Startseite | RSS | Mobil | Sitemap |
Montag, 08.02.2016 17:29 Uhr
Newsletter:
Suche:
Startseite
Startseite > Recht & Steuern > Minijob Rechner

Minijob Rechner

Was bleibt vom neuen Minijob-Verdienst übrig?
  1.
monatlicher Brutto-Lohn?
 Euro

Minijob Rechner

Minijobs, sogenannte geringfügige Beschäftigungsverhältnisse, sind bei Arbeitgebern wie Arbeitnehmern gleichermaßen beliebt. Viele Arbeitgeber nutzen für Arbeitsspitzen solche flexiblen Beschäftigungsmodelle. Die maximale monatliche Verdienstgrenze liegt bei 450 Euro. Viele der Jobber sind froh, dass sie in den Minijobs bis 450 Euro im Monat „brutto für netto“ verdienen können. Doch dabei bleibt häufig das Arbeitsrecht auf der Strecke.
.
 

Minijob Rechner: Arbeitsrechtliche Regeln

Das Arbeitsrecht gilt auch für Minijobs. Unterschiede gegenüber anderen, besser entlohnten Arbeitsverhältnissen bestehen hier prinzipiell nicht. Was den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten eines Betriebes unterschiedslos zusteht, steht auch Minijobbern zu. Das bedeutet: Wenn alle sozialversicherten Mitarbeiter eines Betriebes Anspruch auf eine bestimmte Leistung des Arbeitgebers haben, dürfen Minijobber nicht ausgeschlossen werden. Gleiches gilt für Entlohnung und Urlaub: Minijobber müssen genauso entlohnt werden, wie es für die von ihnen ausgeübten Tätigkeiten per Tarifvertrag vorgeschrieben bzw. betriebsüblich ist. Ihnen steht das ihrer Arbeitszeit entsprechende anteilige Arbeitsentgelt zu. Wer also ein Fünftel der Zeit arbeitet, die für eine entsprechende Vollzeit-Stelle vorgesehen ist, muss auch ein Fünftel des Brutto-Vollzeitlohns erhalten. Und dazu gibt es – wenn es per Tarifvertrag oder über eine betriebliche Regelung vorgesehen ist – auch Nacht-, Sonntags-, Feiertags- oder Überstundenzuschläge. Das gilt auch für Urlaub- und Weihnachtsgeld. Minijobber haben nicht nur Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Urlaub, sondern auch auf ein anteiliges Urlaubs- und Weihnachtsgeld, falls diese Zahlungen im Betrieb üblich bzw. tarifvertraglich geregelt sind.
Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall: Minijobber, die infolge unverschuldeter Krankheit oder einer medizinischen Vorsorge- bzw. Rehabilitationsmaßnahme arbeitsunfähig sind, haben Anspruch auf Fortzahlung ihres regelmäßigen Verdienstes durch den Arbeitgeber bis zu sechs Wochen. Das Entgelt wird für die Tage fortgezahlt, an denen Arbeitnehmer ohne Arbeitsunfähigkeit zur Arbeitsleistung verpflichtet wären. Geregelt ist dies in den Paragraphen 3 und 4 des Entgeltfortzahlungsgesetzes.
Wichtig: Wenn es zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber über arbeitsrechtliche Fragen Streit gibt, sind die Arbeitsgerichte zuständig.

Minijob Rechner: Steuerliche Regeln

Hier geht es zunächst um die Frage, ob höhere Zahlungen der Arbeitgeber überhaupt die sozialversicherungs- und steuerrechtliche 450-Euro-Grenze sprengen. Unter Umständen können die Betroffenen nämlich deutlich höhere Einkünfte haben.
Soweit der Teil, der über 450 Euro im Monat hinausgeht, nicht sozialversicherungspflichtig ist, bleibt es bei der „Geringfügigkeit“ des Jobs. Es fallen dann also für den Arbeitnehmer – mit der Ausnahme ggf. für die Rentenversicherungsbeiträge für den Fall, dass Rentenversi-cherungspflicht besteht – keine Sozialversicherungsbeiträge an.
Die Zuschläge für Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit werden vielen Minijobbern unter Verweis auf die Gefahr, dass die 450-Euro-Grenze gesprengt wird, nicht gezahlt. Dieser Verweis ist falsch, denn im Regelfall sind die Zuschläge nicht sozialversicherungs- und damit auch nicht steuerpflichtig.
Dies gilt, soweit folgende Regeln eingehalten werden:
1. Der Grundlohn, auf den sich die Zuschläge beziehen, darf 25 Euro pro Stunde nicht über-steigen (für die Steuer gilt noch eine höhere 50-Euro-Grenze, diese kann hier jedoch außer Acht bleiben, da die Stundenlöhne von Minijobbern im Regelfall niedrig ausfallen).
2. Darüber hinaus kommt es auf das Verhältnis von Stundenlohn und Zuschlag an. Die Zuschläge dürfen – gemessen am Stundenlohn – nicht unverhältnismäßig hoch sein.
Minijobber können wegen ihres niedrigen Einkommens kaum fürs Alter vorsorgen und auch in der gesetzlichen Rentenversicherung erwerben sie nur niedrige Ansprüche. Zugleich würden manche Arbeitgeber sie gern flexibler einsetzen – über die 450-Euro-Grenze hinaus.
Hier bietet sich das Instrument der Entgeltumwandlung an: Ein Teil der erzielten Bruttoeinkünfte wird per Entgeltumwandlung in die betriebliche Altersvorsorge (meist in sogenannte Direktversicherungen) eingezahlt. Die für die Altersvorsorge genutzten Teile des Bruttolohns sind – wenn die Regeln eingehalten werden – weder steuer- noch sozialversicherungspflichtig. Die Entgeltumwandlung ist allerdings nur innerhalb gewisser Grenzen sozialversicherungsfrei, die jedoch relativ großzügig sind.

Minijob Rechner: Überschreiten der 450-Euro-Grenze

Die folgenden Tipps richten sich nicht an Arbeitnehmer mit einem (kleinen) Nebenjob. Für diese ist vielfach ein – für den Arbeitnehmer selbst – steuer- und sozialversicherungsfreier Minijob vorteilhaft. Mit einem solchen Nebenjob fahren sie häufig weit besser als beispielsweise mit Überstunden in ihrem „Erstjob“ – und den Schutz der Sozialversicherungen haben sie im Minijob ja nicht nötig. Diesen haben sie bereits durch den Hauptjob.
In vielen Fällen sind Minijobber – insbesondere Frauen – jedoch eigentlich auf den vollen Schutz der Sozialversicherung angewiesen. Dies gilt beispielsweise dann, wenn die Betroffenen sich mit dem Gedanken tragen, in der nächsten Zeit schwanger zu werden oder für Arbeitnehmer mit anfälliger Gesundheit, aber – natürlich – auch für alle, die ihren Minijob eher für unsicher halten und Interesse an Leistungen der Arbeitslosenversicherung haben. Dann bietet es sich an, den Arbeitgeber zu fragen, ob nicht aus dem Mini-Job (mindestens) ein 450,01-Euro-Job werden kann – also ein Midi-Job. Midi-Jobs kommen allerdings nur als Hauptbeschäftigungsverhältnis in Frage, also beispielsweise für Hausfrauen, nicht jedoch als Nebenjob für Arbeitnehmer, die bereits ein anderes sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis haben.
Tipp: Sie sollten sich nicht scheuen, ihren Arbeitgeber auf eine geringfügige Lohnerhöhung anzusprechen, die unter Umständen ja nur einen Cent ausmachen muss (450,01 Euro statt 450,00 Euro). Denn hier handelt es sich um eine typische Win-win-Situation. Dem Arbeitnehmer werden durch die geringfügige Bruttolohnerhöhung die kompletten Ansprüche der Sozialversicherung gesichert – bei relativ geringen Nettolohneinbußen. Dadurch haben sie Anspruch auf Krankengeld, auf das volle Mutterschaftsgeld der gesetzlichen Krankenversicherung und auf die Versicherungsleistung Arbeitslosengeld I.
Für den Arbeitgeber fallen bei einem 450,01-Euro-Job deutlich geringere Sozialabgaben an: Statt mehr als 30 Prozent an Sozialbeiträgen, die bei einem Mini-Job für den Chef anfallen, sind es bei einem Midi-Job nur knapp 20 Prozent.

Minijob Rechner: Anspruch auf „Mehr Job“

„Viele Frauen würden gerne länger arbeiten“, so fasst das Forschungsinstitut der Arbeitsagenturen seine jüngsten Arbeitszeituntersuchungen zusammen. Das gilt auch für Minijobberinnen. Diese sind im Schnitt 12,5 Stunden pro Woche tätig, tatsächlich möchten sie jedoch im Schnitt acht Stunden länger, nämlich 20,5 Stunden, jobben. Das sind Ergebnisse einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Und das Statistische Bundesamt ermittelte gar, dass jede fünfte teilzeitbeschäftigte Frau viel lieber einen Vollzeitjob hätte.
 
Gesetzliche Regelungen zur Arbeitszeitverlängerung gibt es in Deutschland schon seit Anfang 2001 – und zwar im Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG). Das Gesetz enthält nicht nur Regelungen zur Arbeitszeitverkürzung, sondern auch zur Aufstockung der Arbeitszeit, und zwar in Paragraf 9, der die Überschrift „Verlängerung der Arbeitszeit“ trägt. „Der Arbeitgeber hat einen teilzeitbeschäftigten Arbeitnehmer, der ihm den Wunsch nach einer Verlängerung seiner vertraglich vereinbarten Arbeitszeit angezeigt hat, bei der Besetzung eines entsprechenden freien Arbeitsplatzes bei gleicher Eignung bevorzugt zu berücksichtigen, es sei denn, dass dringende betriebliche Gründe oder Arbeitszeitwünsche anderer teilzeitbeschäftigter Arbeitnehmer entgegenstehen.“
 
Danach kann – natürlich – keine Arbeitnehmerin ihren Chef oder ihre Chefin zwingen, extra für sie einen neuen Vollzeitjob zu schaffen. Doch dass Stellen neu besetzt werden, gehört zum Firmenalltag. In diesen Fällen regelt das Gesetz eindeutig den Vorrang der schon im Unternehmen beschäftigten Teilzeiter – wozu auch Minijobber gehören. Bei dieser gesetzlichen Regelung zur Verlängerung der Arbeitszeit gibt es – anders als bei den Bestimmungen zur Verkürzung – kaum einschränkende Klauseln.
 
Die Regelung gilt für Unternehmen aller Größenklassen. Denn das Gesetz enthält keine Klausel, durch die kleinere Betriebe mit 15 oder weniger Beschäftigten hiervon ausgenommen sind.
 
Die Regelung ist nicht (nur) für Arbeitnehmer vorgesehen, die vorher ihre Arbeitszeit verkürzt haben. Sie gilt vielmehr unterschiedslos für alle Teilzeitbeschäftigten, also auch für diejenigen, die in einem Unternehmen von vornherein als Teilzeitkräfte „eingestiegen“ sind.
 
Ferner sieht Paragraf 9 des TzBfG – anders als Paragraf 8, in dem es um die Arbeitszeitverkürzung geht – keine Mindestdauer der Beschäftigung vor. Die Regelung gilt also auch für Teilzeitbeschäftigte, die erst ganz kurze Zeit in einem Unternehmen tätig sind.
 
Und schließlich fordert das Gesetz auch keine wöchentliche Mindestarbeitszeit. Danach können z.B. auch Minijobber mit einer Wochenarbeitszeit von zehn Stunden verlangen, dass sie eine neu im Betrieb ausgeschriebene Vollzeitstelle bekommen, wenn sie dafür qualifiziert sind.
 
Verweigerung nur bei dringenden Gründen: Weiterhin kann der Arbeitgeber den Wunsch nach längerer Arbeitszeit nicht aus reinen „betrieblichen Gründen“ ablehnen. Diese müssen vielmehr „dringend“ sein.
 
Einige Male bereits hat sich das Bundesarbeitsgericht mit Paragraf 9 des Teilzeit- und Befristungsgesetzes beschäftigt. Tenor ist dabei, dass bei Vorliegen der Voraussetzungen des Paragrafen ein harter Rechtsanspruch eines Beschäftigten auf Verlängerung seiner Ar-beitszeit besteht. Die entsprechende gesetzliche Regelung ist keinesfalls nur als mehr oder weniger unverbindlicher Appell an Arbeitgeber anzusehen.
 
Tipp: Teilzeiter, die an einer Verlängerung ihrer Arbeitszeit bzw. einem Vollzeitjob interessiert sind, sollten dies in jedem Fall dem Betriebs- oder Personalrat – soweit ein solcher vorhanden ist – gegenüber deutlich machen. Sie können ihren Anspruch auch vor dem Arbeitsgericht geltend machen. Voraussetzung ist dabei allerdings in jedem Fall: Frei werdende Arbeitsplätze werden besetzt. Und: Die Betroffenen müssen für die Stelle geeignet sein.
Jobbende Rentner Neun Antworten zum Hinzuverdienst finanzportal Biallo.de

Jobbende Rentner Acht Antworten zum Hinzuverdienst

Knapp 1,4 Millionen Minijobber sind derzeit über 60 Jahre alt - Tendenz steigend. Was ist erlaubt, ohne dass die Rente gekürzt wird? mehr ...
400-Euro-Job Minijob Midijob Sozialabgaben Teilzeit-Job Finanzportal Biallo.de

update Minijob oder Midijob Ein Euro mehr Lohn bringt volle Sozialleistungen

Minijobs mit bis zu 450 Euro pro Monat sind beliebt. Oft allerdings zu Unrecht. Denn mit einem 451-Euro-Job stehen Arbeitnehmer und Arbeitgeber oft besser da. mehr ...
Anzeige
Nach oben
Fotos:Colourbox.de,biallo.de
Wir Helfen
Anzeige
Anzeige
Top 5 Festgeld
Anbieter Zins  
J&T Banka
1,80 %
J&T Banka
Banca Sistema
1,50 %
Banca Sistema
Klarna
1,40 %
Klarna
Crédit Agricole
1,35 %
Crédit Agricole
Renault Bank direkt
1,35 %
Renault Bank direkt
Betrag: 10.000 € Laufzeit: 2 Jahre
© 2016 Biallo & Team GmbH Partnerseiten: