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01.02.2016 10:51

Ab 01.Februar Pflicht Wie Sie sich die IBAN merken

von Brigitte Watermann Autor und Peter Weißenberg Autor
Ab Februar sind Kontonummern und Bankleitzahlen alter Prägung Geschichte. Ohne IBAN geht nichts mehr. Wir haben für Sie die wichtigsten Antworten zum Thema zusammengestellt - und den IBAN-Merkzettel zum Download.
Hand aufs Herz: Haben Sie sich auch bislang, wo es ging, gedrückt, die lange IBAN einzutippen, wenn Sie etwas zu überweisen hatten? Da geht es Ihnen wie vielen, die es praktischer finden, bei Überweisungen die kurze Kontonummer und getrennt davon die Bankleitzahl ins Online-Banking einzugeben. Doch ab Februar 2016 geht das nicht mehr. Die Bürger müssen sich umstellen, ob sie wollen oder nicht. Biallo.de beantwortet die wichtigsten Fragen zum Thema:


Was ist die IBAN eigentlich?

Die Abkürzung IBAN steht englisch für International Bank Account Number, also internationale Kontonummer. Sie umfasst insgesamt 22 Stellen.


Gibt es eine Regel, wie die IBAN aufgebaut ist?

Ja, die gibt es: Zu Beginn steht immer die jeweilige Länderkennung, in der das Konto geführt wird. Für Deutschland lautet sie DE. Dann folgt eine zweistellige Prüfziffer, danach kommen die altbekannte achtstellige Bankleitzahl und die zehnstellige Kontonummer (ggf. durch Nullen ergänzt). „Hat man dieses System einmal verinnerlicht, gibt es bei der Umstellung keine Probleme“, gibt sich Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbands optimistisch.

Wo finde ich meine IBAN?

Sie müssten eigentlich schon häufig darüber „gestolpert“ sein, denn sie wird ebenso wie die derzeit noch für Euro-Überweisungen in Europa benötigte BIC (Bank Identifyer Code – Internationale Bankleitzahl) schon seit geraumer Zeit auf Kontoauszüge gedruckt, ist auch im Online-Banking unter den Kontoinformationen zu finden – und auf den allermeisten Girocards aufgedruckt. Der BIC wird übrigens nur noch bis Ende Januar 2016 für grenzüberschreitende Überweisungen in Euro benötigt, danach reicht die IBAN.


Ab wann ist die Eingabe der IBAN ein Muss?

Unternehmen, Vereine und öffentliche Verwaltungen hierzulande mussten ihre Zahlverfahren bereits zum August 2014 auf die neuen europaweiten Formate mit der IBAN umstellen. Privatleuten wurde allerdings eine Schonfrist bis Ende Januar 2016 eingeräumt. Ab Februar 2016 funktionieren nationale wie auch europaweite Überweisungen nur noch mit Eingabe der langen Buchstaben- und Zahlenkolonne.
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Meine Bank bietet mir im Online-Banking einen Konverter auf die IBAN an, gibt es das nicht weiterhin?

Nach Auskunft des Bundesverbands deutscher Banken dürfen die bisher auf vielen Online-Bankseiten verfügbaren Konverter, die die bisherigen Kontodaten in IBAN und BIC umrechnen, ab Februar 2016 von den Banken zumindest nicht mehr direkt auf dem Online-Überweisungsformular angeboten werden. „Natürlich bieten wir unseren Kunden weiter Hilfestellung, die bisherigen Kontonummern und Bankleitzahlen werden aber aus dem täglichen Geschäft verschwinden“, sagt Kemmer.

Wie kann man sich als Kunde das Überweisen erleichtern?

Hilfe gibt es schon heute, und künftig wird sie gewiss noch umfangreicher werden: So offerieren sehr viele Banken und Sparkassen in ihrem Onlinebanking die Möglichkeit, Überweisungsvorlagen anzulegen. Wer immer wieder an dieselben Adressaten Geld überweisen muss, kann dort die Kontodaten abspeichern und bei Bedarf direkt aufrufen. Den Betreff und den Betrag muss man allerdings meist abändern.

Doch es gibt auch noch weitere Möglichkeiten, unproblematisch und schnell Überweisungen zu tätigen. Das Smartphone ist ein wichtiger Unterstützer: Bei der Direktbank Comdirect beispielsweise gibt es das Tool „Smart Pay App“, die man sich auf das Smartphone laden kann, bei der ING-Diba und der Commerzbank gibt es die „Fotoüberweisung“ im Rahmen der Banking-App. Ein Rechnung wird dann einfach abfotografiert, kurz kontrolliert und freigegeben. Bei der Deutschen Bank gibt es die „SmartÜberweisung“: Man kann eine Rechung mit allen Details einfach ins Online-Banking hochladen. Weitere Banken haben ähnliche Angebote in Planung.

Tipp: Einfach bei der eigenen Bank nachfragen.

Interessant ist auch das Girocode-Verfahren, das die Sparkassen und Genossenschaftsbanken bereits offerieren und das auf dem quadratischen QR-Code basiert. Wer eine Rechnung mit QR-Code bekommt, kann ihn abfotografieren und problemlos überweisen. Auch die Postbank ermöglicht bereits das Überweisen mit einem QR-Code-Scanner; hier kann man sogar eigene QR-Codes erzeugen und an Freunden versenden, etwa wenn man für den Geburtstag eines Freundes ein Gemeinschaftsgeschenk besorgt und die Überweisung der Teilbeträge vereinfachen möchte.

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Warum gibt es überhaupt die IBAN – und was habe ich davon?

Die IBAN ist die vielleicht wichtigste Säule des einheitlichen Euro-Zahlungsraum SEPA (Single Euro Payment Area). Darin sind die 28 Mitgliedstaaten der EU zusammengeschlossen sowie Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino und die Schweiz. Mit Sepa wurden gemeinsame Verfahren für nationale und grenzüberschreitende Zahlungen in Euro eingeführt. Für die Bürger soll es unter SEPA keine Rolle mehr spielen, in welchem Staat in Europa sie ein Konto führen. Sie können zum Beispiel ohne Probleme von einem deutschen Konto aus Aufwendungen für Ihr Ferienhaus in Spanien begleichen oder sich Ihr Gehalt auf ein ausländisches Konto überweisen lassen. Für die Banken bedeutet SEPA daher unter anderem auch einen intensiveren grenzüberschreitenden Wettbewerb.

Ich kann mir die IBAN immer noch nicht merken - was tun?

Kein Problem: Biallo.de hält beim Klick auf diesen Link einen Merkzettel für Ihre IBAN-Nummer zum Download bereit. Ab damit in die Brieftasche; irgendwann können Sie die vielleicht auch mal auswendig ... ;=)
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Leserkommentare
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01.02.2016 - von Eckart Klein
Prüfziffer
Meine Anregung vom 21.01.2016 würde ich gern dahingehend ergänzen, als es mir nach wie vor ein Rätsel ist, wie die Prüfziffer "errechnet" werden soll. So kann ich zwar aus der Kombination von DE + BLZ + Kontonummer fast die IBAN bilden. Aber welche Prüfziffer?
21.01.2016 - von Eckart Klein
Nervig
Leider ist vielen Firmen nicht bewußt, wie schwer es ist, eine IBAN händisch in einen Überweisungsträger einzutragen, wenn z.B. die BLZ aus vielen Nullen besteht (Deutsche Bundesbank) Sehr hilfreich ist daher die optische Gliederung in "4"er-Gruppen: DE und Prüfzahl, sodann alle Zahlen zu viert und zum Schluß dann eine zweistellige Zahl. So kann man zudem die Vollständigkeit der Übernahme aus einer Rechnung pp leicht prüfen.
19.01.2016 - von betroffen
Ergänzung
Ich muss noch etwas ergänzen. Der Ausdruck: "die zehnstellige Kontonummer" ist nicht korrekt, denn viele unserer Kontonummern haben nur 6,7 oder 8 Stellen. Es ist darauf zu achten, dass man seine Kontonummer von vorne mit Nullen auffüllt bis sie 10 Stellen hat! Ein weiterer Hinweis: Die Prüfziffer errechnet sich aus den restlichen Stellen der IBAN. Hat man also mehrere Konten bei der selben Bank, zum Beispiel ein Sparkonto, bei dem der Girokontonummer ein - zwei Ziffern vorangestellt sind, ist die Prüfziffer eine andere. Das muss man wissen!
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