Vermögensaufbau kinderleicht

Kinderdepots Vermögensaufbau kinderleicht

Brigitte Watermann
von Brigitte Watermann
10.10.2013
Auf einen Blick

Wer mit Wertpapieren für seinen Nachwuchs sparen möchte, braucht ein leistungsstarkes und günstiges Depot. Etliche Direktbanken haben interessante Angebote.

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Kinder sind billig in der Anschaffung, aber teuer im Unterhalt, besagt ein Bonmot. Ein Studium beispielsweise kostet im Schnitt gut 40.000 Euro oder mehr. Kein Wunder, dass sich Eltern überlegen, wie sie für ihren Nachwuchs Vermögensaufbau betreiben können, um den Kindern einen guten Start ins Leben zu ermöglichen.

Und auch steuerliche Aspekte sprechen durchaus dafür, schon frühzeitig Kindern ein wenig Vermögen zu übertragen – um auf diese Weise für die Gesamtfamilie Steuern zu sparen. Denn schließlich stehen auch Kindern die wichtigen steuerlichen Freibeträge zu (Näheres hierzu im Artikel: Steuern sparen mit dem Nachwuchs).

Damit der Fiskus mitspielt, braucht der Nachwuchs auf jeden Fall ein eigenes Depot. Bei zahlreichen Banken und Direktbanken ist die Eröffnung unproblematisch möglich, wenn man

  • die Geburtsurkunde vorlegt,

  • die Steuer-Identifikationsnummer des Kindes angibt,

  • die Eltern sich per Personalausweis ausweisen

  • und bei Direktbanken das Post-Ident-Verfahren durchlaufen.

Die Eltern erhalten den Kontozugang und die Verfügungsberechtigung, solange die Kinder minderjährig sind. Die Kinder dürfen erst dann handeln, wenn sie volljährig geworden sind.

Tipp

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Kostenlose Depots bei Direktbanken

Auf lange Sicht einiges an Geld sparen kann man mit Kostenlos-Depots. Manche Direktbanken bieten uneingeschränkt kostenlose Lagerstellen an, bei anderen wiederum ist die kostenlose Depotführung an Bedingungen geknüpft, wie etwa ein bestimmtes Depotvolumen oder das Vorhandensein eines Wertpapiersparplans. Da sich für den Vermögensaufbau für Kinder Wertpapier-Sparpläne geradezu anbieten (Näheres hierzu im Artikel: Vermögensaufbau für Kinder), ist diese Anforderung allerdings nicht allzu schwer zu erfüllen.

Unser Tipp

Kostenlose Depots

Generell kostenlos sind zum Beispiel das DAB Junior Depot bei der DAB Bank oder das Direkt Junior Depot bei der ING-Diba. Weitere kostenlose Depots gibt es bei der DKB, Flatex, Maxblue, S-Broker, Onvista Bank, Targobank und bei der 1822 direkt.

Depots mit Nebenbedingungen

Mit Nebenbedingungen kostenlos sind Depots für Kinder bei Comdirect, Netbank, Postbank oder VW Bank.

Das Junior Depot von Comdirect beispielsweise kostet im ersten Halbjahr ohnehin nichts, danach bei mindestens zwei Trades pro Quartal oder wenn ein Wertpapiersparplan läuft, sonst würden 1,95 Euro pro Monat fällig. Aktuell gibt es bei Eröffnung eines Juniordepots bis zu 30 Euro Gutschrift.

Das Netbank-Depot ist kostenlos ab dem zehnten Trade oder bei Vorhandensein eines Netbank-Girokontos mit Gehaltseingang, sonst kostet es 11,90 Euro pro Jahr.

Die VW Bank sieht vor, dass das Depot ab zwei Trades pro Jahr umsonst geführt wird, oder bei Vorhandensein eines Girokontos oder ab einem Depotvolumen von 10.000 Euro.

Bei der Postbank muss das Depotvolumen immerhin 50.000 Euro betragen für die Umsonst-Depotführung.

Bei der Geldanlage für den Nachwuchs dürfen die Eltern nicht zu spekulativ vorgehen. In aller Regel schließen die Banken daher generell Termingeschäfte, Optionsscheine & Co. aus. Es empfiehlt sich auf jeden Fall, diesen Punkt vor Depoteröffnung zu klären. Denn manche Anbieter sehen noch weitere Einschränkungen vor. So erlaubt der S-Broker etwa auch keine Auslandsgeschäfte, kein Intraday-Trading, keine CFDs oder keine Kontoüberziehungen und Effektenkredite. Bei der Netbank sind nur Wertpapiere der ersten Risikoklasse erlaubt – Aktien und Aktienfonds gehören nicht dazu. Andere Broker wiederum sind weniger strikt.

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Für meine Leser bin ich stets auf der Suche nach neuen Angebots- und Konditionen-Trends bei Direkt- und Filialbanken. Denn mein Ziel ist es, dass Anleger wohl durchdachte Entscheidungen treffen können, welchen Anbietern sie ihr Vertrauen schenken. Außerdem schreibe ich seit vielen Jahren zu den Themen Vermögensaufbau und Altersvorsorge, aber auch Anlegerschutzrecht und Steuern. Private Geldanleger und ihre Bedürfnisse stehen dabei für mich immer im Fokus.  

In München und Washington, D.C., habe ich Diplom-Journalistik und Diplom-Volkswirtschaftslehre studiert, außerdem meine Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule in München absolviert. Nach meinem Berufseinstieg als Redakteurin beim Anlegermagazin Börse Online arbeitete ich von 1998 bis 2000 als Investor Relations Managerin bei der HypoVereinsbank. 2000 kehrte ich als Ressortleiterin zu Börse Online zurück und verantwortete dort bis 2009 die Bereiche “Geld und Vorsorge” sowie die Portrait- und Interviewstrecke “Börsianer und Anleger”. In dieser Zeit habe ich mehrere renommierte Journalistenpreise gewonnen.  

Seit 2009 schreibe ich für biallo.de, aber auch für Capital, Euro am Sonntag, Euro und weiterhin für Börse Online sowie für andere bekannte überregionale Wirtschaftsmedien. Gemeinsam mit früheren Börse Online-Kollegen betreibe ich den börsentäglichen Blog finanzjournalisten.blogspot.com. Daneben bin ich als Referentin für Wirtschaftsjournalismus an der Deutschen Journalistenschule München sowie als Moderatorin von Podiumsdiskussionen tätig.

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