Produktcheck Schon mal das Girokonto gewechselt? Editorial

Birgit Müller
von Birgit Müller
12.02.2015
Auf einen Blick

Kinder eröffnen ein Girokonto für ihr Taschengeld. Aus Kindern werden Teenager und aus Studenten Arbeitnehmer. Das Konto bleibt aber oft gleich - ein Fehler.

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Banken wissen, dass Kinder für sie eine wichtige Zielgruppe sind. So erfanden sie den Weltspartag und das Leeren des Sparschweins in der Schule, es werden Knax Hefte oder Sumsi-Sparbüchsen verteilt und es gibt Mäusekonten mit attraktiven Zinsangeboten. Dabei geht es den Geldhäusern nicht primär um die paar Kröten Taschengeld, welches auf ihren Kinderkonten landet, sondern um die Kundschaft von morgen. Aus den Kleinen werden irgendwann Verbraucher die Geld verdienen und Geld ausgeben wollen, die Tagesgeldkonten abschließen oder einen Kredit für ihr Haus oder Auto aufnehmen wollen, welches sie versichern müssen. Damit der Kunde nicht auf die Idee kommt, die Bank zu wechseln, wird er fleißig gebauchpinselt. Da gibt es zum Beispiel die Windeltorte zur Geburt oder der Bankberater wünscht alle Jahre wieder persönlich ein frohes Fest. Fakt ist, die Masche zieht. Dabei lohnt sich häufig der Blick zur Konkurrenz.

Zum Beispiel für den Kontoinhaber, der sein Girokonto häufig überzieht und dafür Sollzinsen zahlt. Ganz frisch ist das Vorhaben der Sparkassen, zwar die teuren Überziehungszins zu streichen, die hohen Dispozinsen bleiben jedoch. Für Kontoüberzieher kann sich also der Wechsel zu einer Onlinebank lohnen. Es kann ja auch die Internetbank 1822 direkt der Sparkassen sein. Sie verlangt 7,74 Prozent Zinsen im Jahr für Dispokredite. Kunden der Filialbanken müssen mancherorts bis zu zwölf Prozent für das Soll berappen. 

Der Blick zur Konkurrenz lohnt sich auch für den Kunden, der sich gerne Weltenbummler nennt. Vielreisende sollten dann das Kreditkartenangebot ihrer Bank checken. Denn viele Geldhäuser schenken ihren Kunden eine Visa- oder Mastercard on Top. Andere Banken und Sparkassen verlangen für die Plastikkarten horrende Gebühren. Aber auch mit der Kreditkarte einer Direktbank, können Karteninhaber und meist noch eine Wunschperson, zum Beispiel an jedem Geldautomaten, egal von welcher Bank und in welchem Land, gratis Geld ziehen. Wer also bei seiner Hausbank eine saftige Jahresgebühr für seine Kreditkarte bezahlt und vielleicht noch Kontoführungsgebühren für das Girokonto, sollte über einen Bankwechsel nachdenken.  

Es gibt viele weitere sinnvolle Ansätze, warum man sich ab und an mal Gedanken über sein meist genutztes Konto, das Girokonto, Gedanken machen kann. Dabei muss der Kontoinhaber seiner lange ans Herz gewachsenen Hausbank oder dem vermeintlich wohlgesonnenen Bankberater nicht gleich für immer den Rücken kehren. Ein Zweitkonto zum ausführlichen Testen bei einer anderen Bank tut es Anfangs ebenso. Wir haben für Sie zur Anregung in dieser Woche daher einen Themenschwerpunkt Girokonto zusammengestellt und freuen uns auf Ihre Kommentare. Zum Beispiel, wann Sie das letzte Mal ihre Bank gewechselt haben.

Biallos-Themenschwerpunkt

Um in der Masse an Girokonto-Anbietern den Überblick zu bewahren, haben wir für Sie diesen Themenschwerpunkt Girokonto zusammengestellt.

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