Lassen Sie sich nicht von Banken abkassieren

Geldabheben Lassen Sie sich nicht von Banken abkassieren

Thomas Brummer
von Thomas Brummer
24.11.2016
Auf einen Blick

Einige Banken langen am Geldautomaten kräftig zu. Es gibt aber günstigere Anbieter und sogar eine Variante, die garantiert kostenlos ist.

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Beim Geldverdienen zeigen sich manche Banken erfinderisch. Jüngst hatte bereits Kleinsparer der Strafzins erreicht. Im Mittelpunkt des Geschehens: die Volksbank Niederschlesien. Bislang waren lediglich Sparer ab größeren Summen betroffen. Doch ein viel größerer Negativ-Trend zeichnet sich beim Girokonto ab: Nicht nur, dass mehr und mehr Banken Kontoführungsgebühren eingeführt bzw. erhöht haben, sondern auch beim Abheben zeigen sich Banker von ihrer kreativen Seite. Das mussten wir bereits am Anfang des Jahres feststellen und wurden im Verlauf der vergangen Monate mehrfach bestätigt.

Ein Insider berichtet uns

Ausgangspunkt unserer Recherche war der Besuch eines hochrangigen Mitarbeiters eines Kreditkarten-Unternehmens. Als er etwas redseliger wurde, machte er uns auf eine interessante Geschichte aufmerksam: In Düsseldorf gibt es ein bekanntes Bankhaus, das die Abhebegebühren für Fremdkunden von der Uhrzeit abhängig macht. Damit aber nicht genug: Bezeichnenderweise handelte es sich noch um ein Institut, dass eigentlich dem Gemeinwohl verpflichtet sein sollte, die Stadtsparkasse Düsseldorf. Wer zahlt die Zeche für dieses Vorgehen? Hierzu muss man sich die Standtorte ansehen, an denen es auf Kopfdruck teurer wird: die Feiermeile in der Altstadt, am Universitätsklinikum und beim Arbeitsamt. Eigentlich seltsam, erheben Sparkassen doch immer wieder den Anspruch, anderen Banken moralisch überlegen zu sein.

Übrigens: Die Stadtsparkasse Düsseldorf ist uns im Laufe unserer Recherche erneut negativ aufgefallen. Die örtliche Sparkasse reicht Kredite an die Rüstungsindustrie aus. Die Rendite dürfte bei solchen Projekten eben Höher sein, als beim Häuslebauer im Rheinland.

Welche Gebühren werden fällig?

Zunächst die gute Nachricht: Bei unseren Recherchen in München, Hamburg und Berlin konnten wir in den jeweiligen Feiervierteln keine Gebührenerhöhungen zur späten Stunde feststellen. Jetzt schickte Finanztest ihre Prüfer an die Geldautomaten. Das Ergebnis: Fremdgehen kann teuer werden. So berichtet das Magazin in seiner Dezember-Ausgabe von Gebühren bis zu 7,99 Euro. Diese knapp acht Euro werden für Fremdkunden beim Bankhaus August Lenz fällig. Abgesehen davon langen öffentliche und genossenschaftliche Institute am kräftigsten zu. So kostet es etwa bei der Hamburger Sparkasse 4,75 Euro. Bei anderen Sparkassen sind die Gebühren ähnlich. Meist werden vier bis fünf Euro berechnet. Die getesteten Sparda- und VR-Banken liegen nur knapp darunter. Das deckt sich auch mit unseren Erfahrungen.

Vorbildlich im Test kamen demnach etwa ING-Diba und DKB, aber auch Volkwagen bzw. Audi Bank weg. Allerdings kommt von den drei genannten Banken lediglich die ING-Diba mit 1.200 Filialen auf ein nennenswertes Netz eigener Automaten.

So tappen Sie nicht in die Gebührenfalle

Seit Januar 2011 haben sich Banken und Sparkassen verpflichtet, den exakten Betrag entweder auf dem Bildschirm oder per Aufkleber am Geldautomaten anzugeben. Dieser Selbstverpflichtung kommen aber nicht alle Banken gleichermaßen nach. Beim Bankhaus August Lenz sei die Gebührenanzeige kaum lesbar gewesen, ebenso wie beim Automatenbetreiber Cardpoint. Bei 14 von 20 getesteten Automaten war die geforderte Gebühr erst nach dem Eingeben der Geheimnummer zu erkennen. Doch bereits beim Einführen der Girokarte erkennt der Geldautomat die Bank des Verbrauchers und damit die Gebührenhöhe. Vorbildich in Sachen Transparenz seien dagegen Commerzbank, Deutsche Bank, ING-Diba, Postbank, Targobank und Volkswagen Bank gewesen.

Wer komplett auf Gebühren beim Abheben mit der Girokarte verzichten will, muss bei der eigenen Bank abheben oder dem angeschlossenen Bankverbund.

Die vier großen Bankenverbünde im Überblick

  • Sparkassenverbund: Mehr als 25.000 Geldautomaten.
  • Volks- und Raiffeisenbank: Rund 19.500 Geldautomaten.
  • Cash Group: 9.000 Geldautomaten und 1.300 Shell-Tankstellen. Mitglieder: Commerzbank, Deutsche Bank, Hypovereinsbank und Postbank.
  • Cashpool: Mehr als 3.000 Geldautomaten. Mitglieder: Targobank, Santander Consumer Bank, Degussa Bank, BB Bank, Wüstenrot und weitere kleinere Banken.

So zahlen Sie nie Gebühren für Bargeldabhebungen

Zugegeben, es ist gerade bei einer Privatbank mühsam, immer zu prüfen, ob es sich nun um eine Partnerbank handelt, die kostenlose Bargeldversorgung ermöglicht. Doch mit der richtigen Kreditkarte müssen Sie nie kontrollieren, ob Abhebung wirklich kostenlos ist – und das bundesweit.

Biallo-Tipp: Die kostenlose Kreditkarte der Santander Consumer Bank. Mit der Visakarte können Sie weltweit kostenlos Bargeld abheben. Weitere attraktive Kreditkarten, mit denen Sie in Deutschland und der Eurozone gebührenfrei Geld abheben können, finden Sie unterhalb dieses Textes. Wenn Sie lieber Ihre Girokarte verwenden, sollten Sie nach Möglichkeit ein kostenloses Girokonto haben. Dieses finden Sie in unserem Girokonto Vergleich. Scheuen Sie auch nicht den Wechsel des Girokontos, denn dieser ist mittlerweile kinderleicht.

3
 
Karte
Anbieter
Jahresgeb.
Sollzinssatz
 
1.
VisaCard
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6,9%
2.
comdirect VISA-Karte
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Thomas Brummer
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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Seit Januar 2014 ist er bei biallo.de und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Seit Januar 2014 ist er bei biallo.de und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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