Geldautomaten-Gebühren Knapp vier Euro bleiben im Schnitt fällig

Geldautomaten-Gebühren Knapp vier Euro sind im Schnitt fällig

Brigitte Watermann
von Brigitte Watermann Kevin Schwarzinger
15.09.2016
Auf einen Blick

Wer an fremden Geldautomaten Bargeld zieht, zahlt im Schnitt weiterhin knapp vier Euro dafür – vor allem die Sparkassen sind eher teuer. Doch es gibt auch rühmliche Ausnahmen.

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Es ist das Jahr der Gebührenerhöhungen. Nach und Nach passen etliche Filialbanken ihre Gebührenmodelle nach oben an. Gut fünf Jahre ist es her, dass die Neuregelung über Fremdabhebegebühren mit der Girocard  in Kraft trat. Doch weiterhin müssen Verbraucher bei etlichen Banken und Sparkassen tief ins Portemonnaie greifen, wenn sie bei einer anderen Bank Bargeld ziehen. Im Durchschnitt kostete eine Fremdabhebung derzeit knapp vier Euro. Dass es auch viel günstiger geht, zeigt die Hypovereinsbank – mit 1,95 Euro die günstigste Bank in der Stichprobe.

Vier Euro sind keine Seltenheit

Nach unserer Untersuchung bedienen sich vor allem die Sparkassen kräftig. Aber es gibt positive Ausnahmen, die allerdings zum Teil ihre Gebühren nach oben angepasst haben. So etwa die Sparkasse Osnabrück, die inzwischen 3,50 nimmt (zuvor waren es 3,95) oder die Stadt-Sparkasse Solingen, die sich mit 3,25 Euro zufrieden gibt, früher aber nur 2,50 Euro genommen hatte. Umgekehrt hat hat die Sparkasse Fürstenfeldbruck ihre Gebühr von früher besonders saftigen 5,99 Euro auf inzwischen fünf Euro gesenkt. Die größte Sparkasse Deutschlands, die Hamburger Sparkasse (Haspa), fordert derzeit 4,75 Euro Fremdabhebegebühr.

Günstiger ist das Fremdabheben zum Beispiel bei einigen Genossenschaftsbanken, die ebenfalls zumeist regional tätig sind. Besonders kulant zeigt sich die eine oder andere Sparda Bank. So beispielsweise die Sparda Bank München mit 2,05 Euro Geldautomatengebühr. Zum Vergleich: Die Sparda Bank Ostbayern verlangt 3,75 Euro fürs Fremdgehen.

Die regionalen Genossenschaftsbanken legen wie die Sparkassen ihre Gebühren dezentral und selbständig fest, eine von ihren Verbänden verordnete Obergrenze gibt es nicht. Aber auf der teuren Seite des Spektrums gibt es auch einige Genossenschaftsbanken, die 4,90 Euro und mehr verlangen. So etwa die VR-Bank Starnberg-Herrsching-Landsberg, die mindestens saftige sechs Euro aufruft.

Geldautomaten-Gebühren: Fünf Tipps für Kunden

1. Informieren Sie sich darüber, welchem Geldautomaten-Verbund Ihre Bank angehört, denn dort können Sie kostenfrei abheben. Smartphone-Apps mit Geldautomaten-Findern können Ihnen dann bei der Suche nach dem nächstgelegenen Automaten helfen.

2. Wenn Sie auf einen Fremdautomaten ausweichen müssen, suchen Sie zuerst nach einem Automaten einer Privatbank.  Meiden Sie unbedingt Geldautomatenbetreiber wie "Euronet" oder "Cash Inc". Dort ist Bargeldziehen besonders teuer.

3. Als nächste Alternative sollte man nach einem Automaten von PSD- oder Sparda-Banken Ausschau halten, die zumeist ebenfalls günstig sind.

4. Wenn alles nichts hilft und um die fünf Euro fällig werden, dann überlegen Sie sich, ob Sie zumindest einen etwas größeren Betrag abheben, damit die Gebühr prozentual nicht so stark ins Gewicht fällt.

5. Sind Sie Kunde einer Direktbank wie DKB, ING-Diba oder Volkswagen Bank, dann sollten Sie nicht die Girocard, sondern die Kreditkarte zum Abheben nutzen – das ist im Falle der DKB nahezu weltweit kostenlos, bei der ING-Diba und der Volkswagenbank fallen im gesamten Euroraum keine Gebühren an.

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Anbieter
Ertrag pro Jahr
Dispozinsen
Guthabenzinsen
 
1.
 +6,10 €
6,90%
 bis 0,4%
2.
 +5,34 €
6,99%
 bis 0,35%
3.
 +4,58 €
8,99%
 0,3%
Geldeingang 2.500 €, niedrigster Kontostand 900 €
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Für meine Leser bin ich stets auf der Suche nach neuen Angebots- und Konditionen-Trends bei Direkt- und Filialbanken. Denn mein Ziel ist es, dass Anleger wohl durchdachte Entscheidungen treffen können, welchen Anbietern sie ihr Vertrauen schenken. Außerdem schreibe ich seit vielen Jahren zu den Themen Vermögensaufbau und Altersvorsorge, aber auch Anlegerschutzrecht und Steuern. Private Geldanleger und ihre Bedürfnisse stehen dabei für mich immer im Fokus.  

In München und Washington, D.C., habe ich Diplom-Journalistik und Diplom-Volkswirtschaftslehre studiert, außerdem meine Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule in München absolviert. Nach meinem Berufseinstieg als Redakteurin beim Anlegermagazin Börse Online arbeitete ich von 1998 bis 2000 als Investor Relations Managerin bei der HypoVereinsbank. 2000 kehrte ich als Ressortleiterin zu Börse Online zurück und verantwortete dort bis 2009 die Bereiche “Geld und Vorsorge” sowie die Portrait- und Interviewstrecke “Börsianer und Anleger”. In dieser Zeit habe ich mehrere renommierte Journalistenpreise gewonnen.  

Seit 2009 schreibe ich für biallo.de, aber auch für Capital, Euro am Sonntag, Euro und weiterhin für Börse Online sowie für andere bekannte überregionale Wirtschaftsmedien. Gemeinsam mit früheren Börse Online-Kollegen betreibe ich den börsentäglichen Blog finanzjournalisten.blogspot.com. Daneben bin ich als Referentin für Wirtschaftsjournalismus an der Deutschen Journalistenschule München sowie als Moderatorin von Podiumsdiskussionen tätig.

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