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05.03.2015 16:25

Girokonto Postbankkunden müssen tiefer in die Taschen greifen

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Anfang April kosten Papierbelege, wie Überweisungen und Schecks, bei der Postbank 99 Cent. Postbank-Kunden müssen aber nicht gleich ihr Konto schließen.
Girokonto Postbankkunden müssen tiefer in die Taschen greifen
Die Postbank will Kunden zum Onlinebanking erziehen, mit extra Gebühren für Papierüberweisungen
Es gibt wieder einen neuen Aufreger im Bankensektor. Die Postbank verlangt künftig mehr Geld von ihren Kunden. Ab dem 1. April 2015 sollen Papier-Belege, wie Überweisungen und Schecks, je 99 Cent kosten. Davon sind wahrscheinlich die meisten der rund fünf Millionen Postbank-Kunden betroffen, die das besagte Konto Giro Plus nutzen. Ab einem monatlichen Geldeingang von 1.000 Euro war es bislang kostenlos. Wer weniger Einnahmen verbuchen kann, musste bisher schon monatliche Kontoführungsgebühren von 5,99 Euro berappen. Ab dem 1. April kosten also zusätzlich die handschriftlich ausgefüllten Überweisungsformulare und Schecks Geld. Aufträge am Überweisungsterminal, per Telefonbanking oder via Onlinebanking sind dagegen weiter kostenlos. Erziehungsmaßnahme zum Onlinebanking? Verbraucherschützer haben nach der Ankündigung postwendend protestiert und Stiftung Warentest ist sich nicht sicher, ob die 99 Cent überhaupt rechtmäßig sind. Auf deren Plattform test.de stellen sie daher ein Musterschreiben zum Download bereit. "Wer sein Konto behalten und der Regelung nicht wider­sprechen will, sollte sich die Rück­forderung vorbehalten", heißt es im Netz. Kunden stehen neben dem Protestschreiben aber auch andere Möglichkeiten zur Auswahl, um sich Geld zu sparen:
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Kunden der seit 2010 von der Deutschen Bank übernommenen Postbank, die weiterhin selbst ausgefüllte Überweisungen abgeben möchten und kein Internetbanking nutzen wollen, können zum Beispiel ihr Konto tauschen. Zwar bleibt zum Beispiel das Konto Giro extra plus erst ab Geldeingängen über 4.000 Euro im Monat kostenfrei, dafür sind dann auch Papier-Belege inklusive. Wer weniger als 1.000 Euro im Monat auf das Konto buchen lässt, zahlt hingegen knapp zehn Euro Gebühr pro Monat, bei Einnahmen bis rund 4.000 Euro monatlich kostet das Girokonto knapp vier Euro. Treue Kunden der Postbank, die ihr Konto tauschen möchten, sollten am Schalter oder Telefon der Bank danach fragen, von sich aus wird der Banker den Wechsel nicht anbieten.

Im Grunde muss man jedoch festhalten, dass die Papierüberweisung eh an Bedeutung verliert und irgendwann im Museum landet. Die meisten Abbuchungen vom Girokonto finden heutzutage per Lastschrift statt und die sind bei der Postbank weiterhin inklusive. Andere Abbuchungen, wie zum Beispiel der Strom oder die Miete, werden gratis per Dauerauftrag abgebucht. Und wenn dann doch mal eine Überweisung ansteht, sollte der Kunde die Buchung kostenlos über das Telefonbanking oder den Überweisungsterminal in Auftrag geben. 

Kunden, die dagegen nicht auf eine Papierüberweisung bestehen, können auch zu Banken wechseln, die komplett auf Kontoführungsgebühren verzichten. Freilich handelt es sich dabei um Onlinebanken, also Geldhäuser ohne Filialen und einem Mitarbeiter im Hosenanzug hinterm Bankschalter. Die Berliner DKB zum Beispiel verlangt für das DKB Cash inklusive Kreditkarte, mit der weltweit kostenlose Bargeldversorgung möglich ist, null Euro. Auch bei der DAB Bank und der Consorsbank (ehemals Cortal Consors) werden keine Kontoführungsgebühren fällig und über die Kreditkarte ist weltweit gratis an allen Automaten abheben drin. Am einfachsten ist, man wirft einen Blick auf unseren Girokonto-Vergleich. Dort können Onlinekonten, aber auch Filial-Girokonten, miteinander verglichen werden.

So nutzen Sie unseren Girokonto-Vergleich

Die Auswahlkriterien: Im Vergleich angezeigt werden unsere Produktchecks, die das Girokonto auf Merkmale, Stärken und Schwächen hin beurteilen. Zudem sehen Sie Ihren Ertrag pro Jahr. Heißt: Wer mit dem Schieberegler einen monatlichen Geldeingang von 3.500 Euro und einem niedrigsten Kontostand von 1.500 Euro einstellt, hat mit dem DKB-Cash-Konto eine Ersparnis von rund 21 Euro gegenüber dem Konto beim schlechtesten Anbieter aus unserem Vergleich.

Zudem sehen Sie im Girokonten-Vergleich die Höhe der jeweiligen Sollzinsen, aber auch die Guthabenzinsen, sofern eine Bank diese bezahlt. Die ING-Diba zum Beispiel verlangt 7,85 Prozent für den Dispokredit und zahlt auf dem Extra-Konto-Tagesgeld 0,80 Prozent für Guthaben. Für die Auswahl eines Girokontos ist zudem die Bargeldversorgung von entscheidender Bedeutung. Kann der Kunde nur bei den hausinternen Geldautomaten kostenlos Bargeld ziehen oder kann er weltweit kostenlos mit seiner Girocard oder Kreditkarte abheben.

Wer auf die jeweilige Bank klickt erfährt zudem, ob die Bank derzeit ein attraktives Neukundenangebot im Programm hat. Häufig zahlen die Banken 150 Euro Bonus und mehr für die Eröffnung eines neuen Girokontos.
 
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