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09.07.2016 13:20

Urlaub Thailand-Rundreise - ein Erfahrungsbericht

von Thomas Brummer Autor
Urlaub ist bekanntlich die schönste Zeit - gerade in Thailand. Über eine verkorkste Anreise, fußballspielende Elefanten, traumhafte Strände und einen doch noch wunderschönen Urlaub.
Urlaub Thailand-Rundreise - ein Erfahrungsbericht
Die West-Küste von Koh Chang lädt zum Sonnen und Flanieren am Strand ein.
Eine neue Kultur kennenlernen, beeindruckende Tempel sehen und in der Hängematte die Seele baumeln lassen, das war die Absicht unserer zweiwöchigen Thailand-Rundreise. Doch stellen Sie sich mal folgendes vor: Sie freuen sich auf Ihren heißersehnten Urlaub und auf dem Weg zum Flughafen werden Ihnen die Reisepässe gestohlen. Ein Albtraum oder passiert mir nie, werden Sie sich jetzt denken. Genau so hätten wir bis dahin vielleicht auch gedacht. Doch genau das passierte uns. Wir, das sind meine Frau, zwei Kinder und ich. Aber der Reihe nach. Über das Online-Reisebüro Lidl Reisen hatten wir unsere Reise gebucht - Nord-Thailandrundreise und eine Woche Erholung auf einer kleinen verschlafenen Insel namens Koh Chang, so das Angebot. Dafür verlangte der Veranstalter 1.299 Euro pro Person. Mit inbegriffen waren Hin- und Rückflug, Zugfahrkarten zum Kölner Flughafen und wieder zurück, Busfahrten, sämtliche Hotelübernachtungen und Standardausflüge sowie Mittagessen im Rahmen der Rundreise. Frühstück war sowohl während der Rundreise dabei als auch in der zweiten Woche auf der Ferieninsel Koh Chang.

Die Anreise

Voller Vorfreude ging es dann los. Mit etlichen Koffern und zwei Kindern im Schlepptau machten wir uns auf den Weg. Zwischenziel: Flughafen Köln/Bonn. Dann kam der verhängnisvolle Umstieg in der Nähe von Bonn. Das Ende vom Lied: Alle unsere Reisepässe wurden gestohlen. Müssen wir nun den geordneten Rückzug antreten? Nach langem Hin und Her mit dem Veranstalter durften wir schließlich auf eigene Kosten nachkommen (pro Person gut 400 Euro extra), aber auch das lief leider nicht so reibungslos wie erhofft. Mit der Perspektive, doch noch die gewünscht Reise antreten zu können, setzten wir uns wieder in den Zug nach München, „bestimmt wird es ja doch noch was“, machte uns meine Frau Mut. In München angekommen schliefen wir erstmal eine Nacht darüber. Am nächsten Morgen ging es dann gleich zum Kreisverwaltungsreferat, um uns mit vorläufigen Reisepässen einzudecken. Zweiter Anlauf: Mit neuen Reisepässen machten wir uns dann drei Tage später erneut auf den Weg zum Flughafen, diesmal zum nahegelegenen Münchner Flughafen. In die Egypt Air-Maschine eingestiegen klappten die Bildschirme runter und anstatt der üblichen Sicherheitseinweisungen war eine Moschee zusehen und es wurde ein Gebetsspruch verlesen. Immerhin, für unseren zweiten Versuch haben wir Beistand von ganz oben, dachte ich mit Galgenhumor. Etliche Stunden später: Ankunft in Bangkok – jetzt wird es alles gut. Nein, zu früh gefreut. Denn unsere Reisegruppe, zu der wir dazu stoßen sollten, war nicht wie angekündigt im 90 Kilometer entfernten Ayutthaya, sondern bereits im knapp 400 Kilometer entfernten Kamphaeng nördlich von Bangkok. Dann müssen wir eben dahin fahren, hilft alles nichts. Die Fahrt mit dem Taxi hat schließlich mehr als fünf Stunden gedauert, die Familienkasse wurde um weitere 100 Euro geschröpft, was jedoch angesichts der Fahrtzeit noch durchaus human ist. Jetzt sollte aber wirklich Schluss sein mit den negativen Erlebnissen – und so war es dann auch.

Die Thailand-Reise beginnt

Die erste Station war der Wat Phrathat Lampang Luang Tempel im Norden Thailands. Von Mauern umgeben können Touristen von außen kaum etwas sehen, doch wer die sogenannte Naga-Treppe hinaufgeht, dem offenbaren sich gleich mehrere buddhistische Anlagen. Den Haupttempel umkreisen Gläubige dreimal – und zwar barfuß, was für uns bei diesem heißen Boden eine Herausforderung darstellte. Frisch gestärkt geht es für uns nach dem Mittagessen nach Lamphun weiter. Dort wartet schon der nächste Tempel: Wat Phra That Hariphunchai in Lamphun. Die Anlage ist ein wahrer Blickfang. Hinter dem weißen Eingangsbereich mit zwei Drachen an der Seite kommt eine goldene Tempelanlage zum Vorschein – natürlich kein reines Gold. Nicht ganz ausgeschlafen geht es am nächsten Morgen um Punkt sieben Uhr nach Chiang Mai, der größten Stadt Nordthailands. Hier finden sich wirkliche alternative Einkehrmöglichkeiten. Mit Cocosnüssen, auf einem Strohballen sitzend lässt sich entspannt den Klängen einer Band lauschen. Zu Essen gibt es dort, wie an allen besichtigten Orten traditionelle thailändische Küche, etwa Pad Thai, das man in einfachen Restaurants oder Ständen für etwa 1,50 Euro bekommt. Eine Cocosnuss als Drink schlägt mit rund einem Euro zu Buche. Der Ort ist ein Eldorado für Aussteiger, Hippies und solchen, die sich als solche fühlen.

Elefantenritt, Langhalsfrauen und jede Menge Tempelanlagen

Zu lange konnten wir das Flair leider nicht genießen, wir hatten schließlich am Folgetag ein straffes Programm vor uns: Elefantenreiten, der Besuch der Langhalsfrauen und die Besichtigung des Wat Phrathat Doi Southep Tempels, der sehr große Ähnlichkeit mit dem Tempel am Vortag hatte. Die Kinder hatten ohnehin nur das Elefantenreiten im Kopf. Zugeben, für uns war es auch eine willkommene Abwechslung. Nach einem 50-minütigen Ausritt im Elefantencamp im Tal von Mae Rim war schließlich noch viel Zeit, Kontakt mit den schwergewichtigen Vierbeinern aufzunehmen, um mit ihnen vor der Kamera zu posieren. Trinkgelder sammelten die Elefanten professionell und freundlich mit dem Rüssel ein, mit dem sie sich hinterher artig bedankten. Schließlich boten die Elefanten noch eine unterhaltsame Show. So übte sich etwa einer im Elfmeterschießen auf ein Fußballtor, drei andere malten ein Portrait von sich selbst. Im Anschluss brachten einzelne Floße unsere Reisegruppe vom Elefanten-Camp zu den Langhalsfrauen. Im Kindesalter bekommen Mädchen einen Ring um den Hals. Alle fünf Jahre kommen weitere Ringe hinzu. „Hoffentlich ist kein Orthopäde in unserer Reisegruppe“, flüsterte mir meine Frau zu. Etwas müde, aber mit vielen Eindrücken vom Tag geht es weiter in die Provinz Sukhotai, wo schon am nächsten Tage weiter Besichtigungen folgen sollten. Hier geht es dann am nächsten Morgen zum Geschichtspark Sukthothai. Der Ort war im 13. und 14. Jahrhundert die Hauptstadt des Sukhothai-Königreichs. Da das Gelände dermaßen groß ist, werden Besucher mit dem Bus zu einzelnen Ruinenstellen gebracht. Besucher finden auf dem Areal Tempelanlagen, Buddha-Statuen, Seen und sehr viel Grün.

Auf zur Ferieninsel Koh Chang

Jeder Tempel hat natürlich etwas für sich, aber allmählich steigt bei uns die Vorfreude auf den erholsamen zweiten Teil des Urlaubs auf der Ferieninsel Koh Chang. Das war dann auch am folgenden Tag unser Ziel. Nach einer etwa fünfstündigen Busfahrt und einer 20-minütigen Fährfahrt lasen wir schließlich das Schild: „Welcome to Koh Chang“. Koh Chang, eine Insel von 30 Kilometer Länge und rund zehn Kilometer Breite, war früher eine Militärinsel und ist seit ein paar Jahren für den Fremdenverkehr geöffnet. Hier dürfte es keinem schwer fallen, einige Tage auszuspannen. Sonnenanbeter finden im Westen schöne Strände, Bergfreunde kommen im Inneren der Insel auf ihre Kosten und wer es einsam mag, bleibt im Osten der Insel. Die Insel ist auch leicht mit einem Roller zu erkunden, die es an jeder Ecke gibt. Kostenpunkt für einen Tag: Fünf Euro Leihgebühr und drei Euro Benzin. In unserem Ort, in Klong Prao, gibt es alles, was Touristen brauchen: Supermärkte, etliche Restaurants, Apotheken, einen Markt und vieles mehr.

Tipp: Touristen sollten schöne und damit vermeintlich teure Lokale in Klong Prao nicht scheuen. Denn nach deutschen Maßstaben ist hier im Grunde nichts kostspielig. So können Sie direkt am Strand oder an einer romantischen Lagune ein Abendessen für drei Euro Bestellen. In Standardrestaurants fällt etwa die Hälfte an – zum Beispiel 1,50 Euro für Pad Thai, einem traditionellen Nudelgericht mit Reisbandnudeln. Aber auch ein Essen am Markt sollten Touristen unbedingt einmal erlebt haben. Hier gibt es etwa die Kugel Eis für umgerechnet 25 Cent.

Fazit: Trotz der anfänglichen Schwierigkeiten hatten wir einen sehr schönen, interessanten und abwechslungsreichen Urlaub in Thailand. Gerade die Kombination aus Besichtigungen und Erholung ist uns sehr entgegengekommen. Die Reise richtet sich aber eher an einzelne erwachsene Paare oder Familien mit älteren Kindern, für jüngere Kinder ist das umfangreiche Besichtigungsprogramm weniger geeignet.

Klicken Sie sich hier durch die Thailand-Rundreise:

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Leserkommentare
09.07.2016 - von Muadib
THANKS...
Die anfänglichen Schwierigkeiten mit Folgekosten sind aber allein auf einen Fehler von Euch zurückzuführen... Lidl Buchungen sind gar nicht mein Ding, aber schön das alles geklappt hat. Danke für den unterhaltsamen Bericht....
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