Kreditkarte Welche Bank zahlt Guthabenzinsen?

Kreditkarte Welche Bank zahlt Guthabenzinsen?

Max Geißler
von Max Geißler
02.08.2016
Auf einen Blick

Es muss nicht immer Tagesgeld sein. Auch manche Kreditkarte bietet attraktive Zinsen und hohe Flexibilität.

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Sie suchen eine attraktiv verzinste Geldanlage, ohne Ihr Erspartes langfristig festlegen zu müssen? Dann lohnt der Blick auf die Vergütung von Kreditkarten-Guthaben. Bis zu 0,6 Prozent Zinsen sind derzeit drin – mehr als viele Tagesgeldkonten. Allerdings sollte man die Kosten im Blick behalten. Denn während Tagesgeldkonten in der Regel gebührenfrei sind, berechnet manche Kreditkarte eine Jahrespauschale. Außerdem sind die Sollzinsen ein gewichtiger Kostenfaktor, falls das Kartenguthaben aufgebraucht ist. Welche Karten lohnen sich besonders?


Kreditkarte mit Topzins

Die Lufthansa vergütet Guthaben verschiedener Kreditkarten mit attraktiven 0,6 Prozent Zinsen. Die Jahresgebühren sind jedoch sehr unterschiedlich: Während die Senator Kreditkarte keine Jahrespauschale berechnet, kosten die Miles & More Karten je nach Ausstattung zwischen 55 und 110 Euro. Immerhin lassen sich Flugmailen mit der Pauschale verrechnen. Die anfallenden Effektivzinsen bewegen sich mit 8,90 Prozent unter dem Durchschnitt.

Biallo-Tipp:Die Lufthansa Senator Card bietet bis zu 4.000 Prämienmeilen Willkommensbonus.

Verzinste Kreditkarte zum Nulltarif

Eine der besten Kreditkarten kommt von der DKB Bank. Die DKB-Visa-Card ist gebührenfrei und ermöglicht weltweit kostenloses Geldabheben an Automaten. Zudem spendiert sie zusätzlich 0,6 Prozent Guthabenzins. Als Kreditkartennutzer erhalten Sie außerdem wertvolle Prämienpunkte, die bis zu 17 Prozent Rabatt bei Internet-Einkäufen oder zehn Prozent Rabatt bei Restaurantbesuchen ermöglichen. Positiv: Die fälligen Sollzinsen von 6,9 Prozent gehören zu den niedrigsten bundesweit. Die Kreditkare setzt die Nutzung des Girokontos voraus, das aber ohne Wenn und Aber gebührenfrei ist.

Kreditkarte mit Prämien-Option

Interessant für Vielnutzer sind die Kreditkarten von Audi- und Volkswagen Bank direct. Beide Institute vergüten Guthaben auf dem Visacard-Konto mit 0,3 Prozent Zinsen, wenn das Konto online geführt wird. Außerdem gewähren sie bis zu 45 Euro Prämienrabatt pro Jahr bei hohen Kartenumsätzen. Die Gutschrift erfolgt allerdings erst ab einem Jahresumsatz von 12.000 Euro. Darunterliegende Umsätze mindern abhängig von ihrer Höhe die Jahrespauschale. Positiv: In Verbindung mit dem Girokonto von Audi- oder VW-Bank fallen weltweit keine Bargeldabhebungsgebühren an. Außerhalb der Eurozone wird lediglich eine geringe Gebühr von 1,75 Prozent des Umsatzes erhoben. Die Bargeldversorgung funktioniert auch an rund 1.300 Shell-Tankstellen in Deutschland.

Kreditkarte mit Tagesgeldbonus

Die Netbank offeriert eine Mastercard, die auf dem angeschlossenen Girokonto 0,02 Prozent Guthabenzinsen zahlt. Im ersten Jahr ist die Kreditkarte gebührenfrei, wenn auf dem Girokonto monatlich beliebig viel Geld eingeht. Außer Mieteinkünfte akzeptiert die Netbank alle Einkunftsarten. Ab dem zweiten Jahr kostet die Karte 20 Euro, wenn die Umsätze geringer sind als 2.000 Euro. Steigt der Umsatz über 4.000 Euro entfällt die Jahrespauschale. Positiv: Die Mastercard erlaubt fünfmal im Monat weltweit kostenloses Bargeldziehen. Die Sollzinsen gehören mit 8,0 Prozent zu den niedrigsten bundesweit.

Biallo-Tipp:
Der Biallo-Kreditkartenrechner ermöglicht einen individuellen Kartenvergleich. Interessenten können mehrere Karten in tabellarischer Form nebeneinander auflisten und so die Kosten und Bedingungen auf einen Blick miteinander vergleichen.

3
 
Karte
Anbieter
Jahresgeb.
Sollzinssatz
 
1.
VisaCard
0,00
6,9%
2.
comdirect VISA-Karte
0,00
8,95%
3.
VISA Card
0,00
6,99%
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Max Geißler
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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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