Girocard eingezogen? So handeln Sie richtig

Girocard eingezogen? So handeln Sie richtig

Max Geißler
von Max Geißler
24.06.2015
Auf einen Blick

Geldabheben am Bankautomaten ist eigentlich ein Kinderspiel. Doch manchmal behält der Automat die Geldkarte ein. Wie bekommt man sie zurück?

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In Deutschland versorgen über 60.000 Geldautomaten Verbraucher mit Bargeld. In der Regel läuft dabei alles nach Plan: Einfach die Girocard oder die Kreditkarte in den Automaten stecken, Geheimnummer eintippen, den gewünschten Betrag wählen und das Geld abheben. Doch in Ausnahmefällen gibt der Automat die Karte nicht zurück. Was soll man in diesem Fall tun?

„Grundsätzlich zieht der Automat eine Karte nur dann ein, wenn sie gesperrt ist“, heißt es dazu beim Bankenverband. Häufig sind Bankkunden daran selbst schuld, etwa weil sie die PIN-Nummer dreimal falsch eingegeben haben oder die Karte haben sperren lassen, weil sie angeblich verloren gegangen ist, später aber wieder gefunden wurde. Der Karteeinzug erfolgt auch, wenn die Girocard bzw. die Kreditkarte abgelaufen ist. In diesem Fall müsste man bereits eine neue Karte von seiner Bank bekommen haben. Einige Geldautomaten ziehen die Geldkarte ein, wenn man zu lange mit der Eingabe der PIN-Nummer zögert.

Wie bekommt man die Girocard zurück?

Ist die Karte im Automat verschwunden, benötigen Sie die Mithilfe der Bank. Befindet sich der Geldautomat in einer Filiale und hat diese geöffnet, kann man sich sofort an einen Bankmitarbeiter wenden. Ist dies nicht möglich, etwa weil die Filiale schon zu hat oder sich der Geldautomat außerhalb der Bank befindet, ist ein Anruf bei der kartenausgebenden Bank Pflicht. Dort kann man den Sachverhalt schildern und gegebenenfalls eine neue Karte beantragen. Dabei sollte man die eingezogene Girocard oder Kreditkarte vorsorglich sperren lassen. Wird die Bank- oder Kreditkarte an einem Geldautomaten im Ausland eingezogen, dann ist die Kartensperrung auf jeden Fall ratsam. Nutzen Sie dazu den Sperr-Notruf +49 116 116.

Neue Girocard beantragen

Bis die neue Karte Geldkarte im Postkasten liegt, kann allerdings einige Zeit vergehen. Wurde die Karte von einem Automaten des eigenen Instituts bzw. in der eigenen Bankfiliale eingezogen, erhalten Sie die gleiche Karte zurück, sofern sie nicht abgelaufen oder beschädigt ist. Ist eine neue Girocard oder Kreditkarte nötig, können hierfür Gebühren anfallen. Die Kosten hierfür erfahren Sie im Preis- und Leistungsverzeichnis der Bank bzw. in den jeweiligen Nutzungsbedingungen. DKB und ING-Diba berechnen zum Beispiel für zu ersetzende Girocards oder Kreditkarten jeweils zehn Euro, sofern der Kartenwechsel vom Karteninhaber verschuldet ist; die Volkswagen Bank fordert 15 Euro. Die Sparda Bank München erhebt unterschiedliche Gebühren: Während für die Girocard nur fünf Euro für die Ersatzkarte anfallen, schlägt die Kreditkarte (Mastercard) mit 20 Euro zu Buche.

Kreditkarte kann aushelfen

Hat der Geldautomat die Girocard eingezogen und rückt sie nicht wieder heraus, kann das Geldziehen mit Kreditkarte eine echte Alternative sein. Allerdings sollten dafür keine Gebühren anfallen. Innerhalb Deutschlands berechnen zum Beispiel die Kreditkarten von Consorsbank, DAB Bank und DKB keine Gebühren beim Geldabheben, die Kreditkarte von Comdirect verzichtet darauf im außereuropäischen Ausland.

  Biallo-Tipp:Um fällige Kreditzinsen zu vermeiden, sollten Sie stets ein kleines Guthaben auf Ihrem Kreditkartenkonto bunkern.

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Max Geißler
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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

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