Girokonto Vergleich Welche Bank zahlt noch Zinsen?

Girokonto Vergleich Welche Bank zahlt noch Zinsen?

Max Geißler
von Max Geißler
21.08.2016
Auf einen Blick

Die meisten Girokonten verzinsen sich nicht. Doch es gibt Ausnahmen. Manche Bank zahlt Zinsen auf's Konto und gewährt außerdem Topzinsen für Tagesgeld.

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Konditionen auf dem Girokonto schwanken

Das allseits passende Girokonto zu finden, gleicht einer Nadel im Heuhaufen. Mal berechnen die Geldhäuser Monatspauschalen oder fordern Gebühren für Kreditkarten. Andere Institute gewähren Guthabenzinsen und kostenlose Kreditkarten. 

Um Nachteile zu vermeiden, führen viele Haushalte Konten bei verschiedenen Banken. Doch das ist umständlich. Zweckmäßig wäre eine Bankverbindung, die vielerlei Ansprüchen gerecht wird und wenig kostet.

Ein Hauptaugenmerk bei der Kontowahl liegt auf dem monatlichen Grundpreis. Statt alle vier Wochen sechs oder sieben Euro an die Bank zu zahlen, können Sie mit Internetbanking ordentlich sparen. Online-Konten von Direktbanken kosten häufig keinen Cent, etwa bei Comdirect,DKB Bank oder ING-Diba. Netbank und 1822 direkt verzichten auf Gebühren sobald monatlich Geld eingeht. Das kann Gehalt, Rente oder Bafög sein. Preiswerte Girokonten bieten auch Sparda- und PSD-Banken. Die ehemalige Eisenbahner-Bank Sparda erlässt die Monatspauschale, wenn Gehalt oder Rente auf das Konto fließen - bei vielen PSD Banken ist es ähnlich.

Guthabenzinsen auf dem Girokonto immer seltener

Besonders attraktiv sind gebührenfreie Girokonten, die zusätzlich das Guthaben ihres Kontoinhabers verzinsen. Allerdings ist dies im aktuellen Zinstief immer seltener der Fall. Fast alle Banken haben ihre Zinsen fürs Girokonto auf Null gesenkt - das aktuelle Leitzins-Niveau der EZB.  Eine Ausnahme bildet das Girokonto der Santander Bank, das sich mit 0,1 Prozent verzinst.

Höhere Guthabenzinsen bietet die mit türkischen Wurzeln behaftete Ziraat Bank. Beim sogenannten "Kombikonto" erhalten Sparer noch vergleichsweise überdurchschnittliche Guthabenzinsen von 0,2 Prozent . Das Konto ist ein Mix aus Giro- und Tagesgeldkonto. Kontoinhaber können alle herkömmlichen Funktionen eines Girokontos nutzen. Nachteil: Für die Bargeldversorgung stehen bundesweit nur acht kostenlose Geldautomaten zur Verfügung, ansonsten fallen Gebühren der Fremdbank an.

Bessere Zinsausbeute: Tagesgeldkonto und Girokonto kombinieren

Statt Guthaben auf Girokonten zu verzinsen offerieren immer mehr Banken höher verzinste Tagesgeldkonten. Überweisungen sind kinderleicht: Mit einem einfachen Mausklick oder per Dauerauftrag schieben Sie überschüssige Gelder vom Girokonto aufs Tagesgeldkonto und zurück. Ihr Erspartes wird es Ihnen danken. So gewährt etwa die DKB Bank 0,6 Prozent Zinsgutschrift auf das als Anlagekonto geführte Kreditkarten-Konto. Audi- und Volkswagenbank schreiben 0,3 Prozent Zinsen für ihre Tagesgeldkonten gut, Norisbank und Consorsbank je 0,2 Prozent.

Positiv: Kreditkarte und Partnerkarte gibt’s zum DKB Girokonto (Cash-Konto) kostenlos dazu. Auch die ING-Diba ermöglicht mit 1,0 Prozent Tagesgeldzinsen für Neukunden vorhandene Girokonto-Guthaben zu steigern. Nur unwesentlich weniger, nämlich 0,84 Prozent, bietet Consorsbank seinen Neukunden. Dafür gilt die Zinsgarantie immerhin zwölf Monate. Audi Bank und Volkswagen Bank direkt offerieren jeweils 1,1 Prozent Zinsen für vier Monate.

Ihr Vorteil: Tagesgeld ist flexibel und kann jederzeit auf das Girokonto zurücküberwiesen und abgehoben werden.

Tipp fürs Girokonto:Beim Girokonto sollten Sie auf viele weitere Bedingungen achten, etwa auf die Höhe der Dispozinsen oder die Anzahl gebührenfreier Geldautomaten. Der Girokontenrechner auf biallo.de zeigt eine Vielzahl solcher Details und ermittelt die anfallenden Kosten.

Lese-Tipp: 

Zahlen Sie für Ihr Girokonto noch Gebühren? Dann sehen Sie sich doch einfach mal das Girokonto der DKB genauer an. Mehr dazu finden Sie in unserem Artikel: "Zahlungsverkehr Girokonto und Kreditkarte – bei der DKB kostenlos".

3
 
Anbieter
Ertrag pro Jahr
Dispozinsen
Guthabenzinsen
 
1.
 +6,10 €
6,90%
 bis 0,4%
2.
 +5,34 €
6,99%
 bis 0,35%
3.
 +4,58 €
8,99%
 0,3%
Geldeingang 2.500 €, niedrigster Kontostand 900 €
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Max Geißler
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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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