Kreditkarte Wie Sie die passende Karte finden

von Peter Weißenberg
10.11.2014
Auf einen Blick

Kreditkarte ist nicht gleich Kreditkarte. Sie sollten sich daher genau überlegen, für was Sie die Visa- oder Mastercard brauchen und entsprechend auswählen.

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Das Angebot klang nicht schlecht: Beim Einkauf in einem Netto-Markt hat sich Max Reber neben Brot, Äpfeln und Müsli auch für eine "CardNmore" entschieden – die Mastercard-Kreditkarte von Netto und der britischen Barclays Bank. Mit der Kreditkarte kann Reber sein Girokonto bei seiner Hausbank behalten. Er bekommt lediglich noch ein Kartenkonto bei Barclays dazu, auf das er zwei Monate kostenlos Kredit bekommt und einen Guthabenzins von 0,75 Prozent.

Aber so gut wie die Bedingungen geklungen haben, für ihn hat sich die Kreditkarte als Kostenfalle herausgestellt: Reber arbeitet nämlich viel in Holland und hebt dort regelmäßig Geld ab. Aber Bargeld mit der "CardNmore" abzuheben, ist extrem teuer. Zudem stand sein Kartenkonto länger im Minus, was noch einmal stolze 14,83 Prozent Zinsen gekostet hat. Die Karte kam letztendlich doch sehr teuer. 
 

Kreditkarten-Vergleich nutzen

So ein Beispiel ist kein Einzelfall. Verbraucher können mit Kreditkarten viel Geld verlieren, wenn sie nicht bewusst genutzt werden. Denn die Kreditkarte aus unserem Beispiel ist kein schlechtes Angebot. Es kommt immer darauf an, für was die Kreditkarte genutzt werden soll. Daher sollte sich jeder, der sich eine Kreditkarte zulegen möchte, erst einmal genau überlegen, für was er sie denn braucht und danach die Karte wählen.

Hätte Max Reber die "CardNmore" beispielsweise größtenteils zum Einkaufen in Deutschland genutzt, hätte er kaum ein besseres Angebot finden können. Auch seine Finanzreserven können gut auf dem Kartenkonto geparkt werden, denn der Zinssatz liegt höher als bei so manchem Tagesgeldangebot.

Für Verbraucher, die viel im Ausland sind und dort Geld abheben, wäre eine Kreditkarte beispielweise von der DKB oder von der Direktbank ING-Diba sinnvoller. Das Geldabheben am Automaten ist bei der ING-Diba im gesamten Euroraum kostenlos, bei der DKB weltweit. Kunden müssen zur Karte jedoch auch ein Girokonto bei der jeweiligen Bank eröffnen. Beide Banken verlangen jedoch keine Jahresgebühr – weder für das Girokonto noch für die Kreditkarte.
 

Zusatzleistungen von Kreditkarten helfen sparen, wenn sie genutzt werden

Wer oft im Ausland unterwegs ist, für den kann auch eine Gold- oder gar Platinkarte eine gute Sparmöglichkeit sein. Die Advanzia Bank bietet zum Beispiel eine Goldkarte ohne Jahresgebühr an – inklusive Reise-Rücktrittskosten- und Reisegepäck-Versicherung, eine Auslandsreise-Krankenversicherung und ein Bonusprogramm. 

Der Sollzins ist bei den Kreditkarten allerdings die größte Kostenfalle. Auch bei der Advanzia Mastercard Gold liegt dieser bei über 18 Prozent. Wer von vornherein vermeiden will, ins Soll zu rutschen, für den ist eine Prepaid-Kreditkarte vielleicht die bessere Wahl. Bei solchen Karten können Sie nur das ausgeben, was auf der Kreditkarte ist.

Tipp: Wer Kreditkarten in aller Ruhe vergleiche möchte, kann das mit unserem Kreditkarten-Rechner.

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Jahrgang 1965, ist für Produktchecks, Auto- und Geldanlage-Themen sowie Print-Kooperationen zuständig. In mehr als 20 Jahren im Wirtschafts- und Verbraucherjournalismus hat er für die verschiedensten Leserkreise Themen aus diesen Bereichen aufbereitet. Nach einem Doppelstudium (Volkswirtschaften, Politikwissenschaften, Geschichte, Journalistik) und der Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule hat Weißenberg als Reporter und in Leitungsfunktionen für verschiedene Wirtschaftsmagazine,Tageszeitungen, Online-Medien und Radiosender gearbeitet. Weißenberg hat auch fünf Bücher zu Wirtschaftsthemen verfasst.

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