Zahnarztkosten Sechs Tipps, die sparen helfen

Zahnarztkosten Sechs Tipps, die sparen helfen

Annette Jäger
von Annette Jäger
02.02.2015
Auf einen Blick

Gesetzlich Krankenversicherte haben die Möglichkeit, den Eigenanteil, der bei Zahnarztkosten anfällt, zu reduzieren. Welche Sparmöglichkeiten es gibt.

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1. Zusatzleistungen der Krankenkassennutzen

Was die Krankenkassen im Rahmen des gesetzlichen Leistungskatalogs beim Zahnersatz bezahlen, ist oft verschwindend gering, vor allem, wenn man aufwändigere Behandlungsmethoden wählt. Inzwischen bieten aber einige Krankenkassen im Rahmen von Zusatzleistungen vergünstigte Zahnbehandlungen an. Allerdings muss man bereit sein, den Zahnarzt zu wechseln. Zahnreinigungen zum Festpreis von 50 Euro oder Implantate zum Festpreis von 1.100 Euro, dazu längere Garantiezeiten, gibt es nur bei Zahnärzten, mit denen die Krankenkassen spezielle Verträge ausgehandelt haben. Man sollte bei seiner Krankenkasse nachfragen, ob sie derartige Angebote hat und zu welchen Bedingungen sie leistet.

Tipp: Sie erwägen, Ihre Krankenkasse zu wechseln? Vergleichen Sie über 100 gesetzliche Krankenversicherungen mit dem Biallo-Krankenkassen-Rechner. Hier erfahren Sie auch, ob Ihre favorisierte Kasse beispielsweise Vorteilsprogramme im Bereich Zahnarztkosten anbietet.

2. Zahnarztkosten vergleichen

Ein Zahnarztbesuch ist Vertrauenssache. Wenn man mit seinem Arzt zufrieden ist, bleibt man ihm meist treu. Doch es lohnt sich nachzufragen, was die Kollegen an Zahnarztkosten berechnen. Beispiel Zahnreinigung: Die Kosten dafür variieren zwischen 40 und 120 Euro. Auch bei Inlays, Kronen und Implantaten gibt es enorme Preisunterschiede. Es kommt immer darauf an, mit welchen Labors der Zahnarzt zusammenarbeitet und nach welchem Gebührensatz er abrechnet. Man kann durchaus seinen Zahnarzt fragen, ob er bereit ist, mit einem günstigeren Labor zusammenzuarbeiten, denn die Laborkosten sind bei Zahnersatz der größte Kostenfaktor.

3. Durch Zahnarztauktionen Zahnarztkosten sparen

Um Zahnarztkosten zu reduzieren, kann man im Internet auch seine anstehende Zahnbehandlung versteigern: Man stellt auf Plattformen wie www.zahngebot.de, www.medikompass.de oder www.2te-Zahnarztmeinung.de seinen Heil- und Kostenplan ein. Verschiedene Zahnärzte geben dann ihr Angebot ab – wer das niedrigste Angebot macht, erhält den Zuschlag. Hier sollen bis zu 40 Prozent Ersparnis bei Zahnarztkosten möglich sein.

4. In der Zahnklinik behandeln lassen

Einige Zahnkliniken, die einem Uniklinikum angeschlossen sind, bieten sogenannte Studenten- oder Patientenkurse an, in denen man sich von Studenten höherer Semester für einen Bruchteil der üblichen Zahnarztkosten behandeln lassen kann. Diese Möglichkeit steht allen gesetzlich versicherten Patienten offen. Auch hier gewährt die Krankenkasse die üblichen Festzuschüsse. Vorteil: Die Kosten, die über die Festzuschüsse hinausgehen und die der Patient komplett aus eigener Tasche bezahlen muss, sind in der Zahnklinik um einiges günstiger als in einer üblichen Zahnarztpraxis. Manche Kliniken verlangen lediglich die Materialkosten, andere kassieren zusätzlich reduzierte Anfertigungsgebühren. Hier praktiziert jedes Klinikum seine eigenen Abrechnungsmodalitäten. Studentenkurse bieten unter anderem die Uni-Zahnkliniken in München, Frankfurt, Hannover und Mainz an. Allerdings benötigt man Geduld. Termine sind nicht leicht zu ergattern – die Wartezeiten liegen manchmal bei mehreren Monaten.


5. Behandlung im Ausland spart Zahnarztkosten

Dass es in Ungarn, Tschechien, Polen oder auch auf Mallorca Zahnersatz zu wesentlich günstigeren Preisen gibt, hat sich inzwischen herumgesprochen. Die Kostenersparnis bei Zahnarztkosten liegt Schätzungen zufolge bei 30 bis 50 Prozent gegenüber den Preisen in Deutschland. Die Krankenkassen gewähren die üblichen Zuschüsse wie beim heimatlichen Zahnarztbesuch. Allerdings muss man unbedingt vorher den Heil- und Kostenplan einreichen, in dem der ausländische Arzt ein detailliertes Angebot gemacht haben sollte. Günstig ist, wenn der ausländische Arzt einen Kooperationsvertrag mit einem deutschen Arzt abgeschlossen hat. Gibt es gesundheitliche Probleme, wenn man wieder in der Heimat ist, kann man sich komplikationslos vom deutschen Kooperationsarzt behandeln lassen. Soll ein anderer deutscher Arzt die Korrektur ausführen, wird das die Krankenkasse nicht bezahlen. Knackpunkt: Man muss einen guten Arzt finden. Ratsam ist, bei seiner Krankenkasse fragen, ob es Erfahrungsberichte anderer Patienten gibt. Am besten, man kann die Praxis vor der Reise in Augenschein nehmen.

6. Mit dem Zahnarzt verhandeln

Hat man in punkto Zahnarztkosten ein günstigeres Angebot für eine anstehende Behandlung gefunden - sei es beim ausländischen Arzt oder über eine Auktion – kann man damit immer noch zum eigenen Zahnarzt gehen und über die Kosten verhandeln. Das ist durchaus legitim und nicht selten sogar erfolgreich.

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während meines Studiums der Neueren Geschichte in München begann ich als freie Journalistin zu arbeiten, unter anderem für die Süddeutsche Zeitung. Im Jahr 2000 kam ich zu biallo.de, damals waren Versicherungsthemen für mich Neuland, über Gesundheitspolitik las ich in der Zeitung oder bekam die Auswirkungen als Patientin zu spüren.

Schnell stellte ich fest, dass der unverstellte Blick von außen durchaus von Vorteil ist bei der kritischen Aufbereitung dieser Themen. Bei Biallo schreibe ich noch immer über Versicherungen, Gesundheit und Soziales. Neuland sind diese Themen heute nicht mehr.

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während meines Studiums der Neueren Geschichte in München begann ich als freie Journalistin zu arbeiten, unter anderem für die Süddeutsche Zeitung. Im Jahr 2000 kam ich zu biallo.de, damals waren Versicherungsthemen für mich Neuland, über Gesundheitspolitik las ich in der Zeitung oder bekam die Auswirkungen als Patientin zu spüren.

Schnell stellte ich fest, dass der unverstellte Blick von außen durchaus von Vorteil ist bei der kritischen Aufbereitung dieser Themen. Bei Biallo schreibe ich noch immer über Versicherungen, Gesundheit und Soziales. Neuland sind diese Themen heute nicht mehr.

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