Gebührenfalle Girocard Günstiges Bargeld im Urlaub

Gebührenfalle Girocard Günstiges Bargeld im Urlaub

Max Geißler
von Max Geißler
03.06.2016
Auf einen Blick

Durchschnittlich 3.600 Euro gaben Bundesbürger 2015 für Fernreisen aus, so das Statistische Bundesamt. Wer vor Ort am Geldautomaten Bargeld zieht, zahlt mit der falschen Karte drauf.

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Wer nach Spanien, Portugal oder Griechenland reist, der hat es einfach. Er kann mit der von der Hausbank ausgegebenen Girocard an allen Automaten in der Eurozone Bargeld ziehen. Doch Vorsicht, hier lauern saftige Gebühren. Postbank und Commerzbank berechnen beispielsweise pro Abhebung knapp sechs Euro, die Sparda Bank Berlin sogar 7,50 Euro. Wer 50 Euro abhebt, zahlt bei den Berlinern 15 Prozent Gebühr! Direktbanken sind kaum billiger. Eine Ausnahme macht Comdirect. Deren Girocard erlaubt Bargeld zum Nulltarif, allerdings werden Entgelte der Automatenbetreiber nicht erstattet.

Vor dem Start in den Sommerurlaub heißt es deshalb: Gebühren kontrollieren! Der Vergleich zeigt: Bei den meisten Banken kann man mit der klassischen Kreditkarte günstiger Bargeld im Euroraum ziehen als mit der Girocard. Gebührenfrei geht dies zum Beispiel mit den kostenlosen Visa Karten von 1822 direkt, ING-Diba und Volkswagen Bank. Auch die Postbank verzichtet auf Gebühren, allerdings berechnet sie nach zwölf Monaten für die Visa Card 22 Euro Jahrespauschale. Mit Kreditkarten von Sparkassen gibt’s nur selten Bargeld zum Nulltarif, im Ausland fallen meist fünf bis sechs Euro Mindestgebühr an. Als Ausweg für Sparkassenkunden empfiehlt sich ein Konkurrenzprodukt: die 1Plus Card der Santander Consumer Bank. Diese kontounabhängige Visa Card kostet nichts und wirbt zu Recht mit dem Slogan: „Weltweit kostenlos Bargeld“. Über zwei Millionen Automaten rings um den Globus stehen dafür bereit, anfallende Entgelte erstattet Santander auf Antrag.

Kreditkarte für Fernreisen

Außerhalb Europas ist das Geldziehen mit der Girocard ähnlich teuer wie in der Eurozone. Auf Fernreisen fahren Urlauber erneut mit ihrer Kreditkarte besser. Besonders bequem sind die kostenlosen Visa-Karten von DKB, Consorsbank und Wüstenrot, die weltweit an allen Visa-Automaten einsatzfähig sind. Vereinzelt können dabei Kosten entstehen, denn die Gebühren der Automatenbetreiber werden nicht mehr erstattet. Kostenlos Bargeld ermöglichen hingegen Großbanken. So bietet die Deutsche Bank 38.000 gebührenfreie Geldautomaten bei Partnerbanken in mehr als 30 Ländern, die Hypovereinsbank ermöglicht dies an über 27.000 Automaten in 18 Ländern. Auch Sparkassen zeigen sich kulant. So kann man mit der Master Card Gold der Kasseler Sparkasse weltweit kostenfrei abheben, die Visa Card der Stadtsparkasse München erlaubt dies sechsmal im Jahr.

Fremdwährung nicht umrechnen lassen

Eine neue Gebührenfalle lauert beim Geldabheben außerhalb der Eurozone. Viele Geldautomaten möchten den Betrag vor Auszahlung in Euro umrechnen. Das aber lohnt sich nicht, denn der Wechselkurs wird in diesem Fall vom Automatenbetreiber bestimmt. Nach einer Erhebung der Stiftung Warentest kostet dies bis zu zehn Prozent Gebühr. Preiswerter ist es, wenn die Hausbank den Kurs bestimmt. Wählen Sie deshalb die Option: „Direktauszahlung“ oder Auszahlung „Ohne Währungsumrechnung“.

657

3
 
Karte
Anbieter
Jahresgeb.
Sollzinssatz
 
1.
VisaCard
0,00
6,9%
2.
comdirect VISA-Karte
0,00
8,95%
3.
VISA Card
0,00
6,99%
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Max Geißler
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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

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