Private Krankenzusatzversicherungen Welcher Extra-Schutz sich wirklich lohnt

Annette Jäger
von Annette Jäger
17.07.2014
Auf einen Blick

Bei der Gesundheit darf`s gerne ein bisschen mehr sein: Verbraucher setzen zunehmend auf private Krankenzusatzversicherungen, um die Kassenleistung aufzustocken. Doch nicht alle Policen versprechen ein medizinisches Plus. Darauf kommt es an:

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Leistungen von privaten Krankenzusatzversicherungen

Mit privaten Krankenzusatzversicherungen wird man zum Privatpatienten: im Krankenhaus, beim Zahnarzt, im Ausland, beim Heilpraktiker oder beim Hausarzt. Die Privaten leisten meist einen prozentualen Zuschuss zu den Gesamtkosten; je höher die Kostenbeteiligung, desto höher auch die Beiträge. Tarife schließt man besser einzeln ab - keine Pakete mit einem ganzen Bündel an Leistungen! „Hier ist oft Überflüssiges enthalten und die Erstattungsbeträge sind zu gering“, sagt Versicherungsberater Thorsten Rudnik. Wichtig ist, dass die Policen bei den Arzthonoraren üppig leisten – auch über den 3,5-fachen Satz hinaus.
 

Wer bietet Private Krankenzusatzversicherungen an?

Viele Policen werden von privaten Krankenversicherern angeboten. Aber auch gesetzliche Krankenkassen (GKV) sind unter die Vermittler gegangen und bieten in Kooperationen mit privaten Versicherern Policen an - oft zu günstigeren Beiträgen. Doch Vorsicht, das hat auch Tücken: „Wechselt man die Krankenkasse, verliert man auch den Bonus für die private Zusatzpolice“, warnt Elke Weidenbach von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. „Oft sind die Leistungen solcher Verträge nicht ausreichend.“ Achten Sie daher beim Abschluss der privaten Krenkenzusatzversicherungen darauf, dass die Leistungen im Fall eines Kassenwechsels nicht verloren gehen.

Wichtiger Schutz: Krankentagegeldversicherung

„Wer gesetzlich versichert ist und ein hohes Einkommen hat, darf auf diese Police nicht verzichten“, betont Rudnik. Denn sonst erhält man im Krankheitsfall von der Kasse nur ein Krankengeld von maximal 2.835 Euro im Monat. Das kann zu wenig sein, um die monatlichen Kosten zu decken. Die private Krankentagegeldversicherung gewährt einen vereinbarten Tagessatz für einen unbefristeten Zeitraum. Gute Verträge gestatten eine nachträgliche Anpassung der Höhe des Krankengeldes ohne erneute Gesundheitsprüfung, sagt der Versicherungsexperte.

Private Krankenzusatzversicherungen
Bei der Gesundheit darf`s gerne ein bisschen mehr sein: Verbraucher setzen zunehmend auf private Krankenzusatzpolicen, um die Kassenleistung aufzustocken. Nicht alle Policen versprechen ein medizinisches Plus. Darauf kommt es an.

Auslandskrankenversicherung

Auf Reisen gehört diese private Krankenzusatzversicherung ins Gepäck. „Sie garantiert den medizinischen Rücktransport im Krankheitsfall. Das bezahlt die Krankenkasse nicht“, sagt Weidenbach. Die Versicherung komme daneben zu 100 Prozent für alle Kosten der medizinischen Notfallbehandlungen im Ausland auf. Policen gibt es ab 20 Euro für eine ganze Familie im Jahr.
 

Private Krankenzusatzversicherungen für die freie Arztwahl

Stationäre Zusatztarife können im Ernstfall eine bessere medizinische Versorgung gewährleisten. Nämlich dann, wenn man eine Klinik oder einen Arzt seiner Wahl aufsuchen möchte. „Das steht Kassenpatienten nicht automatisch zu“, sagt Rudnik. Die stationären Zusatztarife lohnen sich als Teil der privaten Krankenzusatzsversicherungen auch für Kinder – denn wer jung einsteigt, zahlt für diese privaten Krankenzusatzversicherungen unter zehn Euro im Monat und sichert sich langfristig günstige Beiträge.

Heilpraktikerleistungen über eine private Krankenzusatzversicherung absichern

Geht man häufig und regelmäßig zum Heilpraktiker, kann sich eine private Krankenzusatzversicherung speziell hierfür lohnen. Oftmals sind Leistungen für alternative Heilmethoden in ambulanten Ergänzungstarifen enthalten, die auch unter anderem Zuschüsse zu Sehhilfen oder zu gesetzlichen Zuzahlungen – beispielsweise bei Rezepten - gewähren. Es lohnt sich, dies zu prüfen. Denn auch für Heilpraktikerbehandlungen gibt es meist eine prozentuale Erstattung und eine Maximalleistung im Jahr. Vor allem sind nicht alle Arten von alternativen Heilmethoden abgedeckt.

Wollen Sie mehr wissen? Welche Zusatzpolicen sollten Sie sich lieber nicht aufschwätzen lassen? Diese und weitere Fragen beantwortet unser kostenloses sechsseitiges Dossier zum Thema "Private Krankenzusatzversicherungen: Welcher Extra-Schutz sich wirklich lohnt".

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während meines Studiums der Neueren Geschichte in München begann ich als freie Journalistin zu arbeiten, unter anderem für die Süddeutsche Zeitung. Im Jahr 2000 kam ich zu biallo.de, damals waren Versicherungsthemen für mich Neuland, über Gesundheitspolitik las ich in der Zeitung oder bekam die Auswirkungen als Patientin zu spüren.

Schnell stellte ich fest, dass der unverstellte Blick von außen durchaus von Vorteil ist bei der kritischen Aufbereitung dieser Themen. Bei Biallo schreibe ich noch immer über Versicherungen, Gesundheit und Soziales. Neuland sind diese Themen heute nicht mehr.

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während meines Studiums der Neueren Geschichte in München begann ich als freie Journalistin zu arbeiten, unter anderem für die Süddeutsche Zeitung. Im Jahr 2000 kam ich zu biallo.de, damals waren Versicherungsthemen für mich Neuland, über Gesundheitspolitik las ich in der Zeitung oder bekam die Auswirkungen als Patientin zu spüren.

Schnell stellte ich fest, dass der unverstellte Blick von außen durchaus von Vorteil ist bei der kritischen Aufbereitung dieser Themen. Bei Biallo schreibe ich noch immer über Versicherungen, Gesundheit und Soziales. Neuland sind diese Themen heute nicht mehr.

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