Schnell, schneller, am schnellsten

Ratenkredit in wenigen Minuten Schnell, schneller, am schnellsten

Max Geißler
von Max Geißler
06.11.2016
Auf einen Blick
Schöne neue Kreditwelt – Immer mehr Banken versprechen Verbrauchern schon nach kurzer Zeit Cash auf die Hand. Wie ist das möglich?
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Wer bei der Kreditplattform Smava einen Online-Kredit mit Sofortzusage beantragt, der erhält spätestens nach 48 Stunden das Geld auf sein Konto – so das Versprechen des Kreditvermittlers. Kunden der ING-Diba haben es noch besser: „Nach der Darlehenszusage wird Ihr Kreditbetrag direkt auf das Girokonto überwiesen“, heißt es bei der Bank. Wartezeiten von ein bis zwei Wochen bei der Kreditvergabe, wie sie bei vielen Banken heute noch üblich sind, gehören schon bald der Vergangenheit an.

Digital Account Check

Vorreiter bei sogenannten Sofortkrediten war die britische Barclaysbank. Das in Hamburg ansässige Geldhaus mit britischen Wurzeln geht dabei einen neuen Weg: Statt zu warten bis der unterschriebene Kreditantrag samt Gehaltsbescheinigung beim Kreditinstitut eingegangen ist, wirft Barclays mit Erlaubnis des Antragstellers einen Blick auf dessen Girokonto. Ist genügend Geld vorhanden und trüben keine größeren Zahlungsverpflichtungen die Bonität des Kreditnehmers, erfolgt die sofortige Kreditzusage und die Auszahlung des Geldes. Im Kampf um neue Kunden und schnelle Kreditauszahlung dürfte der sogenannte Digital Account Check wohl bald bei anderen Banken Schule machen.

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Darlehensbetrag 10.000 €, Laufzeit 36 Monate

Video-Ident-Verfahren

Eine schnelle Kreditvergabe wird auch durch das Video-Ident-Verfahren gepuscht. Dabei wird die Identität der Antragsteller mittels Tablet- oder Handycamera durch einen Mitarbeiter der Bank live geprüft und bestätigt. Alles was man dazu braucht, ist der Personalausweis oder Reisepass. Das Video-Ident-Verfahren macht das umständliche Post-Ident-Verfahren, mit dem sich Antragsteller für ein neues Girokonto oder einen Ratenkredit bei ihrer Postagentur persönlich legitimieren müssen, obsolet. Moderne Video-Legitimation ist heute bei vielen Direktbanken Standard, so etwa bei Comdirect, Consorsbank, DKB und ING-Diba.

Elektronische Unterschrift

Einen zusätzlichen Geschwindigkeitsschub bei der Kreditvergabe könnte die elektronische Unterschrift bringen. Beim sogenannten „E-Signing“ unterschreiben Kreditnehmer den Darlehensantrag nicht mehr per Stift und senden ihn an die Bank, sondern stimmen dem Vertrag per digitaler Signatur zu. Die elektronische Signatur ist einzigartig und wird individuell erstellt. Technisch gesehen erfüllt sie den gleichen Zweck wie eine eigenhändige Unterschrift auf Papier. Das Ausdrucken, unterschreiben und der postalische Versand des Kreditantrags werden mit „E-Signing“ überflüssig.

Lese-Tipp: Erfahren Sie mehr zum Thema Ratenkredit vorzeitig kündigen - nicht jede Bank berechnet Vorfälligkeitsentschädigung. Lesen Sie außerdem das Biallo-Interview mit Hartmut Schwarz von der Verbraucherzentrale Bremen. Darin erfahren Sie, wie Sie die horrenden Gebühren im Rahmen Vorfälligkeitsentschädigung bei der Baufinanzierung vermeiden.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

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