Produktcheck "0-Euro-Konto" Commerzbank

Thomas Brummer
von Thomas Brummer
11.05.2016
Auf einen Blick

Die Fußballer der deutschen Nationalmannschaft bewerben das „0-Euro-Konto“ der Commerzbank. Sind dessen Leistungen weltmeisterlich?

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Merkmale

In Sachen Werbung fährt die Commerzbank große Geschütze auf: Thomas Müller, Manuel Neuer und etliche weitere Nationalspieler machen Werbung für das Girokonto der Commerzbank. Doch ist das "0-Euro-Konto" auch Weltklasse? Für Kunden fallen keine Kontoführungsgebühren an. Aber eben nur dann, wenn es einen monatlichen Geldeingang von 1.200 Euro gibt. Wenn nicht, werden 9,90 Euro fällig. Außerdem locken die Frankfurter mit einem Startguthaben in Höhe von 100 Euro. Das gilt aber nur, wenn Sie seit mindestens 24 Monaten kein Zahlungsverkehrskonto bei der Commerzbank hatten und das Konto drei Monate aktiv nutzen. Kostenlos Bargeld erhält man an rund 9.000 inländischen Geldautomaten. Die Commerzbank gehört wie Deutsche Bank, Postbank, Hypovereinsbank oder auch Norisbank der Cash Group an.

Stärken

Die Bargeldversorgung im Inland ist – zumindest in den Städten – ausreichend. Gutverdienende erhalten ein Konto ohne monatliche Grundgebühr, das sie sowohl online als auch über die Bankfilialen führen können.

Schwächen

Die von der Bank herausgestellten Vorzüge ("0-Euro-Konto") gibt es nur zu bestimmten Bedingungen. Zudem gehören die Soll- und Überziehungszinsen schon fast traditionell zu den höchsten Sätzen bundesweit. Und dazu kommt: Eine Kreditkarte müssen Sie für mindestens 39,90 Euro im Jahr dazu buchen. Will der Partner auch eine, sind noch einmal 29,90 fällig.

Wettbewerber

Wer sein Konto über eine Filiale führen will, ist bei vielen Sparkassen, sowie Volks- und Raiffeisenbanken immer dann besser aufgehoben, wenn deren Sollzinsen günstiger sind. Mehr gebührenfreie Geldabhebe-Möglichkeiten gibt es dort auch. Wer sein Konto online führt, kommt an Direktbanken wie Deutsche Kreditbank (DKB), ING-Diba oder der Commerzbank-Tochter Comdirect nicht vorbei, weil die Bargeldversorgung international besser ist, die Sollzinsen deutlich niedriger sind und es keine Bedingungen für den Verzicht auf die monatliche Grundgebühr gibt.
 

Fazit: Das "0-Euro-Konto" der Commerzbank ist ganz und gar nicht weltmeisterlich - bis auf die 100 Euro Kopfgeld für alle, die wechseln.

Bewertung
Commerzbank - 0-Euro-Konto
Kontoführung (30 Prozent) Kontoführung (100%) 3 3.0
Abhebung (25 Prozent) Abhebung (100%) 2 2.0
Karten (15 Prozent) Karten (100%) 2 2.0
Zinsen (25 Prozent) Dispozins (80%) 2 Guthabenzins (20%) 1 1.8
Service (5 Prozent) Userurteile (100%) 3 3.0
Gesamtbewertung (Bestnote: 5 Sterne) 2.3
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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Seit Januar 2014 ist er bei biallo.de und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Seit Januar 2014 ist er bei biallo.de und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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