Produktcheck Hausratversicherung Helvetia

von Klaus Winter
03.05.2013
Auf einen Blick

„Optimaler Schutz für Ihr Zuhause“ – das ist das Credo der Helvetia Hausratversicherung in der Komfortschutz-Variante. Aber lohnt der hohe Preis?

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Merkmale: Die Police kostet mit einer Versicherungssumme von 70.000 Euro für eine Etagenwohnung in München oder einer Kleinstadt wie Paderborn 134,15 Euro Prämie, in Hamburg 195,13 Euro. Eine Selbstbeteiligung sieht der Tarif nicht vor.

Stärken: Die Leistungen sind top. Neben dem klassischen Schutz gegen Einbruch, Feuer, Leitungswasser, Sturm oder Hagel zum Neupreis ist auch der Diebstahl vom Grundstück (z. B. Gartenmöbel oder Wäsche von der Leine) und aus einem beruflich genutzten Arbeitszimmer bis zu 30 Prozent der Versicherungssumme mitversichert. Bei einem Schaden werden Rückreisekosten aus dem Ausland erstattet und bei einem Schaden durch grobe Fahrlässigkeit besteht voller Schutz. Überspannungsschäden sind in voller Höhe abgesichert, Fahrräder sind ohne Aufpreis zum Zeitwert mitversichert.

Schwächen:
Der Leistungsumfang ist sehr umfangreich. Zugleich ist das aber auch die Schwäche der Helvetia. Denn dieser Leistungsumfang führt zu hohen Prämien. Mit den genannten Preisen liegt sie um bis zu 250 Prozent über dem günstigsten Anbieter. Der Grund dafür: Sie will mit hohen Erstattungsgrenzen auch bei nebensächlichen Leistungen punkten – und das treibt die Prämie in die Höhe. Wer aber hat schon Wäsche, einen Rollstuhl oder Gartenmöbel, die für bis zu 5.000 Euro abgesichert werden müssen?

Wettbewerber: Günstige Anbieter mit einem umfangreichen Leistungsangebot sind vor allem die NV-Versicherungen, die Ammerländer sowie die Janitos Versicherung. Zum Vergleich: Der Schutz in München kostet bei allen drei Anbietern rund 50 Euro – gegenüber 134 Euro bei der Helvetia.

Das Fazit: Die Leistungen der Helvetia-Hausratversicherung sind exzellent – aber die Police ist nur dann interessant, wenn die umfangreichen Leistungen und die hohen Versicherungssummen wirklich benötigt werden. Ansonsten bieten die deutlich günstigeren Anbieter eine sehr gute und ausreichende Absicherung.

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Klaus Winter
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