Ratenkredit Gleiche Kreditzinsen für alle

Ratenkredit Gleiche Kreditzinsen für alle

Max Geißler
von Max Geißler
23.09.2016
Auf einen Blick

Viele Banken werben mit Top-Kreditzinsen. Beantragt man ein individuelles Kreditangebot, so fällt dieses aber oft schlechter aus. Wie Sie gegensteuern.

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Schuld an den Zinsunterschieden sind bonitätsabhängige Zinsen. Banken dürfen nämlich einen Durchschnittszins ins Schaufenster stellen, den zwar viele, aber längst nicht alle Kunden erhalten.

Ist die eigene Bonität schlechter, können Risikozuschläge anfallen und das Darlehen verteuern. Eine Minderung der Bonität kann bereits bei scheinbar nebensächlichen Parametern eintreten. So erheben Banken beispielsweise wegen der Nutzung zahlreicher Kreditkarten Risikozuschläge.

Bonitätsunabhängige Kreditzinsen

Ratenkredite mit bonitätsunabhängigem Zins schließen solche Überraschungen aus. Diese Darlehen haben einen feststehenden Zinssatz, der für alle Kreditnehmer gilt. Vorteil: Die Zinshöhe und damit die Kosten stehen von Anfang an fest. Kreditnehmer wissen sofort, was sie für das geborgte Geld zahlen müssen und wie hoch die Kreditrate ausfällt.

Positiv: Befindet die Bank den Antragsteller als kreditwürdig, erhält er das Darlehen ohne Zinsaufschlag. Zahlreiche Geldhäuser arbeiten mit dieser klaren und kundenfreundlichen Vergabemethode. Beispiele hierfür sind:
 

  • DKB (Deutsche Kreditbank)
  • ING-Diba
  • Oyak Anker Bank
  • SKG Bank
  • Sparkasse Neuss

Bonitätsabhängige Kreditzinsen

Doch längst nicht alle Banken verfahren nach diesem Prinzip. Manche Geldhäuser stellen sogenannte bonitätsabhängige Zinssätze ins Schaufenster. Bei diesen Angeboten sind die Zinssätze nicht fest, sondern staffeln sich nach der Kreditwürdigkeit des Kunden.

Im Kleingedruckten steht meist der Hinweis, dass der Zinssatz je nach Bonität des Antragstellers auch höher ausfallen kann. Und das tut er häufig auch, denn die sogenannte Preisangabenverordnung für Kredite schreibt vor, dass den angebotenen Zinssatz lediglich zwei Drittel der zustande kommenden Kreditverträge enthalten müssen (Paragraph 6a, Abs. 3 PAngV). Alle anderen dürfen teurer sein.

Das Problem: Wählt ein Kreditnehmer ein solches Angebot, hat er keine Planungssicherheit. Fällt der individuelle Kreditzins der Bank schlechter aus als der Schaufensterzins, muss man einen neuen Antrag bei einer anderen Bank stellen, wenn man einen besseren Zinssatz haben möchte. Ratenkredite mit bonitätsabhängigen Kreditzinsen finden sich zum Beispiel bei

  • Deutscher Bank
  • Targobank
  • Postbank
  • Norisbank

Biallo-Tipp: Unser Ratenkreditvergleich zeigt, welche Bank mit bonitätsunabhängigen Zinsen arbeitet. Alle Kreditinstitute, die mit einem "B" versehen sind, bieten bonitätsabhängige Zinsen, alle Institute ohne "B" machen Festzinsangaben.

3
 
Anbieter
Monatliche Rate
eff. Zins
p.a.
mtl. Rate
 
1.
572,01
1,92%
bis 4,99%
572,01
2.
572,26
1,95%
bis 5,25%
572,26
3.
574,41
2,20%
bis 5,35%
574,41
Darlehensbetrag 20.000 €, Laufzeit 36 Monate
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Max Geißler
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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

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