Umweltfreundliche Geldanlagenä Chancenreich, aber nicht ohne Risiken

Max Geißler
von Max Geißler
04.10.2013
Auf einen Blick

Ökosparer teilen das Leid konventioneller Anleger: Sichere Zinsprodukte werfen kaum noch Rendite ab; chancenreiche Anlageformen sind mit Risiken behaftet. Das Problem: Viele Sparer können die Qualität und das Risiko eines Direktinvestments nicht einschätzen.

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Hilfe bieten unabhängige Spezialisten für nachhaltige Geldanlagen, zum Beispiel die zertifizierten Finanzberater der Agentur Mehr Wert.

Sichere Geldanlagen

Wer Sicherheit bevorzugt, der sollte auf risikofreie Geldanlagen wie grüne Sparbriefe oder Öko-Sparbücher setzen. Vorteil: Banken zahlen feste Zinsen, der Anlagehorizont ist überschaubar und der gesetzliche Einlagenschutz beträgt 100.000 Euro pro Person. „Das Geld fließt zumeist in lokale Klimaschutzprojekte oder umweltfreundliche Bauvorhaben“, sagt Mathias Winkler, zertifizierter Berater für grüne Investments aus München. Die Verbraucherzentrale Bremen hat eine Übersicht über klimafreundliche Sparanlagen erarbeitet. So offeriert beispielsweise die VR-Bank Alt-enburger Land ein Öko-Sparbuch mit 1,28 Prozent Zinsen. „Der Festzins wird jährlich neu festgelegt, die Kündigungsfrist beträgt drei Monate“, so Banksprecherin Cathleen Nötzold. Festzinsen bietet der Öko-Sparkassenbrief der Sparkasse Allgäu. Die Verzinsung reicht von 1,65 Prozent für fünf Jahre bis 2,6 Prozent für zehn Jahre. Positiv: Gebühren fallen keine an.

Direktinvestment Holz

Höhere Renditen versprechen Direktinvestments in Wald. Pferdefuß: Das Geld ist meist langfristig gebunden, das Risiko der Unternehmensbeteiligung reicht bis zum Totalverlust. „Bei Direktinvestments kommt es auf die Expertise des Anbieters an“, sagt Berater Winkler: Wie erfahren ist der Anbieter? Kalkuliert er seine Projekte vorsichtig und kostengünstig? Wie realistisch ist der angesetzte Verkaufspreis am Vertragsende? Ein Angebot für Kleinanleger ist das „Waldsparbuch“ von Forest Finance. Ab 3.250 Euro beteiligt man sich an Mischwald-Aufforstungen in Panama. Der Holzverkauf soll eine Rendite von bis zu neun Prozent bringen. Sicherheitsbedenken der Verbraucherzentrale NRW sieht Winkler weniger kritisch: „Der Anbieter gehört zu den Pionieren am Markt, hat einen hohen öko-sozialen Anspruch und schüttet bereits Erträge aus. Das Risiko ist begrenzt, denn das Waldsparbuch garantiert jährlich steigende Rückkaufswerte ab dem 13. Jahr von 100 Prozent.“

Direktinvestment Wind und Sonne

Größere Geldbeträge erfordern Beteiligungen an Wind- oder Solarparks. Mit 10.000 Euro plus fünf Prozent Agio kann man sich zum Beispiel am Windpark Töpen beteiligen. Die Projektgesellschaft Lacuna errichtet dort das größte zusammenhängende Windenergieprojekt in Bayern mit 60 Megawatt Strom. Die Ratingagentur Scope ermittelte bei 20 Jahren Laufzeit eine mittlere Rendite von 3,6 Prozent nach Steuern. Pluspunkt: Für Einzahlungen bis Ende Oktober 2013 erhalten Anleger einen Bonus in Höhe von einem Prozent der Beteiligungssumme. Tipp: Objektive Bewertungen zu Beteiligungsangeboten liefert www.eco-reporter.de.

Umweltfreundliche Geldanlagen
Der Markt für grüne Geldanlagen wächst beständig: Von Sparbüchern und Sparbriefen über Investmentfonds bis hin zu Unternehmensbeteiligungen winkt ein breites Angebot. Ökosparer teilen jedoch das Leid konventioneller Anleger: Sichere Zinsprodukte werfen kaum noch Rendite ab; chancenreiche Anlageformen sind mit Risiken behaftet. Das Problem: Viele Sparer können die Qualität und das Risiko eines Direktinvestments nicht einschätzen. Hilfe bieten unabhängige Spezialisten für nachhaltige Geldanlagen, zum Beispiel die zertifizierten Finanzberater der Agentur Mehr Wert.

Investmentfonds

Soll das Ersparte nicht in eine Einzelinvestition fließen, sondern breit gestreut sein, bieten sich Nachhaltigkeitsfonds an. Die Fondsmanager investieren in umweltfreundliche Unternehmen aus verschiedenen Bereichen. Vorteile: Anleger sind flexibel, denn Fondsanteile sind jederzeit veräußerbar. Zudem besteht hoher Kapitalschutz. Bei einer Insolvenz der Fondsgesellschaft bleibt das Fondskapital im Eigentum der Anleger. Anlageexperte Winkler empfiehlt Fonds „mit langer Historie, überdurchschnittlicher Wertentwicklung und hohem Fondsvolumen“. Beispiele hierfür sind der KBC Eco World oder der Öko World Classic mit Zehnjahresrenditen von acht bzw. fünf Prozent.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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