Alle Konten auf einer App

Multibanking Alle Konten auf einer App

von Lars Becker
27.10.2016
Auf einen Blick

Alle Konten - egal bei welcher Bank - auf einer App verwalten: Das wünschen sich viele Kunden. Inzwischen gibt es dafür mehr und mehr Angebote. Wir stellen Ihnen einige davon vor.

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Girokonto, Tagesgeld, Aktien-Depot – die Banken wünschen sich, dass ihre Kunden am liebsten all ihre Geldgeschäfte nur über ihr Institut abwickeln. Die Realität sieht jedoch anders aus. Jeder vierte Deutsche verfügt über drei oder mehr Bankverbindungen, die Mehrzahl ist bei verschiedenen Instituten aktiv. Dass dabei Multibanking-Apps den idealen Überblick über das Zahlenwirrwarr bieten können, hat sich inzwischen selbst bei den Banken herumgesprochen. So bieten neben unabhängigen IT-Dienstleistern inzwischen auch Banken die smarten Finanzassistenten an.

Comdirect als Vorreiter

„Mit dem neuen Multibanking-Service werden wir für unsere Kunden noch mehr zu einer digitalen Finanzzentrale und treffen das Bedürfnis, einen umfassenden Finanzüberblick zu erhalten“, sagt Arno Walter, Vorstand von Comdirect. Bereits seit Jahren bietet die Bank einen Multibanking-Service in einer App für iOS an. Seit Mitte Oktober wird der Komfort-Service auch zentral über die Website und damit allen Kunden unabhängig von Betriebssystem oder mobilem Endgerät angeboten. Kunden haben die Möglichkeit, in ihrem persönlichen Bereich ganz einfach Kontoverbindungen, Kreditkarten und Wertpapierdepots externer Banken hinzuzufügen. Diese kann man dann mit den entsprechenden Online-Banking-Zugangsdaten auch direkt anwählen.

„Der Comdirect Multibanking-Service ist ein nächster Schritt auf dem Weg zum smarten Finanzbegleiter für unsere Kunden. Er spart Ihnen Zeit und macht das Banking von morgen schon heute möglich“, findet Arno Walter. Seine Bank ist damit allerdings nicht allein – auch die Postbank ist bei ihrem „Postbank Finanzassistent“ auf dem gleichen Dampfer. „Sukzessive stellt die Postbank aktuell auch ein Update zur Multibankenfähigkeit bereit. Kunden können somit ihre Fremdbankkonten oder auch Konten von Paypal hinzufügen. Den Beginn macht das Apple iPad, andere Betriebssysteme und Endgeräte folgen“, teilt ein Sprecher mit.

Immer mehr Banken setzen auf Multibanking

Ein weiteres Beispiel ist die Kontostands-App der ING-Diba, die es für I-Phone und Android-Geräte gibt. Auch dort kann man Kontoverbindungen weiterer Banken hinzufügen. Das Problem daran - wie auch bei anderen Multibanking-Angeboten - beschreibt das Institut selbst in der Anleitung: „Ihre Sicherheit liegt uns am Herzen: Die App zeigt nur Kontoinformationen an – Aufträge lassen sich damit nicht ausführen.“ Einen Schritt weiter geht die App Sparkasse+ (0,99 Euro im App-Store), mit der man „jederzeit die Bewegungen auf allen Konten nachvollziehen und von diesen aus Überweisungen tätigen oder Daueraufträge einrichten kann.“ Um sie nutzen zu können, braucht man eine für das Online-Banking freigeschaltete Verbindung – ob nun Girokonto, Tagesgeld, Kreditkarte, Depot oder Bausparer.

Das bietet auch der bankenunabhängige Dienstleister Buhl Data mit der kostenlosen App Finanzblick an. „All Ihre Banken unterwegs dabei, Geld überweisen, aktuelle Kontoumsätze abholen, Daueraufträge einrichten oder ändern – das alles geht mit Finanzblick. Auch, wenn Sie mehrere Konten bei verschiedenen Banken haben“, wirbt das Unternehmen. Finanzblick soll bei 4.000 Banken in Deutschland funktionieren. Die App läuft auf allen gängigen Betriebssystemen, selbst auf dem Blackberry. Vom Magazin Chip wurde sie als sicherste Banking-App ausgezeichnet, auch in anderen Tests war sie ganz vorn dabei. Finanzblick glänzt im Vergleich mit zahlreichen nutzbringenden Funktionen wie übersichtlichen Grafiken, wo man sein Geld ausgibt und der Budget-Funktion, damit man nicht zu viel kauft.

Eine andere unabhängige Multibanking Lösung ist die Outbank-App. Beim einstigen Liebling der Tester – 2015 von der Zeitschrift Finanztest als beste Banking-App ausgezeichnet – funktioniert nach einem Relaunch derzeit nur die Abfrage der Kontostände zuverlässig. Weitere Funktionen für alle Kontoverbindungen sollen aber per Update folgen. Die Basisversion ist kostenlos, der Premium-Account nicht.

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Geldeingang 2.500 €, niedrigster Kontostand 900 €
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