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Krankentagegeldversicherung

Krankentagegeldversicherung

Keine Einkommenslücken dank Krankentagegeld

Erkrankt ein Arbeitnehmer, erhält er sechs Wochen lang Lohn und Gehalt. Danach sinkt der Bezug und die finanzielle Lücke eventuell bis zur BU muss man selber füllen. Eine private Versicherung mit einem Krankentagegeld ist existenziell, kann man sich keine finanziellen Ausfälle leisten.
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„Wenn ich krank werde, dann zahlt doch der Arbeitgeber mein Gehalt weiter.“

Dieser Gedanke ist im Großen und Ganzen richtig. Wäre da nicht das Wörtchen „wenn“. Denn gezahlt wird nur, wenn man nicht Selbständige ist. Denn Selbständige haben keinen Arbeitgeber. Und voll gezahlt wird auch nur, wenn man nur sechs Wochen ausfällt.


Und was dann? Klassisches Thema, der Bandscheibenvorfall: kleine Ursache große Wirkung. Hier ist man als Patient oft Monate arbeitsunfähig. Das Gehalt wird zwar weiterbezahlt, doch muss man mit Einkommenseinbußen bis zu 20 Prozent auf das Nettogehalt rechnen! Die Krankenversicherung fällt aus, die private Zusatzversicherung mit einem Krankentagegeld hilft weiter. Lediglich private Krankenversicherungen haben den Zusatz Krankentagegeld in ihren Policen. Schließt man eine Private Krankenversicherung ab, sollte man nicht geizig sein beim Krankentagegeld. Denn fällt das Einkommen aus, muss man damit teilweise große finanzielle Lücken stopfen!
 

Krankentagegeldversicherung? Noch eine private Versicherung – brauche ich die wirklich?

Für wen rentiert sich die Krankentagegeld Versicherung? Grob unterscheiden muss man hier ganz klar zwischen angestellt und selbständig, gesetzliche Krankenversicherung und private Krankenversicherung:

 
1. Krankentagegeld und Selbständige
Die private Versicherung „Krankentagegeld“ ist eine freiwillige, private und absolut sinnvolle Versicherung. Sie leistet immer dann, wenn im Falle einer längeren Krankheit das Einkommen komplett ausfällt oder aber gemindert wird. Eine Krankentagegeldversicherung dürfte vor allem für Freiberufler und Selbständige sehr interessant sein, da sie weder Krankengeld, noch gesetzliche Lohnfortzahlung erhalten. Sie sind im Krankheitsfall völlig auf sich gestellt. Haben sie eine private Krankenversicherung, sollten sie prüfen inwiefern und wieviel Krankentagegeld gezahlt wird. Ändern sich die Lebensumstände, kann man den Betrag des Krankentagegeldes bei einer privaten Krankenversicherung auch nach oben oder unten korrigieren.

Gut zu wissen: Krankentagegeld ist abgaben- und steuerfrei und wird netto an den Empfänger ausbezahlt.

2. Krankentagegeld und privat versicherte Arbeitnehmer

Hat man sich als Arbeitnehmer für eine private Krankenversicherung entschieden, erhält man nach den sechs Wochen Lohnfortzahlung kein Krankengeld. Für sie ist es wichtig, ein Krankentagegeld zu erhalten, das ab dem 43. Tag – also ab dem Ausfall der Lohnfortzahlung – ausbezahlt wird. Dann ist man auch mit einer privaten Krankenversicherung plus Krankentagegeld gut abgesichert. Denn fällt in einem Haushalt ein Gehalt teilweise oder gar komplett aus, kann es eng werden im finanziellen Alltag.
 

3. Krankentagegeld und gesetzlich versicherte Arbeitnehmer

Gesetzliche versicherte Arbeitnehmer erhalten bei Krankheit sechs Wochen lang ihren Lohn weiter ausbezahlt. Nach den sechs Wochen, beziehungsweisen 42 Tagen erhält der Arbeitnehmer – vorausgesetzt, er ist nicht in einer privaten Krankenversicherung – ein verringertes Einkommen. Maximal 2.700 Euro erhält er dann bei einem Einkommen von rund 4.000 Euro. Und diese 20 Prozent, die nun in der Haushaltskasse fehlen, können sehr wehtun.
 

4. Privat versicherte Selbständige

Hier ist eigentlich in der Privaten Krankenversicherung das Krankentagegeld enthalten. Ab wann es ausbezahlt wird und wie hoch es ist, hängt vom Tarif ab. Besser man prüft hier regelmäßig ob die Leistungen noch stimmen, um im Falle des Falles nicht in eine Versorgungslücke zu rutschen!
 

Unterschied Krankengeld, Krankentagegeld und Krankenhaustagegeld

Diese zwei Begriffe sollte man nicht durcheinander bringen: Krankentagegeld und Krankengeld. Doch keine Bange, es ist ganz einfach:
1. Das Krankengeld wird von den gesetzlichen Krankenkassen gezahlt. Nur gesetzlich Versicherte können es erhalten.
2. Möchte ein Versicherter einer privaten Krankenversicherung einen ähnlichen Schutz beim Krankengeld haben, wie ein Selbständiger, kann er sich über eine private Krankentagegeld Versicherung absichern.
3. Ein Krankentagegeld ist die Leistung einer privaten Versicherung und wird auch ausschließlich von diesen ausbezahlt. Ist man komplett privatversichert, erhält man keinen Cent Krankengeld und braucht daher einer Krankentagegeld – Versicherung!
4. Das Krankenhaustagesgeld schließt man als zusätzliche Leistung für einen Krankenhausaufenthalt ab.
 
Voraussetzung für den Bezug von Krankentagegeld
Ist man in der unglücklichen Situation und muss das Krankentagegeld beziehen, benötigt man unbedingt das Attest eines Arztes. Es muss hier sowohl die Arbeitsunfähigkeit als auch der Zeitraum ausgewiesen sein, für den man nicht arbeitsfähig ist. Dieses Attest muss bei der Krankentagegeldversicherung eingereicht werden.
 
Wie hoch soll denn das Krankentagegeld sein?
Die Frage muss man sich selber beantworten. Am besten ist, man nimmt sich etwas Zeit und macht eine Aufstellung der monatlichen Ausgaben. Nicht nur Miete und Verpflegung sondern auch private Krankenversicherung, Versicherungen, private Versicherungen und Zusatzversicherungen beachten!
Übrigens sollte man auch an Rücklagen denken. Hat man etwas Spielraum, muss man nicht das komplette Nettoeinkommen abdecken. Denn die Höhe der privaten Krankentagegeld Zusatzversicherung wirkt sich selbstverständlich auch auf den Beitrag aus.
 
Krankentagegeld und Karenzzeit
Das Krankentagegeld wird dem Versicherten, beziehungsweise dem Arbeitnehmer nicht sofort mit dem Eintritt des Versicherungsfalls ausgezahlt. Eher muss er die sogenannte Karenzzeit abwarten. Bei Arbeitnehmern beträgt die Karenzzeit 42 Tage. Eine Zahlung während der gesetzlichen Lohnfortzahlung ist hier ausgeschlossen. Für Selbständige gelten andere Regeln. Sie können je nach Krankentagegeldversicherung ihre Leistungen bereits ab dem vierten Krankheitstag erhalten.

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