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23.02.2015 12:05

Deflation Wie gewinnen Sparer?

von Max Geißler Autor
Die Inflationsrate ist ins Minus gerutscht, die Sparzinsen folgen. Schlechte Zeiten also für Anleger? Nicht unbedingt, wenn man auf die richtigen Pferde setzt.
Deflation Wie gewinnen Sparer?
Sparen in der Deflation: Wer 2015 auf das richtige Anlagepferd setzt, hat gute Karten
Deflation ist das Gegenteil von Inflation. Die Preise steigen nicht mehr, sondern fallen. Was Verbraucher freut, lässt Politiker und Wirtschaftsmanager erschauern. Da Deflation normalerweise in Zeiten von wirtschaftlicher Depression auftritt, besteht die Angst, dass wir in einen wirtschaftlichen Abschwung geraten – mit all seinen negativen Folgen. Allerdings sehen viele Experten dafür kaum Anzeichen. Im Gegenteil: Nach Ansicht von Asoka Wöhrmann, Chief Investment Officer bei Deutscher Asset & Wealth Management, „sollte der Preisrückgang die Weltwirtschaft erst einmal beflügeln“. Schließlich dürften fallende Preise die Konsumausgaben der Verbraucher anregen. Wolfgang Juds, Geschäftsführer der Credo Vermögensmanagement in Nürnberg sieht es ähnlich: „Ich sehe keinen Preisverfall, sondern lediglich eine fehlende Inflation.“ Grund dafür sei vor allem der Rückgang des Ölpreises, einer der Hauptpreistreiber der letzten Jahre. Zudem hätten viele europäische Länder Sparmaßnahmen vorgenommen und Löhne zurückgefahren. Auch billigere Lebensmittel und der anhaltende Produktivitätsfortschritt drücken auf die Preise.

Die Europäische Zentralbank stemmt sich mit einer ausgesprochen lockeren Geldpolitik gegen Deflationstendenzen und das geringe Wirtschaftswachstum. Leidtragende dieses Kampfes sind die Sparer. Die Sparzinsen bewegen sich nahe der Nulllinie. Viele Anleger halten Vermögensaufbau mit Sparplänen und Festgeldern kaum noch für sinnvoll. Wohin also mit dem Ersparten? Welche Geldanlage ist bei Deflation und Nullzins noch attraktiv?

Tagesgeld, Festgeld oder Sparbrief: Deflation steigert Geldwert

Zunächst sollten Sie sich vor Augen führen, dass Deflation auch ihre guten Seiten hat. Denn sinkende Preise bedeuten im Gegenzug nichts anderes als dass der Wert des Geldes steigt. Haushalte können für ihr Vermögen mehr kaufen als noch vor einiger Zeit – damit steigt der reale Wert des eigenen Vermögens. Das gilt selbst dann, wenn Sparkonten wie Tagesgeld, Festgeld oder Sparbriefe keine Zinsen mehr zahlen. Für Zinssparer ist Deflation per se also nichts Schlechtes. Anleger können allerdings mehr als Deflationsgewinne herausholen. Dazu sollten Sie Teile Ihres Ersparten auf gut verzinsten Tagesgeldkonten oder Festgeldkonten anlegen. Dann winken neben Deflationsgewinnen auch Zinsgewinne. Dadurch sind bei Tagesgeld kumulierte Realrenditen von bis zu 1,5 Prozent möglich (Sberbank, ING-Diba, Wüstenrot), bei Festgeld von bis zu 2,5 Prozent (J&T Banka, VTB, Alior Bank).
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Aktien und Fonds profitieren von Dividenden

Zweiter Profiteur bei Deflation sind Wertpapiere. „Aktien werden durch die Dividende kurzfristig sehr interessant“, betont Stephan Witt, Kapitalmarktstratege der Berliner Finum Private Finance AG. Höhere Nachfrage puscht die Kurse von Aktien und Aktienfonds. Bei längerer Deflation und nachfolgendem Wirtschaftsabschwung sollten Sie allerdings bedenken, dass aufgrund der steigenden Arbeitslosigkeit der Konsum sinken wird. Die fallende Nachfrage wirkt sich schlecht auf die Unternehmen aus, wodurch die Aktienkurse tendenziell zurückgehen werden. Langfristig orientierte Käufer von Aktien und Aktienfonds sollten sich daher „auf Gesellschaften fokussieren, die ihren Gewinn hauptsächlich in Regionen mit geringer Deflation erwirtschaften“. Vor allem Emerging Markets in Asien dürften hier für Investoren interessant sein.

Anleihen in Rentenfonds verbuchen Kursgewinne

Auch Anleihen gehören nach Ansicht von Stephan Witt zu den Deflationsgewinnern. „Da ältere Wertpapiere höhere Zinsen bieten als neu emittierte, steigen die Kurse dieser Anleihen“, unterstreicht der Finanzexperte. Da zudem der Nennwert der Papiere über die Laufzeit fix bleibe und das Geld ja immer wertvoller werde, steige also auch der reale Wert der Anleihe. Trotzdem sollten Sparer das Zinsniveau im Auge behalten. Denn sollten die Zinsen wieder steigen, verlieren Anleihen an Wert. Da Einzelanleihen stets ein höheres Risiko beinhalten als ein ganzes Portfolio solcher Papiere, empfiehlt sich die Geldanlage in Rentenfonds. Sehr gute Zuwächse erzielten international ausgerichtete Rentenfonds, die Fünfjahresrenditen liegen zwischen sieben und elf Prozent. Europäische Rentenfonds stehen dem kaum nach: Hier liegen die Fünfjahresrenditen zwischen sechs und zehn Prozent.
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Licht und Schatten bei Gold und Immobilien

Eher schlechte Karten bei Deflation haben laut Witt Immobilien: „Da Geld immer wertvoller wird, Immobilien aber auf der Stelle treten, ist es für Anleger interessanter, eher auf Geldwerte zu setzen. Zwar würden Hauseigentümer Mieteinnahmen generieren, aber auch diese entwerten sich bei Deflation, sodass am Ende kaum Gewinn übrig bleibt. Immobilien bleiben also weiterhin ein Inflationsschutz. Besser sieht es hingegen bei Gold aus. Das Edelmetall ist zwar ein Sachwert, bei Deflation also eigentlich nicht zu empfehlen. Allerdings ist die große Schwäche des Goldes, dass es keine Zinsen abwirft, in deflationären Zeiten fast egalisiert, da es eh kaum Zinsen auf Sparguthaben gibt. Große Gewinne sind laut Witt aber nicht zu erwarten, da es bei Deflation nur geringe Nachfrage nach Gold geben werde.

Unser Fazit: Als Anleger fahren Sie bei Deflation mit einer Mixtur aus Tages- und Festgeld sowie Aktien- und Rentenfonds gut. Auch der Kauf von Edelmetallen wie Gold kann sich lohnen und das Vermögen insgesamt stabilisieren. Bei guter Lage und angesagten Wohnorten kann auch die Investition in die eigene Immobilie ein lohnenswertes Investment sein. Dies gilt besonders vor dem Hintergrund, dass bei Deflation die Kreditzinsen extrem günstig sind und die Kosten der Baufinanzierung dadurch sehr preiswert.
Gesamten Vergleich anzeigenTagesgeld Betrag: 10.000 €, Laufzeit: 3 Monate
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