Produktcheck Privathaftpflicht Komfort-Familie Arag

Annette Jäger
von Annette Jäger
03.11.2015
Auf einen Blick

Eine private Haftpflichtversicherung sollte jeder besitzen. Umfassenden Schutz gibt es für überschaubare Beiträge. Die Arag hat ihre Bedingungen aufpoliert - wie gut ist der Komfort-Tarif?

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Merkmale

Die private Haftpflichtversicherung leistet dann, wenn man anderen einen Schaden zufügt. Die Police schließt alle Familienmitglieder ein. Im Komfort-Tarif gilt eine Versicherungssumme von 15 Millionen Euro. Bei Schäden, die Kinder unter sieben Jahren anrichten, ist eine Leistungsgrenze von 100.000 Euro vorgesehen. Die Police enthält eine Forderungsausfalldeckung, die dann einspringt, wenn man selbst einen Schaden erlitten hat, der Verursacher dafür aber nicht finanziell gerade stehen kann. Die Haftpflichtversicherung gilt weltweit und kostet 129 Euro im Jahr.

Stärken

Der Tarif enthält viele, für Familien interessante, Leistungen: Au-Pairs sind versichert, die Tätigkeit als Tagesmutter, ehrenramtliches Engagement, sportliche Tätigkeiten in großem Umfgang: Surfbretter sind versichert, Kite-Sportgeräte, auch die Teilnahme an Radrennen sowie die Internetnutzung. Es gilt keine Mindestschadenhöhe bei der Forderungsausfalldeckung.

Schwächen

Einziger Haken, aber auch nur, wenn einem das besonders wichtig ist: Schäden an geliehenen Gegenständen sind nicht gedeckt. Gefälligkeitsschäden  - etwa der Schaden, der bei der Hilfe beim Umzug entsteht - sind zwar bis zu 25.000 Euro gedeckt, allerdings gilt dann eine Selbstbeteiligung von 500 Euro. Der Preis ist mit 129 Euro im Jahr nicht günstig.

Wettbewerber

Es geht auch günstiger: Die Hanse Merkur verlangt im Topschutz 106,65 Euro im Jahr, die Haftpflichtkasse Darmstadt für ähnliche Leistungen 74,97 Euro.
 


Fazit: Der Tarif der Arag bietet für speziell auf die Familie zugeschnittene umfangreiche Leistungen. Der Preis jedoch liegt in der Oberliga im Marktvergleich. Dafür gibt es einen Punkt Abzug.

 

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während meines Studiums der Neueren Geschichte in München begann ich als freie Journalistin zu arbeiten, unter anderem für die Süddeutsche Zeitung. Im Jahr 2000 kam ich zu biallo.de, damals waren Versicherungsthemen für mich Neuland, über Gesundheitspolitik las ich in der Zeitung oder bekam die Auswirkungen als Patientin zu spüren.

Schnell stellte ich fest, dass der unverstellte Blick von außen durchaus von Vorteil ist bei der kritischen Aufbereitung dieser Themen. Bei Biallo schreibe ich noch immer über Versicherungen, Gesundheit und Soziales. Neuland sind diese Themen heute nicht mehr.

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während meines Studiums der Neueren Geschichte in München begann ich als freie Journalistin zu arbeiten, unter anderem für die Süddeutsche Zeitung. Im Jahr 2000 kam ich zu biallo.de, damals waren Versicherungsthemen für mich Neuland, über Gesundheitspolitik las ich in der Zeitung oder bekam die Auswirkungen als Patientin zu spüren.

Schnell stellte ich fest, dass der unverstellte Blick von außen durchaus von Vorteil ist bei der kritischen Aufbereitung dieser Themen. Bei Biallo schreibe ich noch immer über Versicherungen, Gesundheit und Soziales. Neuland sind diese Themen heute nicht mehr.

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