Lebensversicherung Begünstigte

Geld aus Versicherung Legen Sie rechtzeitig die Begünstigten fest

Max Geißler
von Max Geißler
28.04.2016
Auf einen Blick

Geld aus einer Lebensversicherung führt häufig zu Streit. Um Missverständnisse zu vermeiden, sollten Sie die Begünstigten namentlich in der Police festschreiben.

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Viele Familien haben das schon erlebt: Kaum zahlt die Lebensversicherung das angesparte Guthaben aus, melden sich Angehörige und spekulieren auf einen Anteil der Versicherungsleistung. Die Hoffnung ist vor allem dann groß, wenn keine bezugsberechtigten Personen im Lebensversicherungsvertrag genannt sind. Lassen Sie es nicht so weit kommen. Schaffen Sie von Anfang an klare Verhältnisse, in dem Sie die Bezugsberechtigten namentlich im Vertrag verankern.

Wen dürfen Sie als Begünstigten einer Lebensversicherung eintragen?

Im Prinzip jeden! Ob Ehepartner, Angehörige, Nachbarn oder das örtliche Tierheim: Beim Abschluss einer Lebensversicherung können Sie individuell festlegen, wer im Todesfall die Versicherungsleistung erhalten soll. Bezugsberechtigt können Familienmitglieder, Freunde oder juristische Personen sein wie Stiftungen, Vereine oder Kirchen. „Die Lebensversicherung kann dem Wunsch des Verstorbenen aber nur entsprechen, wenn das Bezugsrecht klar geregelt ist“, erklärt Rita Jakli von der R+V Versicherung. Nicht selten stecke der Teufel jedoch im Detail. Damit aus dem Todesfall kein Streitfall wird, sollte der Begünstigte der Lebensversicherung eindeutig identifizierbar sein.


Kann ich den Bezugsberechtigten später ändern?

Ja, das geht jederzeit. Als Versicherungsnehmer können Sie den Bezugsberechtigten ihrer Lebensversicherung so oft ändern, wie Sie wollen. Haben Sie anfänglich keinen Begünstigten eingetragen, so können Sie dies später nachholen, etwa nach einer Eheschließung. Achten Sie auf klare, eindeutige Formulierungen, um Missverständnisse oder Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden. Ein häufiger Streitpunkt ist zum Beispiel, wenn als Bezugsperson einfach nur der „Ehegatte“ im Versicherungsvertrag genannt ist. Leben Sie inzwischen von Ihrem Partner getrennt und haben neu geheiratet, erhält der ehemalige Partner trotzdem das Guthaben aus der Lebensversicherung. Denn laut Rechtsprechung des Bundesgerichthofs gilt derjenige als bezugsberechtigter Ehepartner, mit dem Sie zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses verheiratet waren. Eine Scheidung oder erneute Heirat ändert daran nichts. Jakli schlägt deshalb vor, die Bezugsberechtigung zu präzisieren. Juristisch eindeutig sei zum Beispiel die Formulierung: „Ehegatte zum Zeitpunkt des Todes“.

Mein Tipp: Vollständig ausschließen können Sie Missverständnisse, wenn Sie Ihrer Lebensversicherung die Bezugsberechtigten mit Namen, Adresse und Geburtsdatum nennen.


Kann ich das Geld aus der Lebensversicherung anteilig aufteilen?

Möchten Sie die Begünstigten Ihrer Lebensversicherung ändern, so sollten Sie dies auf jeden Fall schriftlich tun. Ein Anruf bei der Versicherung genügt nicht. Möchten Sie das Guthaben aus Ihrer Lebensversicherung auf mehrere Begünstigte aufteilen, können Sie angeben, welchen Anteil jede Person bekommen soll. So können Sie zum Beispiel 50 Prozent des Betrags dem aktuellen Ehepartner zukommen lassen und jeweils 25 Prozent Ihren beiden Kindern.


Was passiert im Todesfall, wenn kein Bezugsberechtigter angegeben ist?

Weist Ihre Lebensversicherung keinen Begünstigten im Todesfall aus, so wandert die gesamte Summe im Versicherungsfall automatisch in den Nachlass und wird unter den Erben gemäß der gesetzlichen Bestimmung aufgeteilt. Die gesetzliche Erbfolge greift hingegen nicht, wenn ein oder mehrere Bezugsberechtigte in der Police namentlich genannt sind. Dann erhalten die Begünstigten die Versicherungssumme, unabhängig von einer möglichen Erbschaft.

Mein Tipp:
Was die Begünstigten mit dem Geld aus der Lebensversicherung machen, ist selbstverständlich ihre eigene Sache. Für jüngere Sparer könnte es aber eine gute Option sein, das Geldgeschenk als Grundstock für die eigene Altersvorsorge zu verwenden. Dies geht zum Beispiel mit Hilfe einer privaten Rentenversicherung. Welche Möglichkeiten zur Altersvorsorge darüber hinaus bestehen, erfahren Sie in dem Beitrag „Fünf Alternativen zur Lebensversicherung“.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

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