Schufa-Eintrag So funktioniert Ihre kostenlose Selbstauskunft

Schufa-Eintrag So funktioniert Ihre kostenlose Selbstauskunft

Max Geißler
von Max Geißler
01.11.2015
Auf einen Blick

Verweigert die Bank Ihnen den Kredit, kann dies an falschen Schufa-Einträgen liegen. Wenn Sie Ihre Einträge von Zeit zu Zeit kontrollieren, verbessern Sie Ihre Kreditchancen.

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Die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung (Schufa) sammelt Informationen über Kontoverbindungen und Zahlungsverpflichtungen von rund 66 Millionen Bundesbürgern. Erfasst werden Leasing- und Kreditverträge, Girokonten sowie offene Forderungen von Banken, Händlern und Verlagen. „Zudem wertet die Schufa öffentliche Verzeichnisse aus und registriert eidesstattliche Versicherungen und Privatinsolvenzen“, so Anne Kronzucker, Rechtsexpertin beim Rechtsschutzversicherer D.A.S. Die Daten ermöglichen Rückschlüsse über Bonität und Zahlungstreue eines Kunden. Da sie Banken und Händler als Entscheidungsgrundlage heranziehen, empfiehlt sich von Zeit zu Zeit deren Prüfung.

Kostenlose Auskunft

Seit 2010 sind Auskunfteien wie Bürgel, Creditreform oder Schufa gesetzlich verpflichtet, einmal im Jahr kostenlos über die gespeicherten Daten Auskunft zu geben. Die Schufa-Abfrage funktioniert allerdings nur noch über das Internet unter: www.meineschufa.de. Wählen Sie dazu unter dem Button "Produkte" den Link "Datenübersicht nach Paragraf 34 BDSG". Unter "Jetzt Bestellen" kann man ein Formular herunterladen, ausfüllen und zusammen mit einer Kopie des Personalausweises per Post an die angegebene Adresse senden. Die Schufa schickt die Auskunft dann per Post zurück. Die Information enthält alle gespeicherten Daten. Verbraucher erfahren, woher die Daten stammen, an wen sie weitergeleitet wurden und erfahren ihren Score-Wert.

Score-Wert undurchsichtig

Wichtig beim Ausfüllen des Formulars ist das Feld "Aktuelle Wahrscheinlichkeitswerte". Damit beantragen Sie Ihren Score-Wert. Die mittels eines statistisch-mathematischen Verfahrens ermittelte Zahl zwischen eins und 1.000 zeigt die Zahlungs-Ausfallwahrscheinlichkeit an. Je höher die Zahl, desto geringer die Ausfallwahrscheinlichkeit. Ab welchem Wert Banken oder Händler ein Vertragsgeschäft verweigern, bestimmt allerdings nicht die Schufa. „Jedes Unternehmen beurteilt den Score-Wert eigenständig, dabei verhalten sich manche vorsichtiger als andere“, sagt Kronzucker. Der Score-Wert kann auch in Prozent angegeben werden. 100 Prozent ist dann der beste Wert. Daten- und Verbraucherschützer kritisieren seit langem das intransparente Verfahren der Scorewert-Ermittlung.

Schufa-Eintrag löschen

„Verbraucher mit schlechten Score-Werten sollten besonders vor größeren Kreditanfragen ihre Daten prüfen“, rät die Rechtsexpertin. Sind ausgelaufene Zahlungsverpflichtungen noch immer verzeichnet, muss die Schufa handeln und die Einträge löschen. So kann ein Risikokunde wieder zu besseren Kreditaussichten oder günstigeren Konditionen gelangen. Laut Gesetz sollen gespeicherte Daten nach drei Jahren gelöscht werden, doch das geschieht oft nicht. Die Verbraucherzentrale Bremen hat für den Widerspruch gegen unberechtigte Einträge einen Musterbrief entworfen, den Interessierte unter: www.verbraucherzentrale-bremen.de/beratung/verbraucherrecht/probleme_schufa.html finden. „Parallel kann man die Berichtigung der Daten von seiner Bank oder dem Händler verlangen, weil derjenige, der den falschen Eintrag verursacht hat, zu dessen Widerruf verpflichtet ist und gegebenenfalls für die Folgen haftet“, so die Verbraucherzentrale Bremen. Kann die Schufa nicht überprüfen, ob die Daten richtig oder falsch sind, bleiben sie bis zur Klärung der Angelegenheit gesperrt.

Kostenpflichtige Auskunft vermeiden

Nicht jede Schufa-Abfrage ist kostenlos. Die "Schufa-Bonitätsauskunft" kostet beispielsweise 24,95 Euro, die Produkte "Schufa-kompakt, - plus und -premium kosten zwischen vier und sieben Euro im Monat. Der wesentliche Unterschied zur kostenlosen Auskunft besteht darin, dass sie eine ständige Kontrolle der eigenen Bonität ermöglichen und das nicht nur einmal jährlich. Die Bonitätsauskunft verlangen z.B. Vermieter, die kein Vertragspartner der Schufa sind, um Informationen über potenzielle Mieter einzuholen.

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Max Geißler
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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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