Prepaidkarte Kreditkarte ohne Kredit

Prepaidkarte Kreditkarte ohne Kredit

Max Geißler
von Max Geißler
29.05.2015
Auf einen Blick

Prepaidkarten erweitern den finanziellen Spielraum von Bankkunden mit geringem Einkommen. Manchmal gehen die Kreditkarten sogar ins Minus.

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Schüler, Studenten und Personen mit geringem Einkommen oder mieser Schufa-Bewertung erhalten von ihrer Bank meist keinen Dispokredit und auch eine Kreditkarte. Shoppen mit Plastikgeld oder Geldabheben auf Pump sind dann Fehlanzeige. Auch das Geldziehen an Automaten in fernen Ländern ist häufig nicht möglich, denn einfache Bankkarten findet in Asien und Amerika nur selten Akzeptanz.

Einen Ausweg bieten sogenannte Prepaidkarten. Im Gegensatz zur klassischen Kreditkarte funktionieren diese Karten nur auf Guthabenbasis, können also nicht ins Minus rutschen. Der Karteninhaber muss vor dem Einsatz der Prepaidkarte Geld auf das Kreditkartenkonto einzahlen. Vorteil: Bei vielen Prepaidkarten ist keine Schufa-Auskunft nötig. Bankkunden mit ungenügender Bonität können so trotzdem zu einer Kreditkarte gelangen. Die Funktionsweise der Prepaidkarte ist analog zur klassischen Kreditkarte: Sie ermöglicht das Bezahlen in Geschäften, Restaurants, Tankstellen und im Internet, darüber hinaus kann man Flüge buchen und im In- und Ausland Geld abheben.

Nachteile von Prepaidkarten

Prepaidkarten bringen aber auch einige Nachteile mit sich. So kann es bei der Buchung von Mietwagen oder Hotelzimmern zu Problemen kommen, da die Kreditkarte auf Guthabenbasis häufig nicht als Sicherheit akzeptiert wird. Viele Unternehmen verlangen klassische Kreditkarten mit Kreditfunktion. Auch die Bargeldauszahlung am Automaten kann dürftig ausfallen, da manche Bank die Höhe der Auszahlungen bei Prepaidkarten deckelt. Zudem fallen Gebühren an. Die Payango Kiscard der Landesbank Berlin berechnet zum Beispiel 2,50 Euro für jede Abhebung im Inland. Innerhalb der Eurozone sowie im fernen Ausland fallen 1,50 Euro an. Die Prepaidkarte der Unicredit Bank verlangt für Abhebungen an fremden Geldautomaten sogar fünf Euro Gebühr. Außerdem zahlen über 18jährige pro Aufladevorgang auf die Kreditkarte jeweils 1 Euro.

Biallo-Tipp:

Einen Überblick über die Kosten von Prepaid-Kreditkarten zeigt Ihnen unser Prepaid-Kreditkarten Vergleich.

Empfehlenswerte Kreditkarten auf Prepaid-Basis

Weltweit einsetzbar ist die ADAC Clubmobil-Karte. Die Prepaidkarte für 29 Euro im Jahr verzichtet außerhalb Deutschlands auf Abhebegebühren und bietet ein Prozent Rabatt für jede Tankfüllung. Außerdem ist keine Schufa-Auskunft fällig. Eine Kreditkarte auf Guthabenbasis findet sich auch bei der Wüstenrotbank. Das Girokonto Top-Giro ermöglicht eine Prepaid-Goldkarte von Visa mit der man 24mal im Jahr weltweit kostenlos Geld ziehen kann. Häufigere Abbuchungen kosten allerdings 1,99 Euro je Vorgang. Die Jahresgebühr für die Karte beträgt 39 Euro, dafür bekommt man ein umfangreiches Versicherungspaket.

Ebenfalls auf Guthabenbasis erhältlich sind klassische Kreditkarten bei der Netbank und der Mittelbrandenburgischen Sparkasse. In allen Fällen sind die Kreditkarten an das Girokonto gekoppelt. Bankkunden mit geringem Einkommen oder mit geringer Bonität können das Girokonto  auch ohne Dispokredit beantragen. Stimmt die Bank zu, so ist in der Regel die Vergabe einer Kreditkarte möglich, jedoch meist ohne Kreditrahmen. Eine Ausnahme macht die ING-Diba, die bei ihrem Girokonto-Student einen Dispokredit bis 500 Euro ermöglicht. Da die zum Girokonto gehörende Visacard den Dispokredit ausnutzen kann, darf der Student die Kreditkarte bis zur Verfügungsgrenze ins Minus treiben.

Biallo-Tipp:

Die Mittelbrandenburgische Sparkasse bietet die Kreditkarte Visa Basis. Diese Prepaidkarte arbeitet mit klassischer Guthabenfunktion, greift aber im Notfall auf den Disporahmen des Girokontos zurück. Das bedeutet: Fallen mehrere Abbuchungen zeitlich zusammen, geht die Kreditkarte ins Minus und überbrückt finanzielle Engpässe.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

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