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20.11.2015 11:32

Online shoppen zum Fest Versandkosten, Rückgabe und Garantie

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Die Wunschgeschenke sind gefunden aber gefallen nicht? Worauf Sie beim Online-Versand achten sollten und welche Rechte Sie beim Online-Shopping haben.
Online shoppen zum Fest Versandkosten, Rückgabe und Garantie
Die Wunschgeschenke sind gefunden und liegen im virtuellen Warenkorb? Spätestens jetzt geht es darum, einen genauen Überblick aller Kosten der Online-Bestellung zu haben:

Endpreis entscheidend

Geprüfte und seriöse Online-Shops informieren ihre Kunden schon während des Bestellvorgangs über alle anfallenden Kosten ihres Einkaufs. In der sogenannten Preisangabenverordnung (PAngV) des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz ist klar geregelt, welche Preisangaben wann und wo auf einer Shop-Seite anzugeben sind. Zum Schutz der Verbraucher werden Shop-Betreiber grundsätzlich verpflichtet, Endpreise zu nennen. Diese setzten sich dabei aus dem Produktpreis plus Umsatzsteuer, Versand-kosten und sonstiger Preisbestandteile zusammen. Beim Onlineshop sind dies in der Regel der Produktpreis inkl. MwSt. (sieben bzw. 19 Prozent) – zzgl. Versandkosten. Sonstige Preisbestandteile wären – beispielsweise bei Bestellungen im Ausland – Gebühren für Einfuhren und Zölle.

Wichtig: Alle Preisangaben müssen be-reits vor Einleiten des Bestellvorgangs im Online-Shop sichtbar sein. Endpreise sind also dort anzugeben, wo der Online-Kunde Produkte in seinen Warenkorb legen kann. In der Praxis ist dies also meist die Produktdetailseite. Versandkosten müssen hingegen nicht explizit neben dem Preis der Ware genannt werden, auch sogenannte “sprechende Links”, die zu einer Versandkostenübersicht führen, sind erlaubt.

Aktion versandkostenfrei

Versandkostenfrei, damit locken Online-Shops gerade im laufenden Weihnachtsgeschäft neue Kunden auf ihre Website. In solchen Gratis Versand-Aktionen übernehmen die Shops die Portokosten, egal wie hoch der Einkaufswert der Bestellung liegt. Auch Follower des Shops auf einem ihrer Social-Media Kanälen kommen immer öfter in den Genuss kostenlosen Ver-sands. Von Versandkosten ebenfalls „befreit“ werden oft Stamm- und Premiumkunden, die sich regelmäßig für den Einkauf bei einem Online-Shop entscheiden.

Beim Thema Versandart genau hinse-hen: Neben dem klassischen Standartversand werden oftmals Express- oder Premiumversand angeboten. Vorteil: Die Ware ist spätestens innerhalb eines Tages beim Kunden. Nachteil: In der Regel werden extra Gebühren erhoben – und die können happig sein.

Versand aus dem Ausland

Vorsicht geboten ist auch bei Bestellungen im Ausland: Anders als bei Versandhändlern in Deutschland kann der Versand hier teuer werden – je nachdem, wo Sie im Ausland bestellen. Und auch die Versandzeiten betragen teils mehrere Tage oder gar Wochen. Gerade hier lohnt also ein Expressversand, der aber weitere Kosten nach sich ziehen kann. So wird das ver-meintliche Schnäppchen im Internet schnell zum Kostenbumerang.

Einfuhrumsatzsteuer und Zollgebühren: Ob Kunden zusätzlich zum Warenpreis und den Versandgebühren auch noch Einfuhrabgaben entrichten müssen, hängt vom Wert der Bestellung und dem Sitz des Händlers ab. Kommt die Online-Ware aus einem EU-Staat, fallen zusätzlich weder Zoll noch Steuern an – hiervon ausgenommen sind allerdings Genussmitteln wie Alkoholika, Tabakwaren oder Kaffee. Wird dagegen das Online-Schnäppchen etwa aus den USA oder China nach Deutschland eingeführt, kommen Abgaben wie Zölle, Einfuhrumsatzsteuer und besondere Verbrauchssteuern – etwa für Branntweine oder Tabak – obendrauf. Zu einem solchen Drittland gehören einfuhrrechtlich übrigens auch Freihäfen oder Lufttransportwege.

Dabei ist der Warenwert entscheidend: Warensendungen bis zu 22 Euro sind von Zoll und Einfuhrumsatzsteuer befreit, Waren bis zu 150 Euro sind zollfrei. Liegt der Warenwert über 150 Euro, müssen Sie aber Zollgebühren bezahlen. Die Ein-fuhrumsatzsteuer entspricht weitgehend der deutschen Wehrwertsteuer, die Zolltarife richten sich nach der jeweiligen Codenummer der Ware – im sogenannten pauschalierten Abgabesatz, der häufig angewandt wird, betragen diese 17,5 Prozent. Entscheidend ist dabei der Gesamtwert der Ware – also Warenpreis inklusive Portokosten. Genauere Informationen zu Ge-bühren und weiteren Zollpräferenzen beim Auslandsversand finden Sie auf www.zoll.de.

Übrigens: Weist der ausländische Händler den Wert der Ware nicht sichtbar aus, liefert DHL kein Paket, sondern nur ein Schreiben: Das Paket hat dann vorerst der Zoll beschlagnahmt – und darf dort vom Kunden nach Bezahlung abgeholt werden.

Versand verfolgen

Sehen wo die Ware gerade ist und was der Versand kostet: Diesen Service bieten mittlerweile fast alle Online-Shops über ihre Versandunternehmen. Über eine Trackingnummer lässt sich dabei der Verlauf Ihrer Sendung in der Regel bequem ver-folgen.

Rückgabe und Garantie: Vorher genau informieren

Das Computer-Game stehen bereits im Schrank, die schicken Schuhe und das eigene Mondgrundstück kommen nicht so gut an, und der neue Lerncomputer funkti-oniert nach einigen Wochen schlicht nicht mehr: Nichts wird so häufig getauscht oder zurückgegeben wie Geschenke zum Weihnachtsfest – das ist auch im Online-Geschäft nicht anders. Dabei haben Ver-braucher durchaus Rechte beim Online-Shopping, die sie kennen sollten:

Widerruf, Rückgabe oder Umtausch

Beim Onlineshopping innerhalb der Euro-päischen Union können Kunden bei Nichtgefallen die Ware stets zurückschicken. Ein gesetzliches Recht auf „Umtausch“ gibt es zwar auch hier nicht - per Gesetz ist der Händler dazu nicht verpflichtet. Jedoch gibt es ein sogenanntes Widerrufsrecht: Da Kunden die Ware vor dem Kauf nicht sehen können, haben sie nach deutschem Recht 14 Tage ab Erhalt der Ware Zeit sich zu entscheiden, ob Sie das Produkt behalten wollen.

Allerdings beruhen Verbraucherrechte beim Online-Shopping zum Großteil auf EU-Richtlinien, die lediglich Mindestrechte festsetzen. Dabei gilt grundsätzlich das Recht des Staates, in dem der Verkäufer sitzt. Einige Staaten, wie beispielsweise Frankreich, Irland, die Niederlande und UK legen diese strenger aus, hier gilt etwa das Widerrufsrecht lediglich sieben Werktage. Hingegen können bei Online-Anbietern beispielsweise aus Malta oder Slowenien Onlinebestellungen oft bis zu 15 Tage problemlos widerrufen und zurückgegeben werden.

Wichtig: Es gibt Besonderheiten, etwa wenn ein Verbraucher bei einem ausländi-schen Anbieter bestellt, der seinen Shop erkennbar auf sein Land ausgerichtet hat. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn ein Online-Shop seine Waren auch in deut-scher Sprache anbietet und Deutschland als Lieferland wählbar ist. Dann gilt deut-sches Recht.

Enthalten also Online-Shops etwa Klauseln wie „Es gilt deutsches/französisches/… Recht“, ist dies grundsätzlich nicht verboten, gemäß EU-Recht dürfen aber Käufer die Verbraucherschutzvorschriften ihres Heimatlandes dadurch nicht verliert. Der Kunde könnte sich hier beispielsweise auf das 14-tägige deutsche anstatt das sieben Werktage dauernde französische Widerrufsrecht berufen. Und erhält dann auch sein Geld zurück: Denn Online-Händler sind verpflichtet, innerhalb der jeweiligen Frist – nach Widerruf und Erhalt der Ware – das bereits gezahlte Geld zurück zu erstatten.

Und wer zahlt? Kosten für Rücksendungen werden von Online-Händlern neuerdings gerne auf den Käufer abgewälzt. Doch auch hier sind die Regelungen höchst unterschiedlich. Händler müssen allerdings in den Widerrufsbelehrung darüber informieren, wer die Kosten für Rücksendekosten zu tragen hat.

Tipp: Gerade im Weihnachtsgeschäft räumen viele Händler im Netz oft verlängerte Rückgabe- und Widerspruchsfristen ein. Hier lohnt ein genauer Blick auf die Angaben des jeweiligen Händlers auf sei-ner Internetseite. Einige Richtlinien zu ein-heitlichen Verbraucherrechten des Europäischen Parlaments finden Sie hier: http://bit.ly/1iHjHK9

Garantie und Gewährleistung

Und wenn der neue Lerncomputer, Fern-seher oder Kaffeeautomat unter dem Weihnachtsbaum nach einigen Tagen oder Wochen plötzlich den Geist aufgibt? Garantie ist eine freiwillige Leistung des Herstellers, die zwar in Deutschland in der Regel gewährt wird, aber international längst kein Automatismus ist. Vor der Bestellungen im Netz sollten Sie daher un-bedingt die Details zu einer etwaigen Ga-rantieleistung erfragen.

Denn Schnäppchenjäger im Netz werden vielfach mit eingeschränkten oder gar feh-lenden Garantieleitungen bestraft, wenn Sie nicht bei „Markenpartnern“ oder „auto-risierten Händlern“ bestellen – ohne dies zu oft erfahren. Die Verbraucherzentrale NRW fand beispielsweise in einer Stich-probe bei keinem nicht autorisierten Händ-ler einen Hinweis darauf, dass die Garantie nur eingeschränkt, verkürzt oder gar nicht erst gewährt wurde. Das gleiche Problem entstehe insbesondere, wenn Kunden bei einem Onlineshop im Ausland kaufen. Viele Hersteller verwahren sich nämlich gegen – meist günstigere – Reimporte.

Die gesetzliche Gewährleistung bleibt aber erhalten – denn Händler dürfen diese nicht beschränken. Per Gesetz sind auch Onli-ne-Shops dazu verpflichtet, zwei Jahre lang defekte Ware entweder reparieren zu lassen oder zu ersetzen. Verbraucher ha-ben hier die Wahl. Wurde das Produkt zweimal repariert oder ersetzt, können Kunden in der Regel von ihrem Kaufvertrag zurücktreten und den vollen Preis verlangen – oder den Kaufpreis mindern lassen. Wird innerhalb der ersten 14 Tage nach dem Kauf ein Defekt festgestellt, können Kunden entweder ihr Widerrufs-recht ausüben oder ihre Gewährleistung geltend machen.

Tipp der Verbraucherschützer: Wer auf volle Garantieleistungen Wert legt, müsse sich vor dem Klick auf den Kaufen-Button selbst informieren, ob der betreffende On-lineshop autorisierter Händler ist. Die Homepages der Hersteller bieten hier meist eine Suchfunktion nach autorisierten Händlern.

Händler im nicht europäischen Ausland

Sportschuhe aus den USA, die Trend-Cam aus Japan oder das Ladegerät aus China. Sitzt der Wunsch-Händler mit dem Online-Schnäppchen außerhalb der EU, ist die rechtliche Situation oft weit komplizierter. Denn in jedem Land gelten in puncto Widerruf, Rückgabe oder Gewährleistung eigene Verbraucherschutzvorschriften. Muss die Ware zurückgeschickt werden, wird dies meist nicht nur teuer, auch sperren sich Hersteller und Händler oftmals, wenn es um Garantie und Rück-nahme geht. Hier empfiehlt es sich, mit dem Verkäufer Kontakt aufzunehmen und eine möglichst einvernehmliche Lösung zu finden, denn juristische Auseinandersetzungen sind gerade außerhalb der EU teuer und langwierig.
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