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19.08.2016 13:21

Girokonto und Gebühren Postbank bittet Mittelstand zur Kasse

von Kevin Schwarzinger Autor
Die Postbank schraubt zum 1. November dieses Jahres an der Gebührenschraube. Viele Kunden müssen erstmals Kontoführungsgebühren bezahlen.
Girokonto und Gebühren Postbank bittet Mittelstand zur Kasse
Vor knapp 20 Jahren führte die Postbank ihr erstes kostenfreies Girokonto ein.

Durchschnittsverdiener gucken in die Röhre

Ab dem 1. November kostet das Basiskonto (Girokonto Plus) der Postbank 3,90 Euro im Monat, anstatt den bisherigen 5,90 Euro. Das klingt zwar erstmal erfreulich, doch der Teufel steckt bekanntlich im Detail. Zwar war die bisherige Kontoführungsgebühr teurer, zahlen mussten allerdings nur Kunden, die weniger als 1.000 Euro monatlichen Geldeingang verzeichnen konnten. Ab November müssen alle Postbankkunden die geforderten 3,90 Euro im Monat bezahlen - unabgängig vom Geldeingang. Sollten Sie mehr als 3.000 Euro netto im Monat verdienen, lohnt sich ein Wechsel zum Komfortkonto "Giro Extra Plus" - dieses ist dann für Sie kostenlos.

Ein Beispiel: Ein 30-jähriger Angestellter ohne Kinder verdient 5.000 brutto im Monat. Bei Steuerklasse I und Abzug aller Sozialabgaben und Steuern (ohne Kirchensteuer), würden ihm ca. 2.911 Euro übrig bleiben - zu wenig für die Postbank.

Online-Konto für 1,90 Euro im Monat

Kontoführungsgebühren sind also bei der Postbank nichts Neues. Neu ist aber, dass Kunden mit dem Online-Konto (Giro direkt), die ihre Bankgeschäfte am liebsten online, per Selbstbedienungsterminal ihre Bankgeschäfte tätigen, eine Gebühr von 1,90 Euro monatlich zahlen müssen. Dabei beruft sich die Postbank auf die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank. „Das Marktumfeld mit insbesondere dem Niedrigzinsniveau macht es uns immer schwerer, mit dem Girokonto Geld zu verdienen. Klar ist, dass unsere Dienstleistungen einen Wert und damit einen Preis haben“, sagt Susanne Klöß, Vorstand für Produkte bei der Postbank.

Erst mitbegründet, jetzt verworfen

Interessant ist, dass die Postbank mit ihren rund 14 Millionen Kunden – davon mehr als fünf Millionen Girokonten – vor knapp 20 Jahren erstmals ein Gratis-Konto einführte. Somit trug die Postbank wesentlich zu der „Gratis-Kultur“ für Girokonten bei, die wir heute als selbstverständlich erachten.

Nicht ärgern, sondern wechseln!

Sie wollen sich nicht mit den Kontoführungsgebühren abfinden? Dann wechseln Sie doch einfach zu einer der zahlreichen Direktbanken. Beispielsweise bietet die Deutsche Kreditbank (DKB) ein kostenloses Girokonto mit Kreditkarte an. Vorteil: Auf das Kreditkartenkonto erhalten Sie einen Zinssatz von 0,6 Prozent – also bereits auf Tagesgeld-Niveau.
Biallo-Tipp: Im Biallo-Girokonto-Vergleich belegen die DKB und ING-Diba die ersten beiden Plätze. Wir haben beide Produkte ausführlich für Sie getestet. Klicken Sie einfach auf den Anbieternamen.
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Leserkommentare
13.09.2016 - von betroffen
Ergänzung zu BIALLO-REDAKTION vom 22.08.16
Die Postbank bietet ein Girokonto ohne Gebühren, wenn im Monat 3000,- € eingehen. Dieser Eingang muss kein Gehalt sein. Ausgeschlossen sind lediglich Bareinzahlungen aufs Giro und Überweisungen vom Tagesgeld der Postbank. Das ist alles! (Ich bin zwar nicht betroffen ?! gebe aber gerne weiter was ich vor einigen Tagen für meine Arbeitskollegen recherchiert habe)
13.09.2016 - von betroffen
@ HH Wache
Informationen finden Sie unter: "https://www.postbank.de/privatkunden/kontowelt.html?hl=tchibo" Hinter "Fragen und Antworten" finden Sie unter Frage 6 die entsprechenden Informationen. (Sie können Ihr kostenloses Giro behalten wenn Sie sich wie dort angegeben melden)
12.09.2016 - von HH Wache
lebenslang kostenlos???
Und was ist mit meinem "kostenlosen Konto über die gesamte Vertragslaufzeit" - abgeschlossen in Kooperation mit Tchibo 2008?
22.08.2016 - von Biallo-Redaktion
Antwort der Redaktion @Norbert K.
Hallo Herr Norbert K., vielen Dank für Ihren Kommentar. Ab einem Geldeingang von 3.000 Euro fallen keine Gebühren an. Ob Gehalt oder Mieteinahmen spielt dabei keine Rolle. Mit besten Grüßen, Ihre Biallo-Redaktion.
22.08.2016 - von Norbert K.
Gehaltseingang oder Geldeingang ?
Sie schreiben: "Ab November gilt das nur noch bei einem Gehaltseingang von mindestens 3.000 Euro im Monat." Mit Gehalt komme ich nicht ganz hin, habe aber noch andere regelmäßige Einkommen ( Miete ) Danke!
21.08.2016 - von thobaw
Abzocke durch Postbank
Die Postbank hat eigenen Angaben zufolge etwas 5 Millionen Girokonten. Wenn pro Kunde und Konto etwas 3,90 Euro verlangt werden so kassiert sie monatlich etwa 19,5 Mio Euro, pro Jahr etwa 230 Mio Euro zusätzlich. Also eine reine Kundenabzocke
19.08.2016 - von Christian Weitzenböck
Alles hat eben seinen Preis!
Wie im obigen Artikel von Frau Klöß erläutert: Diestleistungen haben eben nun mal ihren Preis. Und das Banken mit klassischen Girokonten kein Geld mehr verdienen, ist der Zinspolitik der EZB zuzuschreiben. Nichtsdestotrotz gebe ich meinen Vorredern recht, 3.000 Euro erscheint mir auch viel zu hoch.
19.08.2016 - von Thomas Binder
Unglaublich
Das ist schon ein starkes Stück von der Postbank. Aber da sind sie ja in bester Gesellschaft, etwa mit der Hypovereinsbank, die selbst für das Online-Konto (sogar Gehaltskonto!!!) Gebühren verlangt. Die Banken brauchen doch unser Geld, um damit zu "arbeiten". Wieso also noch Gebühren zahlen, wenn ich ihnen dabei helfe, ihr klassisches Geschäftsmodell (Einlagen- und Kreditgeschäft) betreiben zu können? Zum Glück gibt es Direktbanken!
19.08.2016 - von Noaahh
Genau recherchiert?
Die Wahrheit scheint noch schlimmer: 3,90 kostet das Girokonto Giro plus Das Giro extra plus ist ab 3000.- kostenfrei, sonst sind 9,90 fällig. Das ist dreist!
19.08.2016 - von Heinz. W.
Frechheit
Ein kostenloses Girokonto erst ab 3.000 Euro netto? Was für eine Frechheit! Also wer bei der Postbank ein kostenloses Girokonto möchte, sollte sich unbedingt einen zweiten Job suchen.
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