Onlinebanking Wer braucht noch eine TAN-Liste?

Onlinebanking Wer braucht noch eine TAN-Liste?

Kevin Schwarzinger
von Kevin Schwarzinger Wolfgang Walter
23.07.2016
Auf einen Blick

iTan, mTan, pushTan – Banken machen Onlinebanking für ihre Kunden immer bequemer und sicherer. Jetzt kommt die Postbank mit BestSign, eine digitale Signatur, die auf TANs komplett verzichtet.

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Nahezu jeder kennt sie, fast jeder zweite Bundesbürger nutzt sie bereits: sogenannte Transaktionsnummern, kurz TANs. Mit diesen Einmalpasswörtern, die meist aus sechs Buchstaben und Ziffern bestehen, werden Bankgeschäfte bequem von zu Hause aus erledigt -  um beispielsweise Überweisungen zu tätigen, Daueraufträge zu ändern oder Lastschriften zurückzurufen.

TANs funktionieren wie eine Unterschrift, die der Bank bestätigt, dass der Kontoinhaber selbst diesen Vorgang auch in Auftrag gegeben hat.

Während man früher solche TANs von seiner Bank per Post auf einer Liste bekam, werden diese heute fast nur noch elektronisch übertragen oder erzeugt. Die mobileTAN bekommt man
per SMS an sein Handy geschickt, die sogenannte chipTAN wird von einem speziellen
Gerät in Kombination mit der eigenen Girokarte erzeugt. So kann man seine Bankgeschäfte einfach und bequem von unterwegs aus per Smartphone oder Tablet erledigen. Sicherer sind solche Verfahren obendrein als mit der guten alten TAN auf dem Papier.

„BestSign“ der Postbank

Die Entwicklung in Sachen Online-Banking geht immer weiter, wie das Beispiel "BestSign" der Postbank zeigt. Ein weiteres sicheres Verfahren, für das der Kunde seine Kontonummer, Online­-PIN und die Finanzassistent-­App der Postbank benötigt. Soll beispielsweise eine Überweisung per Online-­Banking erfolgen, sendet die Bank die Daten der Transaktion auf die vorher durch die Postbank freigeschaltete App.

Nachdem der Kunde die Angaben auf Richtigkeit überprüft hat, gibt er die Überweisung dann frei, entweder durch Passworteingabe oder einfach durch persönlichen Fingerabdruck. "Dieses Verfahren ist so sicher wie die chipTAN, erspart dem Kunden aber die Eingabe der Transaktionsdaten am Gerät", so die Postbank. Alternativ funktioniert dieses Verfahren auch mit einem speziellen USB-­Stick.

Neue, einfachere und vor allem sicherere Methoden erleichtern uns das mobile Banking immer mehr, wobei jede Bank selbst entscheidet, welches Verfahren sie zur Verfügung stellt. Die TAN Verfahren Überblick:

Unser Tipp

SMS-TAN, mobileTAN, mTAN

Hier erhalten Sie als Kontoinhaber eine SMS auf Ihr Handy, um den Überweisungsvorgang abzuschließen. Wer nur ein Gerät für seine Bankgeschäfte und die Übermittlung der mTAN benutzt - etwa auf dem Smartphone - läuft Gefahr, von Hackern ausgespäht zu werden. Wer indes seine Daten am PC eingibt und sich die TAN aufs Handy schicken lässt, der fährt sicherer.  Um dieses Problem zu lösen, bietet etwa die ING-Diba eine zweite App namens SmartSecure an. Hier können sie auch ein und dasselbe Gerät für beides nutzen. Dieser Service sollte auch bei Ihrer Bank stets kostenlos sein.

ChipTAN

Hier können Sie mittels eines speziellen Chipgeräts in Kombination mit Ihrer Girokarte TANs zur Legitimation erzeugen. Dieses Verfahren gilt als besonders sicher, da die eingehenden TANs lediglich auf dem Display erscheinen. Allerdings funktioniert das ChipTAN-Verfahren nicht immer reibungslos. Auch Hotlines der Banken zur Lösung von Problemen machen das ChipTAN-Verfahren nicht unbedingt attraktiver. Zudem sind die Chipgeräte meist nicht kostenlos.

"BestSign"

Der Kunde benötigt neben  Kontonummer und Onlinebanking-Geheimzahl eine App für das Smartphone. "Finanzassistent" nennt sich diese App der Postbank. Für iOS- und Android-Geräte ist die App gratis.

Soll beispielsweise eine Onlineüberweisung durchgeführt werden, sendet etwa die Postbank die Empfängerkontonummer und den Betrag aufs Smartphone. Der Kunde prüft die Daten somit erneut und gibt diese per Geheimzahl oder Fingerabdruck frei - wobei dies nur auf neueren Smartphones wie dem iPhone ab Modell 5S oder dem Samsung Galaxy S6 funktioniert. Dieses Verfahren soll so sicher wie die chipTAN sein, Ihnen als Kunde aber die Eingabe der Transaktionsdaten am Gerät ersparen.

Wer kein Smartphone besitzt, kann das BestSign-Verfahren auch am heimischen PC mittels speziellem USB-­Sticks der Postbank nutzen. Dieser kostet jedoch ab 29,90 Euro plus 3,90 Euro Versand.

photoTAN

Auch das sogenannte photoTAN-Verfahren funktioniert mit speziellem Gerät oder Smartphone samt photoTAN-App. Nach eintippen der Überweisungsdaten wird ein Code auf dem Bildschirm angezeigt - ähnlich eines QR-Codes. Diesen scannen Sie entweder mit dem Gerät, für das beispielsweise die Comdirect 14,90 Euro verlangt, oder mit der App, um sich die TAN anzeigen zu lassen. Diese gibt man dann zur Freigabe der Überweisung ein. Das photoTAN-Verfahren nutzen beispielsweise die Commerzbank, die Comdirect, die Deutsche Bank und die Norisbank. Auch hier sollten Sie als Bankkunde bei Überweisungen über das Smartphone aufpassen, wenn Sie gleichzeitig die photoTAN mit einem Gerät empfängt.

pushTAN

Vor allem bei Sparkassen, der ING-Diba oder der Deutschen Kreditbank (DKB) ist das pushTAN-Verfahren verbreitet. Für dieses Verfahren müssen Sie sich die pushTAN-App auf Ihr Smartphone laden. Nach jeder Überweisung können Sie darüber eine TAN anfordern und eingeben. Allerdings darf bei der pushTAN-App das grundsätzliche App-Risiko nicht vergessen werden: Auf Android-Smartphones lassen sich Apps theoretisch hacken. Der Vorteil der pushTAN-Methode ist die erhöhte Sicherheit durch ein zweites Passwort.

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Jahrgang 1988, studierte Geschichte und Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und war währenddessen bereits als Werkstudent bei biallo.de angestellt. Seit Januar 2016 ist er Volontär.

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