsseldorf. Positiv: Banksparpläne sind risikofrei und verursachen keine Kosten. Nachteil: Staatliche Förderung durch die Arbeitnehmer-Sparzulage ist ausgeschlossen.
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Vermögenswirksame Leistungen und Fondssparplan

Aktienfonds eignen sich für VL-Sparer, die chancenreich anlegen wollen und keine Kursrisiken scheuen. „Berufsanfänger und Geringverdiener profitieren aufgrund des noch geringen Einkommens zusätzlich von der Arbeitnehmer-Sparzulage in Höhe von 20 Prozent der Sparleistung“, betont Siskos. Dadurch könne die Rendite bezogen auf den Eigenbeitrag auf über zehn Prozent steigen. Betrachtet man die letzte verfügbare Anlageperiode (2007 bis 2013), erzielten deutsche VL-Fonds inklusive staatlicher Fördergelder nach Angaben des BVI eine Durchschnittsrendite von 11,8 Prozent. Aber Achtung: Die Zulage gibt’s nur für Aktienfonds. Manche Banken bewerben auch Rentenfonds als VL-fähig, doch die sind nicht zulagenberechtigt. Sparen mit VL-Fonds bieten sowohl Sparkassen, zum Beispiel die Mittelbrandenburgische Sparkasse mit Deka-Fonds, als auch Privatbanken, etwa die Deutsche Bank mit DWS-Fonds.

Vermögenswirksame Leistungen und Bausparvertrag

Bei Einhaltung der Einkommensgrenzen winken Bausparern sichere Zinsen und Doppelförderung durch Arbeitnehmer-Sparzulage und Wohnungsbauprämie. Wichtig ist, dass reine Sparverträge hohe Guthabenzinsen und einen Bonus bei Darlehensverzicht zahlen, die Bausparsumme muss aber entsprechend niedrig sein und die Kosten gering. Laut Stiftung Warentest hebeln die staatlichen Prämien die Renditen von Bausparverträgen auf bis zu vier Prozent, wenn VL-Sparer auf eine Immobilienfinanzierung verzichten. Für Sparer von Vermögenswirksamen Leistungen mit Immobilienwunsch liegt der Bausparvorteil vor allem in niedrigen Darlehenszinsen von deutlich unter zwei Prozent. Das spart beim späterem Immobilienkauf oder der Sanierung viel Geld. Anieter von VL-Bausparverträgen sind die Landesbausparkassen sowie private Bausparkassen, etwa die Bausparkasse Mainz.

Vermögenswirksame Leistungen und Hypothekendarlehen

Mit Vermögenswirksamen Leistungen können Immobilienkäufer ihr Immobiliendarlehen schneller zurückführen. Das spart je nach Darlehenszins oft mehr als VL-Sparer alternativ mit einer Geldanlage erwirtschaften können. Fließen monatlich 40 Euro zusätzlich auf das Kreditkonto, sinkt die Restschuld eines Zehnjahresdarlehens mit 4,5 Prozent Effektivzins um 6.019 Euro. Urteil der Stiftung Warentest: „Eine lukrativere Geldanlage gibt es nicht.“
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Leserkommentare
24.01.2015 - von Goldbug
Alles Augenwischerei !
Hier "verdienen" nur die Versicherungen und die Banken ! Wenn es überhaupt "Profiteure" gibt, sind dieses GERINGVERDIENER ! 17.900€ BRUTTO/Jahr = Monatsverdienst um 1491,67 BRUTTO (!) Ergibt nach Abzügen von Sozialversicherungen und Steuern ein "Einkommen", welches geringfügig höher ist, als ein HARTZ-4-Satz inkl. aller Zulagen ! Zumal diese VL-"Einkünfte" auch noch VOLL VERSTEUERT werden müssen ! Fazit: Alles eine riesige Augenwischerei und LÜGE der BANKSTER ! "Sie wollen alle nur Ihr BESTES ! Nämlich IHR GELD !!! Für das Sie hart arbeiten müssen. Sonst nix ! Und jetzt nach Draghi's EZB-Geldschwemme, noch viel mehr. Den einzigen "Vorteil", den man sehen könnte, daß Ihr Arbeitgeber 50% an diesem "Betrug am Sparer" mitfinanziert und sie nicht alles alleine tragen müssen.
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