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Bankkunden-Umfrage Beratung für Senioren lässt zu wünschen übrig

Sebastian Schick
von Sebastian Schick
18.11.2016
Auf einen Blick

Die ältere Generation wird für viele Wirtschaftszweige als Zielgruppe immer wichtiger. Die Banken jedoch haben die Zeichen der Zeit offenbar noch nicht erkannt.

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Das Klischee vom internetscheuen Rentner, der das Online-Banking meidet wie der Teufel das Weihwasser, hat längst ausgedient. Wie verschiedene Studien belegen, regelt mittlerweile jeder zweite Deutsche über 60 Jahre seine Bankgeschäfte am Computer. In puncto Beratung und Service sehen viele Senioren allerdings deutliches Verbesserungspotenzial. Das zeigt eine Umfrage der Deutschen Seniorenliga (DSL) und der Verbraucherzentrale Bremen.
 

Bedürfnisse der Senioren nicht berücksichtigt

Die DSL hat 430 Bankkunden über 50 Jahre befragt. Die meisten (91 Prozent) sind zwar zufrieden oder sogar sehr zufrieden mit ihrer Hausbank. Dennoch vermisst jeder Zweite (56 Prozent) eine Beratung, die speziell auf seine Bedürfnisse zugeschnitten ist. „Dies zeigt deutlich den Wunsch nach einem speziellen Service für Ältere“, erläutert Annabel Oelmann, Vorstand der Verbraucherzentrale Bremen. „Dabei wollen sie nicht als Senioren angesprochen werden, sondern unter Berücksichtigung ihrer finanziellen, familiären und sozialen Lebenssituation.“

Banken müssen umdenken

Viele Bankkunden (61 Prozent) wissen gar nicht, ob ihre Bank einen speziellen Service für Ältere anbietet oder geben an, dass es bei ihrer Bank solche Dienstleistungen nicht gibt (29 Prozent). Die Seniorenliga sieht die Dienstleister in der Pflicht: „Nach unserer Einschätzung werden Banken ohne seriöse Seniorenstrategie zu den Verlierern in diesem wachsenden Marktsegment gehören“, warnt Erhard Hackler, Vorstand der Seniorenliga. „Die Zielgruppe der Älteren ist sehr heterogen mit unterschiedlichen Zielen und Wünschen. Das erfordert individuelle Lösungen.“

Nach wie vor stehen die klassischen Filialbanken bei den älteren Kunden hoch im Kurs. So nutzen 84 Prozent der Befragten primär eine Sparkasse, Volksbank oder Privatbank. Dagegen sei nur knapp jeder Zehnte (9 Prozent) Kunde einer Direktbank. Allerdings geht die Tendenz klar zur Zweitbank. So geben drei von vier Befragten an (71 Prozent), mindestens zu zwei Banken eine Geschäftsbeziehung zu unterhalten.

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nach seinem Studium für das Lehramt an Gymnasien mit der Fächerkombination Deutsch/Latein/Geschichte in Würzburg und Berlin entschied sich Sebastian Schick für den Journalismus. 2005 absolvierte er die Ausbildung zum Rundfunkjournalisten an der Akademie für Neue Medien in Kulmbach.

Direkt im Anschluss volontierte er beim Deutschen Anleger Fernsehen (DAF), wo er sich in seiner zehnjährigen Laufbahn ein umfangreiches Fachwissen zum Thema Geldanlage und Börse aneignete. Zuletzt baute er als Chefredakteur in Kooperation mit dem Kurier Medienhaus den österreichischen TV-Sender DAF Austria mit auf. Bei biallo.de schreibt er als Redakteur über das Thema Kredit und Geldanlage. 

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Direkt im Anschluss volontierte er beim Deutschen Anleger Fernsehen (DAF), wo er sich in seiner zehnjährigen Laufbahn ein umfangreiches Fachwissen zum Thema Geldanlage und Börse aneignete. Zuletzt baute er als Chefredakteur in Kooperation mit dem Kurier Medienhaus den österreichischen TV-Sender DAF Austria mit auf. Bei biallo.de schreibt er als Redakteur über das Thema Kredit und Geldanlage. 

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