Zahnzusatzversicherung Top-Angebote im Leistungswirrwarr

Zahnzusatzversicherung Top-Angebote im Leistungswirrwarr

Fritz Himmel
von Fritz Himmel
14.01.2016
Auf einen Blick

Guter Zahnersatz ist teuer. Und die Krankenkassen decken nur einen kleinen Teil ab. Hier hilft eine private Zahnzusatzversicherung. Was Sie dabei beachten müssen.

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Seitdem die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) ihre Leistungen für Zahnersatz stark eingeschränkt haben, rückt eine private Zahnzusatzversicherung immer mehr in den Fokus der Kassenpatienten. Denn die GKV zahlt nur einen festen Zuschuss, der sich jeweils an der günstigsten Zahnbehandlung orientiert – unabhängig davon, was Sie sich wünschen und später tatsächlich gemacht wird. So kann sich die Rechnung für ein Implantat schnell auf 3.000 Euro belaufen. Die Kasse zahlt davon zurzeit knapp 390 Euro.

Leistungen bei Zahnzusatzversicherungen prüfen

Vergleichen Sie bei der Suche nach einem geeigneten Zahnzusatzversicherer nicht nur den Preis der Police, sondern ganz genau die Qualität der Leistungen. Die Art der Kostenübernahme zwischen den einzelnen Anbietern und Tarifen einer Zahnzusatzversicherung unterscheidet sich zum Teil deutlich. Und das Vertragswerk ist oft wirr. Grundsätzlich müssen Sie immer darauf achten, ob sich die in den Vertragsbedingungen angegebenen Prozent-Sätze inklusive oder exklusive der GKV-Leistungen verstehen. Gerade hier werden Verbraucher gerne in die Irre geführt. Ein beliebter Werbe-Slogan ist oft: „Verdopplung des Festzuschusses bis zu 100 Prozent der Gesamtrechnung“. Hier denken die meisten erst einmal: Toll, bis zu 100 Prozent der Zahnarztrechnung wird erstattet. Die Realität dieser Aussage sieht jedoch anders aus.

Unser Tipp

Ein Beispiel: Der Zahnersatz kostet 1.000 Euro, von der die Kasse 150 Euro als Festzuschuss zahlt. Wird der Kassenanteil verdoppelt, so bleiben Sie immer noch auf einem Eigenanteil von 700 Euro sitzen. Gute Zahnzusatzversicherungen übernehmen dagegen 85 Prozent der Kosten, Sie zahlen also zusammen mit dem Kassenanteil 850 Euro – Sie selbst müssen nur noch 150 Euro zusteuern.

Es ist also wichtig, dass Sie vor Vertragsabschluss genau verstehen, was oft wohlklingend verpackte Klauseln konkret bedeuten. „Eine Zahnzusatzversicherung sollte nicht vorschnell abgeschlossen werden“, rät daher Elke Weidenbach, Versicherungsexpertin bei der Verbraucherzentrale in Nordrhein-Westfalen.

Leistungsausschlüsse der Zahnzusatzversicherung beachten

Schließen Sie - wenn Sie grundsätzlich Zahnersatzbedarf bei sich kommen sehen - eine Zahnzusatzversicherung früh ab. Wenn eine Behandlung bereits anläuft, wird nichts mehr hierfür erstattet. Ebenso sind bei Vertragsbeginn bereits fehlende Zähne in der Regel vom Versicherungsschutz der Zusatzversicherungen ausgeschlossen und können beispielsweise nicht mehr durch ein Implantat ersetzt werden. „Verbraucher sollten auch die Sperrfrist beachten – das sind bis zu acht Monate“, betont Verbraucherschützerin Elke Weidenbach. Viele Zahnzusatzversicherungen schließen grundsätzlich Leistungen innerhalb der ersten Monate nach Abschluss der Police aus. Und fast alle Anbieter zahlen im ersten Jahr nur bis zu einem bestimmten Höchstbetrag, der sich dann langsam in den Folgejahren steigert bis zur vollen Leistung. Meist werden im ersten Versicherungsjahr höchstens 250 Euro erstattet, in den ersten beiden Jahren zusammen maximal 500 Euro, in den ersten drei Jahren 750 Euro und in den ersten vier Jahren zusammen höchstens 1.000 Euro. Erst mit Ablauf des vierten Versicherungsjahres entfällt die jeweilige Leistungsbegrenzung.

Top-Anbieter für Zahnzusatzversicherung wählen

Über 180 Zahnzusatzversicherungen tummeln sich zurzeit auf dem Markt. Da fällt der Überblick nicht leicht. Gute Anbieter sollten zusammen mit dem Anteil der gesetzlichen Krankenkasse selbst bei sehr teurem Zahnersatz 80 bis 95 Prozent der Arztrechnung abdecken. Eine gute Police gibt es laut einer Untersuchung der Stiftung Warentest für einen 43-jährigen Modell-Kunden bereits zwischen 13 und 47 Euro monatlich. Mit „sehr gut“ schnitten hier beispielsweise die HanseMerkur (Tarife EZ+EZT sowie EZ+EZT+EZP), die Allianz (ZahnBest) oder die Debeka (EZ70plus) ab.

Biallo-Tipp:

Vergleichen Sie die jeweiligen Vertragsklauseln genau und erkennen Sie deren tatsächlichen Wert. Wichtig ist vor allem der Prozentsatz, den eine Zahnzusatzversicherung leistet – und zwar unabhängig von der Kassenleistung! Beachten Sie auch mögliche Wartezeiten und Leistungsausschlüsse. Erst danach den Preis der Police berücksichtigen.

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nach dem Sprachstudium (Indologie/Anglistik) in München ging ich zuerst in die Filmbranche zu Warner Columbia und arbeitete anschließend viele Jahre als Werbeleiter in einem Fachbuchverlag in München.

Seit Gründung 1997 bin ich Mitglied bei Biallo & Team. Für das Finanzportal biallo.de bearbeite ich schwerpunktmäßig die Bereiche Telekommunikation, Altersvorsorge und Versicherungen sowie Erbrecht. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschien das Biallo-Buch „Das neue Pflichtteilsrecht“.

Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

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Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

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