Krankentagegeld
  • Einkommen absichern
  • Testsieger im Vergleich
  • Individuelle Tagessätze
  • Leistungsstarke Tarife
Annette Jäger
Annette Jäger
Für Selbstständige und Besserverdienende ist die Krankentagegeldversicherung ein Muss.

Krankentagegeld

„Wenn ich krank werde, dann zahlt doch der Arbeitgeber mein Gehalt weiter.“

Dieser Gedanke ist im Großen und Ganzen richtig. Wäre da nicht das Wörtchen „wenn“. Denn gezahlt wird nur, wenn man nicht selbständig ist. Denn Selbständige haben keinen Arbeitgeber. Und voll gezahlt wird auch nur, wenn man nur sechs Wochen ausfällt.

Ein klassisches Beispiel: der Bandscheibenvorfall. Hier ist man als Patient oft Monate lang arbeitsunfähig. Angestellte bekommen ihr Gehalt sechs Wochen lang weiter gezahlt. Danach springt die gesetzliche Krankenkasse ein. Für höchstens 78 Wochen zahlt sie Krankengeld. Jedoch muss man mit Einkommenseinbußen von bis zu 20 Prozent rechnen.

Die private Krankenversicherung zahlt nicht automatisch Krankentagegeld. Dies muss man entweder als zusätzlichen Baustein oder in einer gesonderten Police zusätzlich vereinbaren.

Brauche ich eine Krankentagegeldversicherung?

Für wen rentiert sich die Krankentagegeld Versicherung?

Grob unterscheiden muss man hier ganz klar zwischen angestellt und selbständig, gesetzliche Krankenversicherung und private Krankenversicherung:

Krankentagegeld und Selbständige

Die private Versicherung „Krankentagegeld“ ist eine freiwillige, private und absolut sinnvolle Versicherung. Sie leistet immer dann, wenn im Falle einer längeren Krankheit das Einkommen komplett ausfällt oder aber gemindert wird. Eine Krankentagegeldversicherung dürfte vor allem für Freiberufler und Selbständige sehr interessant sein, da sie weder Krankengeld, noch gesetzliche Lohnfortzahlung erhalten. Sie sind im Krankheitsfall völlig auf sich gestellt. Haben sie eine private Krankenversicherung, sollten sie prüfen, inwiefern und wieviel Krankentagegeld gezahlt wird. Ändern sich die Lebensumstände, kann man den Betrag des Krankentagegeldes bei einer privaten Krankenversicherung auch nach oben oder unten korrigieren.

Gut zu wissen: Krankentagegeld ist abgaben- und steuerfrei und wird netto an den Empfänger ausbezahlt.

Krankentagegeld und privat versicherte Arbeitnehmer

Hat man sich als Arbeitnehmer für eine private Krankenversicherung entschieden, erhält man nach den sechs Wochen Lohnfortzahlung kein Krankengeld. Deshalb ist es wichtig, ein Krankentagegeld zu erhalten, das ab dem 43. Tag – also ab dem Ausfall der Lohnfortzahlung – ausbezahlt wird. Dann ist man auch mit einer privaten Krankenversicherung plus Krankentagegeld gut abgesichert.

Krankentagegeld und gesetzlich versicherte Arbeitnehmer

Gesetzlich versicherte Arbeitnehmer erhalten bei Krankheit sechs Wochen lang ihren Lohn weiter ausbezahlt. Nach den sechs Wochen, beziehungsweisen 42 Tagen erhält der Arbeitnehmer Krankengeld von der gesetzlichen Krankenversicherung. Das Krankengeld beträgt jedoch nur 70 Prozent des Bruttolohns und es werden noch Beiträge zur Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung abgezogen.

Privat versicherte Selbständige

Auch für Selbständige gilt: Wer privat krankenversichert ist, muss sich um einen zusätzliches Krankentagegeld kümmern. Ab wann es ausbezahlt wird und wie hoch es ist, hängt vom Tarif ab. Besser man prüft hier regelmäßig, ob die Leistungen noch zu den aktuellen Einkünften passen.

Unterschied Krankengeld, Krankentagegeld und Krankenhaustagegeld

Diese Begriffe sollte man nicht durcheinander bringen: Krankenhaustagegeld, Krankentagegeld und Krankengeld. Doch keine Bange, es ist ganz einfach:

  • Das Krankengeld wird von den gesetzlichen Krankenkassen gezahlt. Nur gesetzlich Versicherte können es erhalten.
  • Möchte ein Versicherter einer privaten Krankenversicherung einen ähnlichen Schutz beim Krankengeld haben, kann er sich über eine private Krankentagegeld-Versicherung absichern. Zumeist ist dies auch über einen Zusatzbaustein in der privaten Krankenversicherung möglich. Ein Krankentagegeld ist die Leistung einer privaten Versicherung und wird auch ausschließlich von dieser ausbezahlt. Ist man komplett privatversichert, erhält man keinen Cent Krankengeld und braucht daher eine Krankentagegeld–Versicherung.
  • Das Krankenhaustagegeld schließt man als zusätzliche Leistung für einen Krankenhausaufenthalt ab. 

Voraussetzung für den Bezug von Krankentagegeld

Ist man in der unglücklichen Situation und muss das Krankentagegeld beziehen, benötigt man ein Attest eines Arztes. Es muss hier sowohl die Arbeitsunfähigkeit als auch der Zeitraum ausgewiesen sein, für den man nicht arbeitsfähig ist. Dieses Attest muss bei der Krankentagegeldversicherung eingereicht werden.

Wie hoch sollte das Krankentagegeld sein?

Wie hoch das Krankentagegeld sein sollte, muss jeder selbst entscheiden. Am besten ist, man nimmt sich etwas Zeit und macht eine Aufstellung der monatlichen Ausgaben. Hat man etwas Spielraum, muss man nicht das komplette Nettoeinkommen abdecken. Denn die Höhe der privaten Krankentagegeld-Zusatzversicherung wirkt sich selbstverständlich auch auf den Beitrag aus.

Krankentagegeld und Karenzzeit

Das Krankentagegeld wird dem Versicherten nicht sofort mit dem Eintritt des Versicherungsfalls ausgezahlt. Erst muss er die sogenannte Karenzzeit abwarten. Bei Arbeitnehmern beträgt die Karenzzeit 42 Tage. Eine Zahlung während der gesetzlichen Lohnfortzahlung ist hier ausgeschlossen. Für Selbständige gelten andere Regeln. Sie können je nach Krankentagegeldversicherung ihre Leistungen bereits ab dem vierten Krankheitstag erhalten.

Newsletter
Keine News mehr verpassen
Bitte geben Sie eine korrekte E-Mail Adresse ein: