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17.08.2016 09:43

Paydirekt Online-Bezahlsystem "Made in Germany"

von Max Geißler Autor
Paypal, Clickandbuy oder Sofortüberweisung kennt inzwischen jeder. Doch was ist Paydirekt? Und welche Vorteile sind für Sie drin?
Paydirekt Online-Bezahlsystem
Paydirekt wird von der Paydirekt GmbH betrieben und soll vor allem mit dem Marktführer Paypal konkurrieren.
Der Online-Handel boomt. Im Jahr 2015 stieg der Umsatz im deutschen Internethandel auf über 50 Milliarden Euro. Damit werden inzwischen knapp zwölf Prozent des gesamten Einzelhandelsvolumens in Deutschland online abgewickelt – Tendenz steigend. Damit der Online-Handel reibungslos funktioniert, benötigen Käufer und Verkäufer sichere, günstige und einfach zu bedienende Bezahlverfahren.

Die Palette ist inzwischen riesig: Sie reicht von „klassischen“, aus dem Versandhandel bekannten Verfahren wie Vorkasse, Lastschrift oder Kauf auf Rechnung über „elektronische“ Zahlvarianten, wie Kreditkarten und Paypal, bis hin zu internetbasierten Zahlmethoden, beispielsweise der Sofortüberweisung.

Doch alle Verfahren haben Vor- und Nachteile. Diese liegen vor allem im Sicherheitsbereich. Bei der Kreditkartenzahlung gelangen Händler beispielsweise an sensible Daten wie Kreditkartennummer, Sicherheitsnummer und Gültigkeitsdauer der Karte. Hier können Sie nur auf die Seriosität des Händlers hoffen, damit keine unberechtigten Abbuchungen erfolgen.

Anders beim Kauf auf Rechnung: Dieser ist für Sie als Verbraucher völlig sicher. Für den Händler besteht jedoch die Gefahr, dass die Rechnung verzögert oder gar nicht beglichen wird. Aus diesem Grund bevorzugen viele Verkäufer die Vorkasse. Hier müssen Sie vor Lieferung der Ware das Geld überweisen – damit ist der Online-Händler auf der sicheren Seite. Weil das Risiko aber auf die Kunden abgewälzt wird, findet das Verfahren bei Verbrauchern weniger Anklang.

Elektronische Zahlverfahren wie Paypal immer beliebter

Das meistgenutzte Online-Bezahlsystem ist heute Paypal. Bei dem speziell für den E-Commerce entwickelten Verfahren fließt das Geld nicht direkt zum Empfänger, sondern über den Bezahldienst. Dazu ist der Onlineshop über einen Account mit Paypal verknüpft. Als Käufer müssen Sie ein Kundenkonto anlegen und Ihre Konto- oder Kreditkartendaten hinterlegen.

Alternativ können Sie das Paypal-Konto auch mit einem Geldbetrag aufladen. Zum Bezahlen klicken Sie dann auf den Paypal-Link des Händlers, melden sich mit Ihrer E-Mail-Adresse und dem Passwort an und bestätigen den Betrag – fertig. Das TÜV-geprüfte Zahlungssystem verspricht hohe Sicherheit bei der Datenverwaltung und Online-Transaktionen.

Nachteile: Erstens erstellt Paypal Profile der Kunden und verkauft die Daten weiter. Zweitens können Sie zwar geleistete Zahlungen widerrufen, da Sie aber einen Zahlungsauftrag erteilt haben, kann der Händler auf der Ausführung des Auftrags bestehen. Bereits abgewickelte Zahlungen können Sie deshalb nicht zurückfordern. Ausnahme: Die Ware ist schadhaft, entspricht nicht den Erwartungen oder trifft gar nicht erst ein. Dann ersetzt Paypal den Kaufpreis und die Versandkosten. Ähnlich wie Paypal funktioniert Clickandbuy.

Paydirekt: Abbuchung ohne Umwege

Um Umwege über Händler oder fremde Bezahldienste auszuschließen und damit Sicherheitsrisiken zu minimieren, starteten deutsche Banken und Sparkassen das Bezahlsystem Paydirekt. Initiatoren waren Privatbanken wie Deutsche Bank, Postbank, Comdirect, Hypovereinsbank, Volks- und Raiffeisenbanken und Sparkassen.

Vorteil für Sie: Paydirekt verkauft keine Shoppingdaten und ist direkt an das eigene Girokonto angebunden. „Als rein deutsches Bezahlsystem unterliegt es den strengen heimischen Regeln und Datenschutzbestimmungen“, ergänzt Philip Laucks von der Postbank. Der Kunde müsse sich lediglich einmalig bei seiner Bank für Paydirekt anmelden.

Beim Onlineshopping loggt er sich dann über das Paydirekt-Konto bei seiner Bank ein und diese überweist den fälligen Betrag vom Girokonto direkt auf das Händlerkonto. Dritte Zahlungsdienstleister sind nicht im Spiel. „Wir garantieren, dass die Transaktionsdaten bei Paydirekt dem Schutz des Bankgeheimnisses unterstehen“, unterstreicht Laucks.

Pluspunkte für Paydirekt

Paydirekt bringt weitere Vorteile für Kunden: Sollte der Händler nicht liefern, nimmt der eigene Reklamationsservice Kontakt auf. Kann der Händler den Versand der Ware nicht nachweisen, erhalten Sie als Kunde Ihr Geld zurück. Im Gegensatz zum Online-Bezahldienst „Sofortüberweisung“, bei dem ebenfalls die Überweisung direkt vom eigenen Girokonto auf das Konto des Händlers fließt, ist bei Paydirekt kein fremder Zahlungsdienstleister zwischengeschaltet. Dadurch erhalten Dritte keinen Informationen über sensible Kontodaten und erhalten keinen Einblick auf Ihr Konto.

Einen Nachteil hat Paydirekt allerdings: Im Gegensatz zur Sofortüberweisung oder Paypal können Sie an diesem Bezahlverfahren nur dann teilnehmen, wenn Ihre Bank an das System angeschlossen ist.

Tipp: Hier finden Sie alle teilnehmenden Online-Shops.
Biallo-Tipp: Es gibt zigtausende Onlineshops im In- und Ausland und das Warenangebot ist schier grenzenlos. Doch wie finde ich den Richtigen? Mehr dazu lesen Sie in unserem Artikel: "So finden Sie den richtigen Online-Shop".
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Leserkommentare
Kommentare können sich auf eine ältere Version des Artikels beziehen.
18.08.2016 - von Joerg Becker
Paydirekt bei Sparkassen
Paydirekt laut Sparkassenhotline nicht für Geschäftskonten möglich!
26.11.2015 - von Eva Fischer
paypa...l eine katastrophe...keine chance Beschwerden zu regeln oder überhaupt kontakt zu bekommen
Ich habe anfang oktober 3 Warenlieferungen mit paypal bezahlt. leider müßten alle 3 Lieferungen rückgängig gemacht werden. 1x Größe paßte nicht, 1x türkischer Lieferant konnte nicht liefern. 1x Anteil bezahlt keine Ware erhalten . Nun kontaktiere ich seit 1 1/2 monaten paypal vergeblich, um wieder an mein Geld zu kommen. Keine chance...nur nichtsaussagende standard e-mails. telefonisch erreichen Sie da auch Niemanden. Man hängt tagelang in der Warteschleife. Im Gegenteil vor ein paar Tage bekam ich eine Aufforderung eine Zahlung zu leisten, zum Kontoausgleich, weiter wird darauf hingewiesen, Rückzahlung sei erfolgt. Ich kann jeden nur warnen vor diesen Maschen, für mich ist das Betrug und alles andere als Kundenfreundlich. Ich werde jedenfalls diese Unternehmen nicht mehr beauftragen.Solchen Firmen muß das Handwerk gelegt werden.Ich fordere ja nur mein Geld zurück!!!!!
25.11.2015 - von Viktor
Wie kommen Sie drauf das Paypal Daten vKundendatenverkauft?
Paypal versichert auf Ihrer Homepage keine Daten zu verkaufen? Würde gerne Ihre Quelle wissen, da es sonst eine ziemlich heikele Umstellung sonst wäre.
25.11.2015 - von Jones Bach
Völlig falsche Informationen über Paypal
Zitat "Erstens erstellt Paypal Profile der Kunden und verkauft die Daten weiter" Haben Sie dafür Beweise? Ich finde das sind schwere Anschuldigungen und es gibt keine Beweise hierfür. Wie kommen Sie dazu so eine Behauptung aufzustellen? Des weiteren hatte ich noch nie Probleme, wenn ich Waren zurückgesendet habe o.ä. Ich habe bisher immer mein Geld von PayPal zurückerhalten! Also passen Sie bitte auf was Sie genau schreiben.
25.11.2015 - von Hafner
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