Haftpflichtversicherung
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Thomas Brummer
Thomas Brummer
Die Haftpflichtversicherung ist ein absolutes Muss für alle Erwachsenen.

Wer braucht eine private Haftpflichtversicherung?

Gleich vorweg: Die private Haftpflichtversicherung ist wohl die wichtigste Versicherung überhaupt, die in keinem Haushalt fehlen sollte. Die Privathaftpflicht springt immer dann ein, wenn man sich gegenüber Dritten schadensersatzpflichtig gemacht hat. Bereits kleine Schäden können unangenehme finanzielle Konsequenzen nach sich ziehen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Personen-, Vermögens- oder Sachschäden handelt.

Laut Paragraph 823 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) ist jeder, der „vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt, […] dem anderen zum Ersatze des daraus entstehenden Schadens verpflichtet."

Man muss also für jeden Schaden, den man anderen zufügt, die finanzielle Verantwortung übernehmen. Und Missgeschicke gehören zum alltäglichen Leben, sowohl für Erwachsene, als auch für Kinder. Die Wasch- oder Spülmaschine läuft in der Mietswohnung aus und hinterlässt einen schweren Schaden. Der Kaffee kippt über die Tastatur eines fremden Laptops. Die Versicherer haben hunderte solcher Schäden in ihren Archiven abgelegt. 

Die Verpflichtungen, die laut Gesetz geleistet werden müssen, sind in ihrer Höhe unbegrenzt und man haftet mit seinem aktuellen und zukünftigen Vermögen. Um diesen finanziellen Risiken zu entgehen, sollte man eine private Haftpflichtversicherung abschließen. Die Privathaftpflichtversicherer ersetzen den Schaden und bieten außerdem Rechtsschutz. Die private Haftpflichtversicherung gehört zu den günstigsten und gleichzeitig effektivsten Versicherungen überhaupt.

Welchen Schutz bietet eine private Haftpflichtversicherung?

Eine private Haftpflichtversicherung kommt für Schäden an Dritten auf. Sie bietet Privatpersonen Schutz vor den finanziellen Folgen, mitversichert sind: Personen-, Sach- und Vermögensschäden.

  • Ein Vermögensschaden liegt vor, wenn durch schuldhaftes Verhalten einem Dritten ein finanzieller Schaden entsteht. Hierzu zählt zum Beispiel auch ein entgangener Gewinn einer Geldanlage oder ein Verdienstausfall.
  • Von einem Sachschaden spricht man, wenn eine Sache eines Dritten zerstört oder beschädigt wurde. Bestes Beispiel: Der Fußball des Sohnes zerschlägt das Wohnzimmerfenster des Nachbarn. Hier ist ganz klar ein Schaden an einer Sache durch fahrlässiges Handeln entstanden. Eine Haftpflicht, je nach Tarif, deckt die Kosten für die neue Scheibe und den Einbau ab.
  • Von einem Personenschaden spricht man immer dann, wenn eine Person zu Schaden gekommen ist. Bei unglücklichen Verläufen können hier schnell Forderungen in Millionenhöhe entstehen. Verletzt man als Fahrradfahrer einen Fußgänger und erleidet dieser schwere Verletzungen mit körperlichen Langzeitfolgen, kann es im schlimmsten Fall sein, dass der Unfallverursacher den Rest seines Lebens private finanzielle Leistungen erbringen muss.

Welche Schäden genau durch die Haftpflichtversicherung abgedeckt sind, fällt je nach Tarif der Privathaftpflicht, Versicherer und auch der Vertragsgestaltung unterschiedlich aus. Es gibt jedoch Standards, die in jeder Privathaftpflicht enthalten sind. Verbraucher sollten vor Abschluss einer Haftpflichtversicherung die verschiedenen Leistungen und Tarife vergleichen. 

Wie hoch sollte die Versicherungssumme einer privaten Haftpflichtversicherung sein?

In der Regel bietet jede private Haftpflicht Tarife mit Deckungssummen ab einer Million Euro an. Doch eine Million, und da sind sich die Experten einig, bietet zu wenig Schutz. Diese Tarife sind gerade bei Personenschäden zu knapp bemessen. Da bei diesen Schäden schnell die Millionengrenze überschritten wird, sagen Versicherer. Hat man hier am falschen Ende gespart, kann das rasch zu schwerwiegenden finanziellen Problemen führen. Übersteigt die Schadenssumme die im Tarif der Privathaftpflichtversicherung vereinbarte Deckungssumme, muss die Differenz mit eigenen aktuellen und künftigen Vermögen ausgleichen werden und das bis zur Pfändungsgrenze!

Wer eine neue Privathaftpflicht abschliessen möchte, sollte am besten gleich für einen Vertrag mit unbegrenzter Deckungssumme oder zumindest für einen Tarif mit mindestens fünf Millionen Euro Versicherungssumme für Personenschäden entscheiden.

Keine Angst vor hohen Versicherungssummen bei der privaten Haftpflichtversicherung

Egal ob fünf oder 50 Millionen Euro Versicherungssumme. Zusätzlicher Schutz kostet oftmals nur unwesentlich mehr. Prüfen Sie in unserem Haftpflichtversicherungs-Rechner, wie sich die Beiträge bei einer höheren Versicherungssumme ändern. Natürlich deckt eine Versicherungssumme von fünf Millionen Euro fast jeden Schaden ab. So ist es auch zu erklären, dass sich der Schutz von fünf Millionen eher im Versicherungsbetrag bemerkbar macht, als der von zwanzig Millionen. Sollte jedoch allen Statistiken zum Trotz ein Schaden jenseits dieser Versicherungssumme auftreten, wird mit dem Privatvermögen gehaftet. Und das kann im schlimmsten Fall in den finanziellen Ruin führen.

Versicherungswechsel der privaten Haftpflicht nach fünf Jahren

Wer bereits eine Privathaftpflichtversicherung hat, sollte sich die Versicherung nochmals genauer ansehen. Anbieter von privaten Haftpflichtversicherungen bieten inzwischen teilweise erheblich mehr Schutz als noch vor einigen Jahren. Immer mehr zusätzliche Leistungen wie finanzieller Schutz bei Schlüsselverlust oder bei Gefälligkeitsschäden werden in neuen Verträgen aufgenommen.

Schutz für selbsterlittene Schäden in der privaten Haftpflicht

Immer mehr Anbieter von privaten Haftpflichtversicherungen bieten inzwischen auch folgende Leistung an: Sie zahlen auch dann, wenn der Versicherungsnehmer selber einen Schaden erleidet und der Verursacher entweder nicht zahlen kann oder gar nicht Haftpflicht versichert ist! Forderungsausfalldeckung heißt der Begriff, der in der Police vorkommen sollte, wenn Sie diesen Schutz möchten. Für den optimalen Schutz regelmäßig die Versicherungssumme anpassen!

Wichtig ist ebenfalls die Überprüfung älterer Policen. Oft schließen Verbraucher eine Haftpflichtversicherung ab und fühlen sich auf der sicheren Seite. Das ist auch in Ordnung, doch sollte man nicht vergessen regelmäßig seinen Tarif zu vergleichen und anzupassen. Wer das regelmäßige Update vergisst, kann ein böses Erwachen erleben. So gibt es immer noch alte Verträge aus D-Mark Zeiten, deren Deckungssummen eine Millionen Euro beeihalten.

Dieser Vertrag hat eine Versicherungssumme, die zur damaligen Zeit vielleicht ausreichend war. Heute ist diese einst festgelegte Versicherungssumme oft viel zu niedrig! Im Schadensfall übernimmt die Privathaftpflicht lediglich die vereinbarten finanziellen Leistungen. Alles was darüber hinausgeht, muss aus eigener Tasche bezahlt werden.

Prüft man seinen alten Vertrag, kann man auch gleich die Tarife und Leistungen mit den Angeboten anderer Privathaftpflichtversicherungen vergleichen. Vielleicht findet sich ja ein neuer Anbieter, der bei mehr Leistung günstigere Beiträge verlangt und gleichzeitig mehr Schutz bietet.

Welche Personen umfasst der Schutz einer Haftpflichtversicherung?

Eine Police gilt generell für die gesamte Familie: Ehefrau und Ehemann sowie die Kinder. Gibt es Familienzuwachs, sollte man die Kinder zeitnah der Haftpflichtversicherung melden. Kinder sind bis zur Beendigung der ersten Ausbildung mitversichert. Die Haftpflichtversicherung deckt Schäden auch dann ab, wenn der Nachwuchs nicht mehr im Elternhaus wohnt.
Unverheiratete Paare, die in einem gemeinsamen Haushalt leben, können eine Versicherung gemeinsam nutzen.

Schäden, die durch im Haushalt beschäftigte Personen wie Putzfrau oder Babysitter entstehen, sind ebenfalls durch die Haftpflichtversicherung abgesichert.
Wer ein Au-Pair beschäftigt, für den ist es sinnvoll, diese für die Dauer des Aufenthaltes in die Familienpolice mit aufzunehmen. Alternativ kann man sie auch mit einem günstigen Single Tarif versichern.

Sind Schäden durch kleine Kinder gedeckt?

Für große Verärgerung bei jedem Autobesitzer führt die Beschädigung des eigenen Wagens. Geschieht das durch ein vierjähriges Kind, das beim Spielen das Fahrzeug mit dem Dreirad verkratzt, ist der Ärger noch größer, denn: Möchte man die Haftpflichtversicherung des Kindes, beziehungsweise der Eltern in Anspruch nehmen, wird diese den Schaden abweisen. Sie muss nicht für die finanziellen Forderungen aufkommen, da Kinder unter sieben Jahren laut Bundesgerichtshof (BGB) nicht schuldfähig sind.

Aber: Liegt eine Verletzung der Aufsichtspflicht vor, werden die Erziehungsberechtigten herangezogen. Es wird geprüft, ob hier ein Verschulden vorliegt. Sollte dies der Fall sein, muss deren Haftpflichtversicherung einspringen.

Wann greift die Haftpflichtversicherung nicht?

Eine private Haftpflichtversicherung zahlt nicht bei Schäden, die absichtlich herbeigeführt wurden. Sie springt nicht ein bei Schäden, die man selber erleidet oder Schäden von Verwandten, die in einem Haushalt leben. Geht zum Beispiel eine Lampe beim Umzug eines Freundes zu Bruch, zählt die Hilfe zu Freundschaftsdiensten und nicht zu den erstattungsfähigen Leistungen der Haftpflichtversicherung.

Die Liste der Ausschlüsse

  • Der Versicherer zahlt nicht bei vorsätzlich herbeigeführten Schäden.
  • Autounfälle werden durch die Kfz-Haftpflicht abgedeckt.
  • In der Privathaftpflicht sind nur Kleintiere wie Katzen und Hamster mitversichert. Hunde müssen extra in einer Hundehaftpflicht versichert werden. Ebenso Pferde oder Nutz- und Wildtiere.
  • Schäden, die bei der Ausführung einer Beruf- oder Gewerbetätigkeit entstehen, werden durch eine Berufshaftpflicht abgedeckt.
  • Immobilienbesitzer, die ihre Immobilie vermieten, sollten eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht abschließen um sich vor finanziellen Ansprüchen Dritter zu schützen.
  • Ansprüche zwischen Personen, die im gleichen Haushalt leben oder im gleichen Haftpflicht-Vertrag versichert sind, können keine Zahlung vom Versicherer erwarten, wenn sie sich gegenseitig schädigen.

Die Haftpflichtversicherung als Rechtschutzversicherung?

Für alle, die noch keine Rechtsschutzversicherung haben, ist dies sicher auch interessant:

Jede Haftpflichtversicherung hat noch eine zweite wichtige Funktion für den Versicherungsnehmer, nämlich die einer passiven Rechtsschutzversicherung. Sie prüft, ob Ansprüche Dritter gerechtfertigt sind. Dies ist nicht unwichtig bei fraglichen Sachverhalten oder Schäden, für die man gar nicht haftbar gemacht werden kann.

Sind Haustiere in der Haftpflichtversicherung mitversichert?

Es gibt Tiere, die mitversichert sind. Dazu gehören Kleintiere wie Katzen, Kaninchen, Vögel und Bienen. Tiere, die zu gewerblichen oder landwirtschaftlichen Zwecken gehalten werden, sind ebenso wenig mitversichert wie Hunde, Pferde und wilde Tiere. Zu Letzteren zählen auch Exoten wie Vogelspinnen, Schlangen etc. Für Hunde-Besitzer lohnt sich der Abschluss einer separaten Hundehaftpflichtversicherung.

Wie verhält man sich im Schadensfall?

Versicherungsnehmer sollten einen Schaden schnellstmöglich der privaten Haftpflichtversicherung melden. Laut Versicherungsvertragsgesetz hat man eine Woche Zeit den entstandenen Schaden zu melden. Zunächst genügt eine telefonische Schadensmeldung. Der Versicherer benötigt alle wichtigen Informationen und einen detaillierten Schadenshergang. Dringend abzuraten ist von einem Schuldeingeständnis ohne vorherige Rücksprache mit der Haftpflichtversicherung.

Wann und wie lässt sich eine Haftpflichtversicherung kündigen?

Sollte man die Versicherung wechseln wollen, muss eine fristgerechte, schriftliche Kündigung der Haftpflichtversicherung drei Monate vor Vertragsablauf eingereicht werden. Wenn sich die Beiträge der Haftpflichtversicherung erhöhen oder ein Schadensfall vorliegt, haben Versicherte ab diesem Datum ein Sonderkündigungsrecht von einem Monat. Auch bei einer Überversicherung kann kündigen werden. Wer mit einem Lebenspartner in einen gemeinsamen Haushalt zieht, braucht nicht zwei Haftpflicht-Verträge. Da hier nur eine Privathaftpflicht benötigt wird, sollte der Versicherte eine kündigen oder beide kündigen und eine gemeinsame abschließen. Vergleichen Sie die Tarife und Leistungen!

Das sollte ein Tarif der Privathaftpflichtversicherung bieten

  • Absicherung gegen Allmählichkeitsschäden: Schäden, die in Immobilien im Laufe der Zeit entstehen, etwa durch Ruß, Rauch oder Feuchtigkeit, sollten abgedeckt sein.
  • Schutz bei fremden Computern: Immer häufiger ein Fall für die Haftpflichtversicherung ist der Schaden, den der Versicherte an fremden Computern, Laptops oder Tablets anrichtet.
  • Versicherung beim Hüten fremder Hunde: Passen Sie auf den Hund eines Bekannten auf, sollten Sie bei etwaigen Schäden, die das Tier anrichtet, versichert sein.
  • Als Mieter sollte man gegen Mietsachschäden versichert sein.
  • Der gesamte Versicherungsschutz der Haftpflicht sollte auch bei einem Auslandsaufenthalt gelten.

Welche Haftpflichtversicherungen gibt es noch?

Neben der Privathaftpflichtversicherung gibt es noch weitere nicht unwichtige Haftpflichtversicherungen:

  1. Die gesetzlich vorgeschriebene Kfz-Versicherung.
  2. Die in viele Bundesländern vorgeschriebene Hundehaftpflicht.
  3. Für alle Haus und Grundbesitzer wichtige Haus- und Grundbesitzer-Haftpflicht.

Welche Versicherung ist für den Schutz einer Familie noch wichtig?

Es gibt Versicherungen, die Familien brauchen, Singles brauchen oder Familien mit Kindern brauchen. Ist man als Familienvater Alleinverdiener, sollte man unbedingt eine Risikolebensversicherung abschließen. Sie stellt einen unverzichtbaren grundlegenden Schutz dar und ist als reine Vorsorge für den Todesfall des Hauptverdieners gedacht, um die Zurückgebliebenen vor dem finanziellen Bankrott zu schützen. Als Single allerdings können Sie auf die Lebensversicherung verzichten. Investieren Sie besser in eine private Rentenversicherung oder Berufsunfähigkeitsversicherung. Zu den wichtigsten Versicherungen für eine Familie zählen vor allem:

  1. Rechtsschutzversicherung
  2. Hausratversicherung
  3. Risikolebensversicherung

 

Und wer für die Familie der Hauptverdiener ist, sollte sich zudem unbedingt eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung gönnen.

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