Produktcheck Girokonto Wüstenrot

Thomas Brummer
von Thomas Brummer
15.09.2015
Auf einen Blick

Als Bausparkasse ist Wüstenrot bekannt. Dass die Ludwigsburger auch ein Girokonto anbieten, dürfte vielen neu sein. Das Konto im Biallo-Test:

Artikelbewertung
Schrift

Merkmale

Wüstenrot verzichtet bei seinem Girokonto "Top Giro" auf Kontoführungsgebühren. Auch die Standard-Kreditkarte "Visa Classic" gibt es umsonst. Optional gibt es auch eine Prepaid-Version zum Nulltarif. Andere Kreditkartenmodelle rufen Zusatzkosten auf den Plan. So kostet etwa die Variante "Visa Premium" stolze 79 Euro im Jahr. Ebenfalls hoch fallen die Dispozinsen aus: 11,09 Prozent. Der Überziehungszins liegt sogar bei 15,09 Prozent. Das ist bei der Konkurrenz häufig niedriger, besonders kundenfreundliche Institute verzichten auf den höheren Überziehungszins. Wüstenrot gehört dem sogenannten Cash Pool an. Dieser Bankverband ist vergleichbar mit der wesentlich größeren Cash Group. Für Kunden heißt das konkret, dass sie innerhalb des Bankenverbandes ihrer Hausbank kostenlos Bargeld abheben können. Neben Wüstenrot gehören beispielsweise Sparda Bank, Santander Bank und die Targobank dem Cash Pool an. Damit können Kunden an knapp 3.000 Automaten gebührenbefreit Geld abheben. Bei der Bargeldversorgung im Ausland gilt sowohl bei Visa Classic als auch der Prepaid-Kreditkarte: 0 Euro für die ersten 24 Abhebungen je Kalenderjahr, 99 Cent ab der 25. Abhebung.

Stärken

Die Kontoführung ist ohne Bedingungen kostenlos. Wer noch bis zum 30.09.2015 ein Girokonto eröffnet, auf das drei Monatsgehälter mit mindestens 1.000 Euro eingehen, erhält eine Gutschrift von 80 Euro. Die Kreditkarte ermöglicht gebührenfreie Zahlungen innerhalb der Eurozone.

Schwächen

Mit der Mitgliedschaft im Cash Pool steht ein sehr begrenztes Angebot an gebührenfreien Geldabhebestellen zur Verfügung. Bei Banken, die nicht dem Verbund angehört wird eine einprozentige Gebühr fällig, mindestens aber fünf Euro. Der Dispozins liegt deutlich über dem Biallo-Index, einem Mittelwert verschiedenster Anbieter. Der Überziehungszins, der bei größeren Finanzlücken greift, ist weitere vier Prozentpunkte höher.

Wettbewerber

Besonders attraktiv ist derzeit das Girokonto der DKB. Mit der kostenlosen Kreditkarte der DKB können Verbraucher weltweit kostenlos Bargeld ziehen. Girokonto und Kreditkarte sind kostenlos. Genauso wie die ING-Diba verzichtet die DKB auf den teuren Überziehungszins, beide begnügen sich mit einem moderaten Dispozinssatz.
 

Fazit: Wüstenrot offeriert ein solides Girokonto. Für Kunden, die öfter ins Minus geraten, eignet sich das Produkt nicht. Insgesamt gibt es attraktivere Anbieter.

Bewertung
Wüstenrot - Girokonto
Kontoführung (30 Prozent) Kontoführung (100%) 5 5.0
Abhebung (25 Prozent) Abhebung (100%) 2 2.0
Karten (15 Prozent) Karten (100%) 4 4.0
Zinsen (25 Prozent) Dispozins (80%) 3 Guthabenzins (20%) 1 2.6
Service (5 Prozent) Userurteile (100%) 4 4.0
Gesamtbewertung (Bestnote: 5 Sterne) 3.5
Ihre Meinung ist uns wichtig
Thomas Brummer
Thomas Brummer
Redakteur
Jetzt Artikel bewerten
E-Mail an den Autor
Thomas Brummer
Thomas Brummer

Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Seit Januar 2014 ist er bei biallo.de und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

E-Mail an den Autor
Artikelbewertung
Drucken
Zur Startseite
Thomas Brummer
Thomas Brummer

Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Seit Januar 2014 ist er bei biallo.de und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

E-Mail an den Autor
Newsletter
Keine News mehr verpassen
Bitte geben Sie eine korrekte E-Mail Adresse ein: