Schwere IT-Panne bei der Targobank

Online-Banking Schwere IT-Panne bei der Targobank

Thomas Brummer
von Thomas Brummer
03.11.2016
Auf einen Blick

Massive IT-Panne beim Online-Banking: Kunden der Targobank werden falsche Kontostände anzeigt, einige berichten auch von falschen Abbuchungen.

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Stellen Sie sich vor, Sie melden sich beim Online-Banking an und Ihnen wird ein völlig anderer Kontostand angezeigt. So geht es derzeit unzähligen Kunden der Targobank. Das Geldhaus äußert sich über die sozialen Medien wie folgt dazu: "Aufgrund eines technischen Problems in Folge von Wartungsarbeiten werden einigen unserer Kunden falsche Kontostände angezeigt. Wir arbeiten mit Hochdruck an der Korrektur", heißt es aus Düsseldorf.

Glaubt man einigen Facebook-Kommentare verärgerter Kunden, ist das Ausmaß noch größer. "Komplettes Chaos - mal wieder. Hört mal zu: So geht Bank nicht! Bei mir wurden Sachen doppelt abgebucht und wird auch ein falscher Kontostand angezeigt", beschwert sich User Akos Kiraly und greift damit den Werbeslogan der Düsseldorfer auf ("So geht Bank heute"). "Das ist für mich schon ein Grund die Bank zu wechseln!", schreibt Va El Sa.

Die Targobank antwortet darauf beinahe unfreiwillig komisch und gibt darin als Kontaktadresse diese E-Mail an: sogehtbankheute@targobank.de. Hoffentlich geht Bank heute nicht so, sondern sicher. Betroffene Kunden sollten im Zweifel dennoch ihr Anliegen an diese Kontaktadresse richten.

Eine betroffene Targobank-Kundin

Biallo hat mit einer Betroffenen Kundin der Targobank gesprochen. Faith T. berichtet: "Beim Einloggen war noch alles völlig normal, ich konnte wie immer alles machen, doch plötzlich fiel ich aus allen Wolken als mein Kontostand nicht stimmte." Daraufhin hat die Studentin auf biallo.de erfahren, dass es wohl mehren Kunden wie ihr erging. "Ich habe daraufhin sofort beim Kundenservice angerufen, der war natürlich völlig überlastet. Dort hat mir dann eine nette Mitarbeiterin garantiert, dass die Techniker das Problem behandeln und ich mir keine Sorgen machen müsste", so Faith T. weiter. Und jetzt die gute Nachricht: Faith konnte morgens wieder sorgenfrei zur Uni fahren, der Kontostand war wieder richtig.


Tipp: Der Girokonto-Wechsel war noch nie so leicht wie heute.

Bereits im Sommer gab es bei Comdirect eine IT-Panne

Bereits im Juli staunten Kunden der Comdirect. Biallo berichtete damals wie folgt: Manche Daten sind so sensibel, dass sie wirklich nur einen selbst angehen. Das gilt zum Beispiel für das Girokonto. Kurzzeitig war die nötige Diskretion für solche Daten für etliche Comdirect-Kunden nicht mehr gewahrt. Was ist passiert? Am Montagmorgen (18. Juli 2016) gegen 10:45 Uhr hatte Comdirect das System für mehr als eine halbe Stunde komplett heruntergefahren. Grund: Kunden, die sich ganz normal eingeloggt hatten, fanden nicht ihre Konto-Daten vor, sondern landeten auf einem anderen Girokonto.

Dabei konnten sie Daten wie Kontostand sehen sowie Einblicke in Wertpapierdepots haben. Über solch einen massiven Fehler in der Datensicherheit beim Online-Banking sind Experten äußerst beunruhigt. Auf der Internetseite von Comdirect findet sich zur Stunde (Stand: 19. Juli 2016) noch keine Stellungnahme. Lediglich auf Facebook bekommen einzelne User Antworten. Die Direktbanktochter der Commerzbank bekräftigte via Facebook, dass Kunden keine finanziellen Nachteile befürchten müssen, unberechtigte Transaktionen seien nicht möglich gewesen. Außerdem seien von dieser Panne nicht alle, der insgesamt zwei Millionen Bankkunden betroffen. Jeder einzelne betroffene Kunde soll noch explizit informiert werden.

Was waren die Hintergründe der Panne?

Comdirect hält sich bis dato noch sehr bedeckt. Es handle sich jedoch nicht um einen Hacker-Angriff, sondern um einen Fehler im eigenen System. Das Problem ist mittlerweile behoben.

Fazit: Die IT-Sicherheit von Comdirect hat sich nicht mit Ruhm bekleckert. Leider gilt das auch für die Unternehmenskommunikation. Auf der Internetseite findet sich aktuell kein Hinweis. Lediglich auf Facebook werden hier und da Fragen mit einer meist allgemeinen Antwort aufgegriffen. Das ist sehr schade. Und nicht jeder Kunde nutzt Facebook.


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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Seit Januar 2014 ist er bei biallo.de und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Seit Januar 2014 ist er bei biallo.de und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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