Pflegetagegeldversicherungen mit hoher Flexibilität

Pflegetagegeldversicherung Pflegetagegeldversicherungen mit hoher Flexibilität

Fritz Himmel
von Fritz Himmel
08.05.2016
Auf einen Blick

Die Betreuung Pflegebedürftiger ist teuer. Biallo.de zeigt, welche private Pflegezusatzversicherung sinnvoll ist und worauf Sie dabei achten sollten.

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Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Deutschland ist mittlerweile auf über 2,6 Millionen angewachsen – Tendenz laut Statistischem Bundesamt weiter stark steigend. Grund für die Zunahme der Pflegefälle ist vor allem die Alterung der Bevölkerung. Dabei wird der Großteil aller Pflegebedürftigen noch zu Hause versorgt.

Statistiken zeigen: Zwei Drittel aller Pflegebedürftigen sind in die Pflegestufen I oder II eingestuft. Ihre Versorgung erfolgt daher noch überwiegend zuhause. In dieser Pflegesituation verbringen sie auch deutlich mehr Zeit als in Pflegestufe III oder in einem Heim.

Die richtige Wahl – eine Pflegetagegeldversicherung

Doch egal ob die Pflege zu Hause oder im Heim erfolgt – werden Sie zum Pflegefall, kostet das viel Geld. Die Zuschüsse aus der gesetzlichen Pflegeversicherung decken oft nicht mal die Hälfte Ihrer anfallenden Kosten. „Wer vorsorgen kann, sollte es daher tun“, empfiehlt Hajo Köster vom Bund der Versicherten. Der Experte rät hier zu einer Pflegetagegeldversicherung. Bei dieser Vorsorgevariante wird Ihnen bei der jeweiligen Pflegestufe ein vereinbarter Tagessatz ausgezahlt – unabhängig davon, wie teuer die tatsächliche Pflegeleistung ist. Wofür Sie dieses Pflegetagegeld dann verwenden, dürfen Sie als die pflegebedürftige Person oder Ihre Familie selbst frei entscheiden. So können Sie damit Heimkosten, ambulante Pflege oder Betreuungsleistungen begleichen. Bei Vertragsabschluss legen Sie einen Tagessatz fest, der im Pflegefall später ausbezahlt wird.

Leistungen guter Pflegetagegeldversicherungen

Ein gutes Einstiegsalter für eine Pflegetagegeldversicherung ist zwischen 40 und 50 Jahren. Dann sind die Beiträge auch noch bezahlbar. Bei einem Vertragsabschluss sollten Sie auf folgendes noch achten:

• Wie viel soll in den einzelnen Pflegestufen jeweils gezahlt werden? Daran denken: Über zwei Drittel aller Pflegebedürftigen sind in die Pflegestufen I oder II eingestuft. Sie werden daher überwiegend zuhause versorgt.
• Demenzerkrankungen sollten mit abgesichert sein.
• Wählen Sie eine Pflegetagegeldversicherung mit einem Tarif, der unabhängig davon leistet, ob Sie durch Profis, Laien, zuhause oder im Heim gepflegt werden. So können Sie selbst entscheiden, wie Sie Ihr Pflegetagegeld investieren möchten - in professionelle Pflege oder in die Hilfe durch private Angehörige.
• Der Tarif sollte identische Leistungen (auch bei Demenz, Pflegestufe 0) bei ambulanter und stationärer Pflege gewähren.
• Werden Sie zum Pflegefall, so stuft Sie der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) in eine bestimmte Pflegestufe ein. Diese Einstufung sollte der Versicherer anerkennen.
• Die Versicherung sollte im Falle der Pflegebedürftigkeit die Beitragszahlung aussetzen.
• Die Pflegetagegeldversicherung muss einen lebenslangen Schutz und diesen weltweit gewähren.
• Gute Pflegetagegeldversicherungen sehen zudem eine Dynamik der Leistung im Pflegefall vor. Sie passen die Auszahlung in gewissen Zeitabständen an die Inflation an.

Tagessätze in den Pflegestufen beachten

Die jeweiligen Pflegetagessätze sollten Sie ebenfalls unbedingt vorab beachten und vergleichen: Bei einer Pflegetagegeldversicherung können die Tagessätze in den jeweiligen Pflegestufen von Versicherer zu Versicherer deutlich variieren. Bei manchen gibt es in den Pflegestufen I und II meist nur einen bestimmten Prozentsatz der vereinbarten Leistung. Beispiel: Sie vereinbaren ein Pflegetagegeld von 80 Euro in Pflegestufe III. Hier gibt es Anbieter, in deren Tarifen dann in der Pflegestufe II rund 60 Euro täglich gezahlt werden, bei anderen aber lediglich 20 Euro. Ein gewaltiger Unterschied. Prüfen Sie hier genau, was Ihnen bei Ihrer Pflegetagegeldversicherung wichtig ist und was Sie sich leisten wollen.

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nach dem Sprachstudium (Indologie/Anglistik) in München ging ich zuerst in die Filmbranche zu Warner Columbia und arbeitete anschließend viele Jahre als Werbeleiter in einem Fachbuchverlag in München.

Seit Gründung 1997 bin ich Mitglied bei Biallo & Team. Für das Finanzportal biallo.de bearbeite ich schwerpunktmäßig die Bereiche Telekommunikation, Altersvorsorge und Versicherungen sowie Erbrecht. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschien das Biallo-Buch „Das neue Pflichtteilsrecht“.

Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

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Seit Gründung 1997 bin ich Mitglied bei Biallo & Team. Für das Finanzportal biallo.de bearbeite ich schwerpunktmäßig die Bereiche Telekommunikation, Altersvorsorge und Versicherungen sowie Erbrecht. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschien das Biallo-Buch „Das neue Pflichtteilsrecht“.

Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

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