Kreditkarten mit zinsfreien Zahlungszielen Zweit-Dispo zum Nulltarif

Kreditkarten mit zinsfreien Zahlungszielen Zweit-Dispo zum Nulltarif

Max Geißler
von Max Geißler
18.08.2016
Auf einen Blick

Einkaufen auf Pump, aber ohne Zinsen – das wünschen sich viele Verbraucher. Für Kreditkarten mit zinsfreiem Zahlungsziel ist das kein Problem.

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Zahlungsziele

Je nach Kreditkarte fällt das Zahlungsziel, also der Termin bis zu dem die aufgelaufenen Beträge eingezogen werden, unterschiedlich aus. Während beispielsweise die Visa Card der ING-Diba Umsätze sofort einzieht, sammeln viele Karten die Beträge und buchen die Summe einmal im Monat vom Girokonto ab.

Beispiele hierfür sind die 1Plus Visa Card der Santander Consumer Bank, die Visa Card der Volkswagen Bank sowie die Visa Karten von Aachener und Mittelbrandenburgischer Sparkasse. Werden Anschaffungen vom Monatsanfang erst am Monatsende fällig, genießen Verbraucher vier Wochen lang einen kostenlosen Kredit. Wichtig: Nicht jede Bank rechnet zum Monatsende ab. Um Zinsvorteile optimal nutzen zu können, sollte man den Stichtag kennen.

Tipp: Hohe Zinsvorteile ermöglichen Kreditkarten mit extrem langen Zahlungszielen. So lockt zum Beispiel die Barclaycard New Visa mit einem Zahlungsaufschub von 59 Tagen, die Santander Sunny Card gar mit 180 Tagen.

Zahlungsverzug: Zieht die Kreditkarte den offenen Saldo nicht selbstständig ein, sollten Sie den Fälligkeitstag beachten. Denn wird das Konto zum Stichtag nicht ausgeglichen, fallen Zinsen an – und die können happig sein. Barclaycard berechnet zum Beispiel aktuell 16,99 Prozent Sollzinsen, die Audi Bank 13,8 Prozent.

Tipp: Eine preiswerte Alternative ist die Visa Card der DKB: Die Karte hat zwar nur ein Zahlungsziel von vier Wochen, jeweils zum 22. des Monats, dafür sind die Kreditzinsen mit 6,9 Prozent extrem günstig. Außerdem verzinst sie Kartenguthaben mit attraktiven 0,6 Prozent.

Teilzahlungsfunktion

„Sie entscheiden, wie viel Sie zahlen. Überweisen Sie Ihre Kreditkartenabrechnung in Teilbeträgen von 5, 10, 20 oder 50 Prozent.“ So wirbt die Postbank für ihre Visa Card mit Ratenzahlung. Ist das Geld knapp, muss man das Kartensaldo also nicht auf einen Schlag tilgen. Vor allem Kreditkarten mit langen Zahlungszielen bieten oft eine Teilzahlungsoption. Der Vorteil liegt in der flexiblen Schuldentilgung.

Verbraucher können ihre Rate selbst bestimmen, sie jederzeit ändern und Sonderzahlungen leisten. Trotzdem ist Vorsicht geboten, denn für jeden Minus-Euro auf dem Kartenkonto fallen Zinsen an. Im Falle der Postbank sind es immerhin 14,11 Prozent. Hat man zusätzlich das Girokonto überzogen, ist es nicht leicht, von den vielen Schulden herunterzukommen. Zieht sich die Schuldentilgung in die Länge und steigen unterdessen die variablen Zinsen von Kreditkarte oder Dispokredit, läuft man Gefahr, in die Schuldenfalle zu tappen.

Kosten senken

Hohe Kreditverpflichtungen lassen sich durch Umschuldung in einen preiswerten Ratenkredit mindern. Günstige Kleinkredite mit Zinsen unter drei Prozent bieten zum Beispiel Degussa Bank, SWK Bank oder Targobank. Damit können Sie Ihre Zinskosten vierteln. Zugleich sorgen unveränderliche Raten für hohe Kalkulationssicherheit.

Kreditkarten zum Nulltarif

Ein weiterer Spareffekt eröffnet sich, wenn die Visa- oder Mastercard keine Gebühr erhebt. Wie der Kreditkartenvergleich des Finanzportals biallo.de zeigt, stellen zum Beispiel DKB, Comdirect und ING-Diba sowohl Haupt- als auch Partnerkarten unentgeltlich bereit.

Kostenfreie Kreditkarten finden sich zudem bei Targobank, Barclays und Santander Bank. Allerdings sind die Kreditkarten meist an das bankeigene Girokonto gebunden. Wer das nicht möchte, der kann die gebührenfreie Master Card Gold der Advanzia Bank nutzen oder die Lufthansa Miles & More Senator Card.

3
 
Karte
Anbieter
Jahresgeb.
Sollzinssatz
 
1.
VisaCard
0,00
6,9%
2.
comdirect VISA-Karte
0,00
8,95%
3.
VISA Card
0,00
6,99%
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Max Geißler
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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

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