Eine beliebte Darlehensart für private Anschaffungen ist der Ratenkredit. Praktisch jede Bank oder Sparkasse offeriert ihren Kunden solche Verbraucherkredite. Neben Geldinstituten vertrauen auch die meisten Handels- und Versandhäuser auf die bewährte Form der Ratenzahlung. Beim Händler erhalten Käufer allerdings kein Geld ausgezahlt, sondern eine bestimmte Warenleistung, deren Gegenwert sie dann Stück für Stück – ähnlich wie beim Ratenkredit – zurückzahlen müssen.
Beim klassischen Ratenkredit leihen sich Verbraucher Geld von der Bank, etwa um eine größere Anschaffung zu tätigen. Die maximalen Kredithöhen schwanken je nach Anbieter zumeist zwischen 25.000 und 50.000 Euro. Als Gegenleistung für das bereitgestellte Geld berechnet die Bank Zinsen. Die Höhe der Zinsen ist abhängig vom allgemeinem Zinsniveau am Kapitalmarkt, der Kreditlaufzeit und der Gewinnspanne der Bank. Aus der Summe aus Kreditmitteln und Zinsen errechnet sich der Gesamtbetrag des Ratenkredits, der anschließend in monatlich festgelegten Raten an die Bank zurückgezahlt werden muss. Vorteil: Die Höhe der Raten und die Dauer der Rückzahlung liegen fest, damit ist die Belastung durch den Ratenkredit für die gesamte Laufzeit exakt kalkulierbar.
Drei Faktoren bestimmen die Höhe der monatlichen Kreditrate: Der Darlehensbetrag, der Zinssatz und die Laufzeit. Es gilt das Prinzip: Je höher der Darlehensbetrag bzw. je höher der Kreditzins, umso größer die monatliche Belastung und umgekehrt. Kostengünstig fahren Schuldner einerseits mit preiswerten Direktbanken sowie andererseits in Marktphasen mit niedrigem Zinsniveau. Die Kosten für den Ratenkredit sind dann besonders gering. Andererseits besteht in Niedrigzinsphasen die Möglichkeit, die Kreditsumme kostengünstig aufzustocken. Denn für eine bestimmte monatliche Belastung kann man bei Niedrigzinsen mehr Geld von der Bank leihen als bei hohen Zinsen.
Die monatliche Belastung lässt sich auch über die Laufzeit des Ratenkredits beeinflussen. Es gilt: Je länger die Kreditlaufzeit, desto geringer die Monatsrate und umgekehrt. Wer Wert auf eine schnelle Tilgung legt, der muss hohe Darlehensraten schultern. Dafür ist er in vergleichsweise kurzer Zeit schuldenfrei. Wer eine möglichst geringe monatliche Belastung favorisiert, der kann die Laufzeit ausdehnen. Bleibt für die Rückzahlung länger Zeit, sinkt die Rate und der finanzielle Spielraum wächst. Nachteil: Je länger der Ratenkredit läuft, desto mehr Zinsen muss man insgesamt an die Bank zahlen. Bei der Festlegung der Kreditlaufzeit ist außerdem zu bedenken, dass jeder Gegenstand eine bestimmte Nutzungsdauer hat. So sollte zum Beispiel der Ratenkredit für ein Auto keinesfalls länger laufen als die angestrebte Haltedauer des Fahrzeugs. Andernfalls passiert es, dass man bereits nach einem neuen Auto Ausschau hält, das alte aber noch gar nicht abgezahlt ist. Im ungünstigen Fall kommt es zu einer doppelten Kreditbelastung.
Viele Banken berechen für die Bereitstellung eines Ratenkredits Gebühren. Infrage kommen Bearbeitungs- oder Verkaufsgebühren von 1,0 bis 3,0 Prozent der Kreditsumme, manchmal werden zusätzlich auch Kontoführungsgebühren erhoben.
Viele Anbieter erlauben außerplanmäßige Extratilgungen des Ratenkredits. Dies ist häufig dann der Fall, wenn die Bank eine Verkaufsgebühr für das Darlehen erhoben hat. Die Gebühr wird bei vorzeitiger Rückzahlung des Ratenkredits nicht erstattet, bei manchen Banken fallen zusätzliche Kosten an..
Ein Ratenkredit ist binnen drei Monaten kündbar, wenn der Vertrag mindestens sechs Monate läuft. Die ausstehende Summe kann dann auf einen Schlag zurückgezahlt werden.
Beim Ratenkredit lohnt ein genauer Zinsvergleich. Auch wenn viele Banken immer wieder Schaufensterzinsen bewerben, die Angebote für Ratenkredite klaffen weit auseinander. Manche Anbieter offerieren Verbraucherkredite mit zweistelligen Zinssätzen, andere liegen deutlich darunter. Wer ein teures Angebot wählt, zahlt schnell das Doppelte eines günstigen Darlehens. Tipp: Der Kredit-Vergleichsrechner auf biallo.de zeigt die derzeit kostengünstigsten Angebote am Markt.