Girokonten Diese Banken helfen beim Kontenwechsel

Brigitte Watermann
von Brigitte Watermann
20.09.2013
Auf einen Blick

Eher trennen sich Deutsche vom Ehepartner - als von ihrer Bank. Dabei kann ein Kontowechsel Kosten sparen helfen. Spezielle Kontowechselservices der Banken machen den Neuanfang so einfach wie möglich.

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Top-Anbieter wie der aktuelle Spitzenreiter im Biallo-Girokonten-Vergleich, die DKB, aber auch Consorsbank oder ING-Diba punkten zum Beispiel mit weltweit (ING-Diba: im Euroraum) kostenloser Bargeldversorgung. Und sie bieten angesichts der allgemeinen Mini-Zinsen passable Anlagezinsen.

Wichtigster Hinderungsgrund für einen Kontowechsel dürfte der Aufwand sein, den der Wechsel macht: Vermieter, Arbeitgeber, Stromanbieter, Versicherungen, Vereine & Co. müssen informiert werden. Das kostet Zeit und Mühen. Was viele Wechselwillige nicht wissen: Spezielle Kontowechselservices machen es den Kunden so leicht wie möglich, das Girokonto zu verlegen. Biallo.de nennt die interessantesten Services der Banken, die sich in unserem Girokonten-Vergleich unter den Top-Anbietern befinden.


Kontowechsel: Wer bietet was?

Netbank: Seit Ende August hat die Netbank einen neuen, besonders ausgefeilten Kontowechselservice für alle Giro-Neukunden im Angebot. Sie wolle den Vorgang „so angenehm und stressfrei wie möglich gestalten“, sagt Peer Teske, Vorstand der Netbank. „Deshalb informieren wir alle Zahlungspartner über die neue Bankverbindung – unkompliziert und ohne zusätzliche Kosten“, so Teske. In nur wenigen Minuten sei alles erledigt, stellt er in Aussicht. Entscheidet sich ein Kunde für ein neues Girokonto, erhält er kurz nach der Kontoeröffnung per E-Mail die Zugangsdaten für den Kontowechselservice des Instituts. Damit kann er bis zu 40 Zahlungspartner über seine neue Bankverbindung informieren lassen. Mit ein paar Klicks kann der Kunde aus einer Online-Datenbank seine Zahlungspartner auswählen. Er muss dabei nicht jede einzelne Vertragsnummer heraussuchen. Die Netbank übernimmt dann die Übermittlung der neuen Bankverbindung an alle Zahlungspartner und das anfallende Briefporto. Nach Information der Bank hat dies einen Wert von 20 Euro, wird aber kostenlos bei Eröffnung des Kontos angeboten.

Comdirect: Auch bei der Comdirect kann man einen speziellen Kontowechselservice in Anspruch nehmen. Sie bietet ebenfalls eine Adressdatenbank mit Anschriften großer Unternehmen an. Darüber hinaus kann man sich auf die jeweilige Website verlinken lassen, um die Kontodaten online zu ändern. Im persönlichen Bereich lassen sich außerdem automatisiert personalisierte Anschreiben für die jeweiligen Unternehmen erstellen mit den neuen Kontodaten. Darüber hinaus haben Kunden auch die Möglichkeit, auf Anfrage hin den ebenfalls kostenlosen Komfort-Wechselservice in Anspruch zu nehmen. „Der Kunde sendet Comdirect dann relevante Kontoauszüge oder eine entspreche Auflistung der zu informierenden Zahlungsempfänger und –leistenden zu“, so Sprecherin Christine Krämer. Comdirect erstellt dann auf dieser Basis die notwendigen Benachrichtigungsanschreiben und stellt dem Kunden eine abschließende Übersicht zur Verfügung.

Sparda-Bank:
Komfortabel ist auch der Kontowechsel zur Sparda Bank. Beispielsweise die Sparda Bank Ostbayern schreibt alle Lastschriften und Daueraufträge für ihre neuen Kunden um, übernimmt den Versand und das Porto des Schriftverkehrs. Außerdem erledigt sie alle Formalitäten für die Auflösung oder Übertragung der bisherigen Bankverbindung. Infos gibt es unter: www.sparda-ostbayern.de/kontowechselservice.php Der Kunde muss dafür in die Filiale kommen und die erforderlichen Unterlagen (wie z.B. Kontoauszüge, Informationen zu Bankverbindungen & Co.) mitbringen. „Alles Weitere erledigen wir“, so ein Sprecher der Sparda Bank Ostbayern.

Vieles geht automatisch beim Kontowechsel zur Postbank

Postbank: Auch bei der Postbank kann man sich helfen lassen. Sie kündigt im Auftrag des Kunden die alte Kontoverbindung, übernimmt automatisch den Habensaldo auf dem alten Konto. Zudem löscht sie Daueraufträge und richtet sie auf dem neuen Konto wieder automatisch ein, hält vorausgefüllte Musteranschreiben zur Änderung der Bankverbindung bei Lastschriften parat sowie eine Broschüre mit Änderungsvordrucken und eine Checkliste. Den Service gibt es unter www.postbank.de/kontowechsel-service.

Wüstenrot Bank: Bei der Wüstenrot Bank gibt es zum einen den Kontowechselservice Online mit Adressdatenbank. Das System erstellt dann die Briefe für den Versand, die der Kunde dann noch wegschicken muss. Beim Kontowechselservice Plus trägt der Kunde alle Adressaten des Kontowechselservices in ein Formular ein und sendet es an die Wüstenrot Bank. Sie informiert dann die Adressaten in seinem Auftrag über den Kontowechsel.

DKB: Auch die DKB bietet einen Online-Kontowechselservice an, über den man die alte Bank, aber auch verschiedene Dienstleister direkt informieren kann. Alternativ stehen Musterformulare im Internet bereit.
 

Bei der Norisbank ist der aktive Kunde gefragt

Norisbank: Etwas mehr Arbeit macht der Kontowechsel zur Norisbank. Sie stellt auf ihrer Website etwa Formulare zur Kontoschließung bei der Altbank bereit, aber auch Änderungsaufträge, die man gleich ausfüllen und dann an Versicherungen, Vermieter und Co. verschicken kann. Der Kunde erhält eine „übersichtliche Orientierung der zu erledigenden Dinge und zugleich die dazu gehörigen Formulare“, so eine Sprecherin der Bank.

DAB Bank: Ähnlich läuft es auch bei der DAB Bank, die man mit der Schließung des alten Kontos beauftragen kann. Sie hält auf ihrer Website auch ein Checklistenformular bereit. Es ermöglicht die Orientierung, wen man alles informieren muss. Aber: Den Schriftverkehr muss man selbst übernehmen.

Edeka Bank: Checklisten und beschreibbare PDF-Vorlagen für den Kontowechsel bietet die Edeka Bank an.

Consorsbank: Hier gibt es bislang nur eine Checkliste für den Kontowechsel sowie teilweise vorausgefüllte PDF-Vorlagen. Die Bank mit französischen Wurzeln und fränkischem Sitz in Nürnberg stellt aber für 2014 einen komfortablen Online-Wechselservices in Aussicht.


Bei der ING-Diba gibt’s aktuell 75 Euro beim Kontowechsel dazu

ING-Diba: Bei der mit acht Millionen Kunden größten Direktbank Europas muss der wechselwillige Kunde beim Kontowechsel noch einiges selbst erledigen. Er erhält nach Eröffnung eine persönliche Servicemappe. Darin gibt es alle wichtigen Informationen, die man für den reibungslosen Bankwechsel braucht. Dazu zählen Vorlagen für die Umstellung von Gehalt, Rentenversicherung & Co., die man auch nachbestellten kann.

Tipp: Wer bei der ING-Diba sein erstes Girokonto bis zum 30.11.2013 eröffnet, kann sich eine Gutschrift von 75 Euro sichern.

3
 
Anbieter
Ertrag pro Jahr
Dispozinsen
Guthabenzinsen
 
1.
 +6,10 €
6,90%
 bis 0,4%
2.
 +5,34 €
6,99%
 bis 0,35%
3.
 +4,58 €
8,99%
 0,3%
Geldeingang 2.500 €, niedrigster Kontostand 900 €
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Für meine Leser bin ich stets auf der Suche nach neuen Angebots- und Konditionen-Trends bei Direkt- und Filialbanken. Denn mein Ziel ist es, dass Anleger wohl durchdachte Entscheidungen treffen können, welchen Anbietern sie ihr Vertrauen schenken. Außerdem schreibe ich seit vielen Jahren zu den Themen Vermögensaufbau und Altersvorsorge, aber auch Anlegerschutzrecht und Steuern. Private Geldanleger und ihre Bedürfnisse stehen dabei für mich immer im Fokus.  

In München und Washington, D.C., habe ich Diplom-Journalistik und Diplom-Volkswirtschaftslehre studiert, außerdem meine Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule in München absolviert. Nach meinem Berufseinstieg als Redakteurin beim Anlegermagazin Börse Online arbeitete ich von 1998 bis 2000 als Investor Relations Managerin bei der HypoVereinsbank. 2000 kehrte ich als Ressortleiterin zu Börse Online zurück und verantwortete dort bis 2009 die Bereiche “Geld und Vorsorge” sowie die Portrait- und Interviewstrecke “Börsianer und Anleger”. In dieser Zeit habe ich mehrere renommierte Journalistenpreise gewonnen.  

Seit 2009 schreibe ich für biallo.de, aber auch für Capital, Euro am Sonntag, Euro und weiterhin für Börse Online sowie für andere bekannte überregionale Wirtschaftsmedien. Gemeinsam mit früheren Börse Online-Kollegen betreibe ich den börsentäglichen Blog finanzjournalisten.blogspot.com. Daneben bin ich als Referentin für Wirtschaftsjournalismus an der Deutschen Journalistenschule München sowie als Moderatorin von Podiumsdiskussionen tätig.

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