Mit dem Girokonto zu einer anderen Bank Fünf Schritte genügen

Girokonto-Wechsel Fünf Schritte genügen

Max Geißler
von Max Geißler
30.09.2016
Auf einen Blick

Der Wechsel des Girokontos wird zum Kinderspiel. Die Banken übertragen jetzt selbstständig sämtliche Zahlungsaufträge von einem Konto zum anderen.

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Am 18. September trat das neue Zahlungskontengesetz in Kraft. Für Sie als Verbraucher bringt es eine erhebliche Erleichterung beim Wechsel des Girokontos. Das Durchwühlen von Unterlagen gehört der Vergangenheit an, denn beide Banken müssen den Bankwechsel jetzt aktiv unterstützen.


In Fünf Schritten zum neuen Konto:

1. Sie suchen sich ein preiswertes, am besten kostenloses Girokonto aus unserem Girokonto-Vergleich aus. Fündig werden Sie vor allem im Bereich Online-Girokonto.

2. Treten Sie mit der ausgesuchten Bank in Kontakt und beauftragen Sie diese mit dem Kontowechsel.

3. Sie erhalten nun von der Bank ein sogenanntes Ermächtigungsformular, das Sie ausfüllen und an das Geldhaus zurücksenden. Alles Weitere erledigen die Banken untereinander: Die neue Bank sendet das Formular zur Altbank, diese filtert sämtliche Lastschriften, Daueraufträge und Terminüberweisungen heraus und vermerkt sie im Formular. Anschließend sendet sie das Papier an den Empfänger zurück.

4. Jetzt kommen Sie wieder ins Spiel. Sie sagen der neuen Bank, welche Zahlungsaufträge für das neue Konto übernommen werden sollen und welche nicht. Anschließend richtet die Bank Ihr neues Konto ein und informiert alle Zahlungsadressaten über die geänderte Bankverbindung. Insgesamt räumt der Gesetzgeber zwölf Tage für die Kontoumstellung ein.

5. Zum Schluss legen Sie den Starttermin für Ihr neues Konto fest.

Unser Tipp

Ermächtigung (Muster)

Sie wollen das Girokonto wechseln? Welche Angaben benötigt die neue Bank? Hier können Sie ein Muster eines Ermächtigungsformulars laden, um eine Vorstellung zu bekommen.

 

Banken künftig in der Pflicht

Das Zahlungskontengesetz verpflichtet die Banken die Geldtransfers der vergangenen 13 Monate zu prüfen. Das bringt Ihnen Sicherheit, dass auch einmalige Abbuchungen wie die Kfz-Steuer oder jährliche Versicherungsbeiträge erfasst werden.

Positiv: Läuft etwas schief, werden zum Beispiel Zahlungsfristen nicht eingehalten oder Daten falsch übermittelt, haftet die Bank für entstehende Ansprüche. Die Verbraucherzentralen empfehlen, das bisherige Konto noch eine Weile parallel weiterzuführen, um Fehlbuchungen oder vergessene Lastschriften auffangen zu können.


Wechselhilfe mit Kostenfalle?

Eine Gebühr für den Kontowechselservice brauchen Sie nicht zu befürchten. Zwar überlässt der Gesetzgeber es den Banken, ob sie für den Kontowechselservice eine Gebühr verlangen. Es darf jedoch bezweifelt werden, ob Banken oder Sparkassen neue Kunden durch eine solche Gebühr nicht eher abschrecken und deswegen besser darauf verzichten. Ohnehin sind nach Angaben der Verbraucherzentralen personenbezogene Daten zu Daueraufträgen und Lastschriften kostenlos bereitzustellen, auch darf die Schließung des Altkontos nichts kosten. Die ING-Diba hat bereits angekündigt, den Wechselservice kostenlos anzubieten.


Banken helfen mit eigenem Kontowechsel-Service

Neben dem gesetzlichen, papierbasierten Wechselservice bieten viele Geldhäuser bereits seit geraumer Zeit eigene, elektronische Wechselhilfen an. Betreiben Sie Onlinebanking, sind die digitalen Hilfsprogramme ideale Helfer. Sie erfassen alle relevanten Daten in Windeseile und übertragen sie aufs neue Konto. So gehen Sie vor:

1. Sie eröffnen ein neues Girokonto und loggen sich dort ins Online-Banking ein.

2. Anschließend öffnen Sie den Menüpunkt "Kontowechsel" und geben in die Eingabemaske Ihre bisherigen Zugangsdaten samt Pin ein.

3. Nun öffnet das Programm Ihr bisheriges Konto und erfasst automatisch alle regelmäßigen Zahlungspartner.

4. Übernehmen Sie alle gewünschten Zahlungspartner per Mausklick und bestätigen Sie abschließend den Vorgang mit einer TAN-Nummer.

5. Ihre neue Bank informiert Ihre Zahlungspartner über die geänderte Bankverbindung und richtet das Konto ein - fertig.

Unser Tipp

Biallo-Tipp: Kostenlose Girokonten finden Sie in unserem Girokonten Vergleich. Er zeigt Konto- und Kreditkartengebühren und informiert über Dispozinsen und mögliche Guthabenzinsen. Im typischen Modellfall sparen Sie bis zu 140 Euro im Jahr an Gebühren, wenn Sie auf ein Null-Euro-Konto umsteigen.

3
 
Anbieter
Ertrag pro Jahr
Dispozinsen
Guthabenzinsen
 
1.
 +6,10 €
6,90%
 bis 0,4%
2.
 +5,34 €
6,99%
 bis 0,35%
3.
 +4,58 €
8,99%
 0,3%
Geldeingang 2.500 €, niedrigster Kontostand 900 €
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Max Geißler
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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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Max Geißler
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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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