Burnout Kostenlose Extras der Krankenkasse

Anja Lang
von Anja Lang
01.07.2014
Auf einen Blick

Fehltage im Job wegen Burnout nehmen dramatisch zu. Welche Krankenkassen kostenlose Extras speziell beim Burnout-Syndrom anbieten.

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Andauernde Belastungen und Stress im Job, aber auch im Privatleben, können regelrecht krank machen. Die Rede ist vom Burnout, zu Deutsch „Ausbrennen“ - gemeint ist die totale seelische und körperliche Erschöpfung. Besonders häufig betroffen sind engagierte Persönlichkeiten, die beruflich stark gefordert sind und den ständigen Spagat zwischen Beruf und Familienleben vollbringen. Das geschieht allerdings nicht selten mit fatalen Folgen für die eigene Gesundheit: Laut einer Studie des BKK-Bundesverbandes sind die Krankheitstage aufgrund von Burnout in den letzten sieben Jahren um fast das 20-fache angestiegen.

Krankenkasse - Warnsignale von Burnout

Ein Burnout kommt nicht von heute auf morgen, sondern entwickelt sich schleichend. Bis es zum Totalausfall kommt, können Monate oder gar Jahre vergehen. Erste Anzeichen für ein beginnendes Burnout-Syndrom sollten deshalb sehr ernst genommen werden. Warnsignale sind zum Beispiel andauernde Phasen von Arbeitssucht in denen Auszeiten fehlen, persönliche Bedürfnisse hinten angestellt werden und soziale Kontakte vernachlässigt werden. Auch Schlafstörungen, chronische Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und Antriebslosigkeit können Hinweise auf ein beginnendes Burnout-Syndrom sein.

Präventionsangebote der Krankenkasse

Wer rechtzeitig gegensteuert und sukzessive lernt sich wieder zu entspannen, kann einem drohenden Burnout aber gut vorbeugen. Viele Krankenkassen bieten hierzu Präventionskurse an, in denen erprobte Verfahren zur Entspannung geübt werden oder auch aktives Stressmanagement trainiert wird, um im Alltag wieder besser mit Belastungen umgehen zu können. Kasseneigene Kurse sind in der Regel komplett kostenlos. Kurse externer Anbieter werden, von den meisten Krankenkassen, mit bis zu 80 Prozent bezuschusst. Einige übernehmen aber auch hier 100 Prozent der Kosten, wie zum Beispiel die AOK Plus. Eine Kostenbeteiligung bzw. Kostenübernahme gibt es allerdings immer nur, wenn die Kurse auch speziellen Qualitätskriterien entsprechen, die inzwischen einheitlich festgelegt sind. Und, wenn der Kurs nachweislich zu 80 Prozent besucht wurde.

Unser Tipp

Welche Krankenkassen Präventionskurse zur Burnout-Prävention anbieten, können Sie ganz einfach mit unserem Biallo-GKV-Rechner ermitteln. Hier sehen Sie auch, welche Krankenkasse weitere Extras, wie eine kostenlose Zahnreinigung, Naturheilverfahren, Beitragsprämien und viele mehr anbietet.

Krankenkasse - Extras bei Burnout

Darüber hinaus bieten einige Kassen ihren Versicherten aber auch noch weitere Extras im Kampf gegen Burnout: So können Mitglieder der BIG direkt Gesundheit - die vom Burnout-Syndrom bedroht sind - zum Beispiel sieben Tage in einer speziellen Burnout-Klinik verbringen. Manche Krankenkassen bieten Kurse zur Burnout-Prävention auch online an, wie zum Beispiel die Heimat BKK oder TKK. Vielbeschäftigte Versicherte können den Präventionskurs so leichter in ihren laufenden Arbeitsalltag einbauen. Die Techniker Krankenkasse zahlt betroffenen Versicherten darüber hinaus auch einen kräftigen Kostenzuschuss für ein fünftägiges Spezial-Seminar am Institut für Burnout-Prävention in Hamburg. Statt regulär 1.000 Euro wird für TK-Versicherte dann nur noch eine Eigenbeteiligung von 200 Euro für den Intensivkurs fällig.

Unser Tipp

Übrigens: Auch Unterforderung und Langeweile in der Arbeit können krank machen. Ärzte sprechen dann vom sogenannten Borout-Syndrom. Die Symptome sind denen des Burnout-Syndroms relativ ähnlich. Während Burnout-Patienten in der Gesellschaft relativ viel Verständnis finden, werden die Probleme von Borout-Patienten aber fälschlicherweise nicht besonders ernst genommen und allgemein eher belächelt.

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