Fünf Konten überzeugen

Girokonto für Jugendliche Fünf Konten überzeugen

Max Geißler
von Max Geißler
07.12.2016
Auf einen Blick
  • Immer mehr Banken kassieren beim Girokonto ihre Kunden ab.
  • Junge Bankkunden erhalten aber weiterhin bei einigen Banken kostenlose Konten.
  • Bei einer Sparkasse gibt es für die junge Kundschaft sogar 1,5 Prozent Zinsen, eine andere Bank gewährt 50 Euro Startguthaben und ein Abo der Wochenzeitung "Die Zeit".
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Fast alle Banken und Sparkassen bieten Girokonten für Schüler, Studenten und Azubis. Drei Gemeinsamkeiten sind dabei festzustellen: Jugendkonten berechnen keine Kontoführungsgebühr, verzichten auf Gebühren beim Bargeldziehen an Automaten und erlauben mobiles Onlinebanking. Manche Banken locken mit attraktiven Startprämien oder Shoppingrabatten. Hier unsere fünf Favoriten:

Top Giro Young von Wüstenrot direct

Das reine Online-Konto ist bis zum 24. Lebensjahr kostenlos. Azubis mit einem monatlichen Geldeingang von mindestens 500 Euro spendiert Wüstenrot 100 Euro Startprämie, wenn sie das Young-Konto aktiv nutzen. Bargeld zum Nulltarif gibt es mit der Girocard an rund 3.000 Geldautomaten der Cash-Pool-Gruppe sowie mit der Visa Card 24-mal pro Kalenderjahr an allen Geldautomaten mit Visa-Logo. Die Standard-Visakarte kostet allerdings 19 Euro Jahrespauschale.

Besser ist es, wenn Jugendliche die Visa Prepaidkarte wählen. Die sogenannte card4you ist kostenlos, zusätzlich winken Sofortrabatte von bis zu zehn Prozent oder Cashback von bis zu 20 Prozent in über 5.000 Städten sowie beim Onlineshoppen. Kontoüberziehungen sollten Schüler und Studenten aber besser vermeiden, denn der Dispokredit sowie der Zinssatz für geduldete Überziehungen sind mit 10,87 bzw. 14,87 Prozent nicht gerade günstig. Fazit: Günstiges Direktbankkonto mit guten Rabattchancen.

Cash-Xtra der Mittelbrandenburgischen Sparkasse

Schüler, Studenten und Azubis im Raum Potsdam/Brandenburg haben einen klaren Favoriten: das Girokonto Cash-Xtra. Bis zum 25. Lebensjahr sind Konto und Kreditkarte gratis, ebenso der Bargeldbezug an rund 25.000 Geldautomaten der Sparkassengruppe. Das Beste: Die Mittelbrandenburgische Sparkasse (MBS) zahlt Top-Guthabenzinsen von 1,5 Prozent – das findet sich derzeit bei keiner Bank! Außerdem können sich Jugendliche in allen Sparkassen-Filialen beraten lassen.

Die Kontoführung ist sowohl online als auch offline möglich. Die MBS räumt Jugendlichen Dispokredite bis zu 500 Euro ein. Positiv: Geht eine Bankkarte verloren, gibt es kostenlosen Ersatz. So viel Gutes bleibt nicht ohne Wirkung: In einem bundesweiten Vergleich von Jugendkonten belegte das Cash-Xtra jetzt einen ausgezeichneten zweiten Platz.

Wermutstropfen: Die Kontoüberziehung ist mit 10,60 Prozent teuer, geduldete Überziehungen kosten sogar 15,10 Prozent. Fazit: Prämiertes Girokonto mit hohen Guthabenzinsen.

Postbank Giro Start

Suchen Jugendliche außerhalb Brandenburgs ein Girokonto mit hoher Filialdichte, dann ist das Postbank Giro Start eine gute Wahl. Die Kontoführung ist kostenlos, ebenso das bundesweite Geldabheben mit der Postbank Card an rund 10.000 Geldautomaten der Cash-Group sowie in mehr als 1.000 Postbank-Centern und 1.300 Shell-Tankstellen. Das Konto ist für Mobilbanking via Smartphone und Tablet konfiguriert.

Das Konto hat allerdings einige Schwächen: Die Visa Card ist nur im 1. Jahr gebührenfrei, anschließend fallen bis zum 27. Lebensjahr fünf Euro pro Jahr an, danach 29 Euro. Das Start-Konto gibt es nur bis zum 22. Lebensjahr, danach wird es kostenpflichtig. Die Kontoüberziehung ist mit 10,55 Prozent nicht eben günstig. Fazit: Girokonto mit großem Filialnetz, bei dem man aber die Altersgrenze und Zusatzkosten im Blick haben muss.

DKB Cash U18

Das Cash-Konto U18 der DKB hat einen unschlagbaren Vorteil: Es bleibt auch nach dem 18. Geburtstag gebührenfrei – und das dauerhaft! Das Gleiche gilt für die Girokarte und die Kreditkarte. Globetrotter erzielen mit der DKB Visa Card Kostenvorteile, denn sie erlaubt weltweit gebührenfreies Geldzapfen an allen Automaten mit Visa-Zeichen.

Positiv: Die Kreditkarte zahlt 0,4 Prozent Guthabenzins. Wer gerne im Internet einkauft, genießt bis zu 15 Prozent Cashback bei vielen Onlineshops. Die Erstattung des Rabatts erfolgt direkt auf das Cash-Konto. Konto-Überziehungen sorgen nicht für große Kopfschmerzen, denn der Dispozins ist mit 6,9 Prozent äußerst moderat. Fazit: Ein Rund-um-Sorglos-Paket für Internetfans.

Girokonto Student der ING-Diba

Mit diesem Girokonto können Studenten dem Ende ihres Studiums gelassen entgegen sehen. Denn genau wie das Cash-Konto der DKB verzichtet auch das Studentenkonto der ING-Diba dauerhaft auf Kontogebühren. Mehr noch: Auch die Geld- und Kreditkarten sind ohne Wenn und Aber kostenlos. Mit der Visa Card erhalten Jugendliche in der Euro-Zone gebührenfrei Bargeld an allen Geldautomaten mit Visa-Zeichen.

In Deutschland stehen zudem 1.200 Automaten der ING-Diba bereit, zusätzlich kann man sich bis zu 200 Euro bei rund 2.500 REWE-Märkten auszahlen lassen. Studenten erhalten auf Wunsch einen Dispokredit von bis zu 500 Euro. Dispozins und Überziehungszins sind mit jeweils 6,99 Prozent extrem günstig. Sollte mal etwas Geld übrig sein, kann man es mit überdurchschnittlichen Zinsen auf dem Tagesgeldkonto gewinnbringend parken oder in einen der über 5.000 kostenlosen Fonds stecken.

Als Willkommensprämie für Neukunden spendiert die Diba 50 Euro Gutschrift plus ein Jahresabo der Wochenzeitung Die Zeit. Fazit: Ein starkes Allround-Konto mit vielen kostenlosen Extras nicht nur für Studenten.

Tipp: Der Girokonto-Wechsel ist so einfach wie nie. Banken müssen jetzt aktiv mithelfen.

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Max Geißler
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Max Geißler
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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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