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16.05.2014 15:52

Satte Zinsen bei Genossenschaften Über sieben Prozent Dividende

von Max Geißler Autor und Horst Biallo Autor
Sparalternativen zu den aktuellen Magerzinsen sind rar. Ein Lichtblick sind Genossenschaften – sie zahlen ihren Mitgliedern satte Dividenden!
Satte Zinsen bei Genossenschaften Über sieben Prozent Dividende
Satte Zinsen - bis zu 7,50 Prozent Dividende waren 2012 bei Genossenschaftsbanken drin
Sie suchen eine sichere, langfristige und hochprozentige Geldanlage? Dann sollten Sie einen Blick auf Genossenschaftsbanken und Wohnungsbaugenossenschaften werfen. Muss man bei Sparda-, Volks- und PSD-Banken meist ein Girokonto eröffnen, um dabei zu sein, ist das bei Wohnungsgenossenschaften ganz anders.

So gewährt die Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892 seit Jahren satte vier Prozent Dividende auf ihre Genossenschaftsanteile. Dabei spielt es keine Rolle, ob man in einer Immobilie der Genossenschaft wohnt oder nicht. Jeder kann Mitglied werden, egal wo er wohnt. Und auch die Höhe der Einlage ist flexibel. Mitglieder können bis zu 200 Anteile zeichnen. Ein Anteil kostet 300 Euro, das heißt, jedes Mitglied kann bis zu 60.000 Euro anlegen. Abzüglich des unverzinsten Pflichtanteils hätten Sparer damit zuletzt 2.308 Euro Dividende eingefahren. Beteiligungen von bis zu 31.000 Euro erlaubt die Chemnitzer Siedlungsgemeinschaft. Allerdings schütteten die Sachsen zuletzt nur zwei Prozent Rendite aus.
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Top-Dividenden bei Sparda- und PSD-Banken

Neben preisgünstigem Zahlungsverkehr, etwa durch gebührenfreie Girokonten und kostenlose Geldautomaten, bieten viele PSD-, Sparda- und Volksbanken attraktive Zinsen auf ihre Genossenschaftsanteile. Laut einer aktuellen Umfrage von biallo.de erreichen die Dividenden mehr als sieben Prozent. Zwar ist der Zugang zu den Genossenschaftsanteilen in der Regel begrenzt. Da aber auch Ehepartner und Kinder Genossenschaftsmitglied werden können, können Familien ihre Einlage leicht verdoppeln oder verdreifachen. Sie sind schon Kunde einer PSD- oder Sparda-Bank und haben erst einen Anteil gezeichnet, obwohl sie mehrere zeichnen könnten? Dann sollten Sie das schleunigst nachholen!

Genossenschaft

Anlagebetrag max. pro Mitglied in €

Dividende
2012 in %

Zur Bank

Berliner Bau- und Wohnungs-genossenschaft von 1892

60.000,00

4,00


Sparda Bank Berlin

1.352,00

3,00 + 1,0 Bonus


PSD Bank Berlin-Brandenburg

1.000,00

6,00


Sparda Bank Nürnberg

520,00

4,50

PSD Bank Nürnberg

500,00

5,00 + indiv. Bonus


PSD Rhein Neckar Saar

500,00

7,00

VR-Bank Landsberg-Ammersee

300,00

4,75


PSD Hessen Thüringen

300,00

5,00

Sparda Bank München

260,00

4,50

Sparda Bank West

156,00

5,95

PSD Koblenz

100,00

4,50


PSD Rhein Ruhr

100,00

7,50

Sparda Bank Hessen

52,00

4,50

Sparda Bank Münster

52,00

4,00

Genossenschaftsbanken stellen Bedingungen

Kunden von Genossenschaftsbanken müssen in aller Regel Mitglied der entsprechenden Bankgenossenschaft sein. Das gilt aber nicht bei jeder Bank. „Rein theoretisch kann jeder bei uns einen Anteil zeichnen, ohne einen Kredit aufzunehmen oder ein Girokonto zu eröffnen“, heißt es zum Beispiel bei der PSD Bank Rhein-Ruhr. Ein Genossenschaftsanteil kostet zwischen 50 und 100 Euro, die Geldinstitute zahlen darauf jährlich eine Dividende. Die Höhe der Ausschüttung ist allerdings nicht garantiert. Die Zahlung wird jährlich neu festgelegt und richtet sich nach dem unternehmerischen Erfolg. Da Genossenschaftsbanken jedoch nicht mit den Kundengeldern an den internationalen Kapitalmärkten spekulieren, erwirtschaften sie auch in Krisenzeiten stabile Renditen. Die Anteile unterliegen zwar nicht der Einlagensicherung deutscher Banken, doch während der jahrzehntelangen Geschäftspraxis ist noch nie eine Genossenschaftsbank Pleite gegangen. Das Ausfallrisiko für das eingesetzte Kapital tendiert also gegen Null.

Eine Hürde stellt das Regionalprinzip dar. Alle Genossenschaftsbanken nehmen nur Mitglieder innerhalb ihres Geschäftsbereichs auf. Manchmal bestehen allerdings Schlupflöcher, etwa wenn Kunden im Geschäftsgebiet der Bank eine Immobilie erwerben und eine Finanzierung vor Ort abschließen. Hier lohnt die Nachfrage. Man muss jedoch auch wissen: Wer aussteigen will, muss eine Kündigungsfrist von bis zu sechs Monaten beachten. Die Auszahlung der Einlage samt Zinsen erfolgt nach der Hauptversammlung im Folgejahr, die meist im Mai stattfindet. Da eine Genossenschaftseinlage jedoch als langfristiges, gut verzinstes unternehmerisches Engagement zu betrachten ist, sollte das nicht so sehr ins Gewicht fallen.

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Leserkommentare
Kommentare können sich auf eine ältere Version des Artikels beziehen.
19.05.2014 - von Harald
@Dirksen: bevor man einfach los schreibt, wäre es besser sich auch mal richtig zu informieren. Die Leipziger Wohnbaugesellschaft ist Pleite gegangen - richtig. Es handelte sich dabei aber um keine Genossenschaft. Hier in dem Artikel geht es aber eben um Genossenschaften. Das Risiko bei Wohnbaugenossenschaften ist eher theoretischer Natur...
17.05.2014 - von Dirksen
Genossenschaftten zahlen hohe Dividenden
Das ist eine Lachnummer, so etwas in dieser Form Publik zu machen. Wer nicht wirklich zu zu einer Genossenschaftsbank steht, die übrigens auch Kredite an Hedge-Fonds verkaufen, zu Lasten ihrer eigenen Kunden, der sollte davon die Finger lassen. Es lohnt doch nicht, da hinterher zu rennen! Beteiligung ist auch Risiko, vor allem bei den Wo-Bau-Unternehmen. Was haben denn die Anleger bei der Leipziger Wohnbau erlebt? Eine Pleite, hohe Verluste!
11.07.2013 - von Lothar R.
Leider gibt es immer mehere Seiten einer Medalie
Ich stimme C.Schmidt und Werner Deuerlich zu. Des Weiteren sind die Anzahl der Genossenschaftsanteile in der Regel auf kleine Anteilszahlen limitiert. Was nur kleine Anlagesummen ermöglicht. Was die Nachschuss Pflichtangeht gibt es aber auch noch andere Risiken bei Geldanlage in Genossenschaftsanteile. (siehe hier: www.sozialinvestieren.de/blog/risiken-bei-kapitalanlagen-in-genossenschaften/ Letztlich kömmt es auf den Mix an und ob ich auf das Geld auch um die 2 Jahr nach Kündigung des Anteils warten kann. Den das steht meistens in den Satzungen.
25.12.2012 - von Georg W.
Wertvolle Informationen fehlen
Was hier leider noch nicht erwähnt wird sind die Themen Haftung und Verkauf der Anteile. Da gibt es erhebliche Unterschiede. Teilweise haftet das Genossenschaftsmitglied mit der doppelten Summe seiner Einlage. Teilweise dauert es bis zu 1,5 Jahre, bis man sein Geld zurück bekommt.
19.12.2012 - von Werner Deuerlich
Sparda-Bank Hessen
Die Sparda-Bank Hessen verkauft nach meiner Information nicht mehr als einen Genossenschaftsanteil. Zumindest wurde mir mitgeteilt, dass ich keine weiteren erwerben könne.
18.12.2012 - von C.Schmidt
Nicht ganz...
"Kunden von Genossenschaftsbanken müssen in aller Regel Mitglied der entsprechenden Bankgenossenschaft sein." Gemeint ist wohl: Mitglied kann in aller Regel nur werden, wer auch Kunde der Bank ist. Andere Fakten sind auch nicht ganz zutreffend. So gibt es Anteile von 600.- €. Aus der Vergangenheitsbetrachtung kann man durchaus ableiten, dass Genossenschaftsanteile eine sehr sichere Anlage sind. Allerdings sehen manche Banken in ihrer Satzung eine Nachschusspflicht vor, so dass das Mitglied theoretisch nicht nur seinen Anteil verlieren kann, sondern sogar noch draufzahlen muss. Wie gesagt, Theorie - aber man sollte das wissen.
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