Deutsche lassen viel Geld auf dem Girokonto stehen

Sparen Deutsche lassen viel Geld auf dem Girokonto stehen

Horst Biallo
von Horst Biallo
25.10.2016
Auf einen Blick

Zum kommenden Weltspartag ließ die Postbank das Sparverhalten der Deutschen von Emnid untersuchen. Das Positive: Trotz Niedrigzinsphase bilden immer mehr Menschen Rücklagen. Das Negative: Die Mehrzahl legt das Geld nicht richtig an…

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80 Prozent der Befragten legten Geld in den vergangenen sechs Monaten zurück. 44 Prozent tun das regelmäßig Monat für Monat, 23 Prozent unregelmäßig - zum Beispiel bei der Weihnachtsgeld-Zahlung - und 13 Prozent mehrmals im Jahr.

Regional gibt es in Deutschland große Unterschiede. Die Hamburger waren 2015 die fleißigsten Sparer, legt man den Zuwachs gegenüber 2014 zugrunde. Rechnet man Sichteinlagen, Spareinlagen, Termingelder und Sparbriefe zusammen, kamen die Hanseaten vergangenes Jahr auf einen durchschnittlichen Anlagebetrag von 30.217 Euro. Das sind 2.808 Euro mehr als 2014, der größte Zuwachs aller Bundesländer.

Die Hessen verteidigten 2015 erneut ihren Titel als Sparkönig. Laut Berechnungen der Postbank verfügen sie zum siebten Mal in Folge mit 47.317 Euro über die höchsten Pro-Kopf-Einlagen auf Sparkonten. Sie hatten damit mehr als doppelt so viel Guthaben auf Sparkonten, wie der Bundesdurchschnitt (22.033 Euro).

Den geringsten Zuwachs verzeichneten die Saarländer. Sie erhöhten ihre Guthaben um nur 121 Euro auf nunmehr 18.113 Euro. Völlig gegen den Trend verhielten sich die Berliner. Als einzige in Deutschland sparten sie 2015 weniger als ein Jahr zuvor. Hier ging der Eurobetrag um 430 Euro auf nunmehr 25.987 Euro zurück.

Erschreckend ist jedoch, wo die Sparer ihr Geld anlegten. Denn 47 Prozent ließen ihr Geld einfach auf dem unverzinsten Girokonto stehen. Das klassische Sparkonto, für das es derzeit auch so gut wie keine Zinsen gibt, konnte um zwei Prozentpunkte auf 35 Prozent zulegen. Das Tagesgeldkonto hingegen verlor in der Gunst der Deutschen von 50 Prozent auf 26 Prozent.

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